Frauen, die lesen, sind gefährlich - Bollmann, Stefan
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Stefan Bollmann 

Frauen, die lesen, sind gefährlich

Lesende Frauen in Malerei und Fotografie. Mit e. Vorw. v. Elke Heidenreich

Buch
 
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Produktbeschreibung zu Frauen, die lesen, sind gefährlich

Lesende Frauen darzustellen faszinierte Künstler vieler Epochen. Doch bis Frauen das Lesen erlaubt wurde, dauerte es viele Jahrhunderte, denn Frauen, die lesen, sind gefährlich. Auf diese Weise eignen sie sich Wissen und Erfahrungen an, die ursprünglich nicht für sie bestimmt waren.

Das vorliegende Buch der Bilder von Leserinnen funktioniert wie ein imaginäres Museum: Vor- und zurückblätternd kann darin flaniert, können Augenblicke erhascht und Zusammenhänge "ersehen" werden. Die Bilder und Fotografien stammen ebenso von bekannten wie noch (oder wieder) zu entdeckenden Künstlern. Der Bogen wird vom Mittelalter zur Gegenwart gespannt, wobei der Schwerpunkt der gezeigten Motive auf dem 19. und 20. Jahrhundert liegt.
Ein einführender Essay über "Die Gefährlichkeit des Lesens" und kurze kommentierende Texte zu den einzelnen Bildern, Künstlern und Motiven machen aus diesem "Bilder-Buch" eine lesenswerte kleine Kunstgeschichte. Auch die Bilder des Lesens wollen eben gelesen werden.

Produktinformation


  • Verlag: SANDMANN, MÜNCHEN
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 149 S. m. zahlr. Farbabb.
  • Abmessung: 28, 5 cm
  • Gewicht: 916g
  • ISBN-13: 9783938045060
  • ISBN-10: 393804506X
  • Best.Nr.: 13481516
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.03.2005

Ein Buch ersetzt den Mann im Haus: Künstlerblicke auf lesende Frauen

"Wir alle sind, was wir gelesen", bekräftigte Golo Mann - aber erst durch das Lesen lernen wir, wieviel man ungelesen lassen kann. Männer lesen, um die Welt besser zu verstehen und danach verändern zu können; Frauen lesen um ihr Leben. "Mit zunehmendem Alter", bekennt Elke Heidenreich in ihrem Vorwort, "werden die Bücher mitunter sogar wichtiger als die Männer." Das hören Herren in keinem Alter gern, und die Rache folgt sogleich: "Männer", schrieb Gottfried Benn, "wollen doch nicht am Gehirn von einer Frau berührt werden, sondern ganz woanders."

Der lesende ist eben ein privilegierter Zustand: Früher kündete er von jener Muße, wie sie einer Frau nur - vom Manne erworbener - Wohlstand oder aber beunruhigend eigenständiges Denken verschaffte; heute regt sich in der Einsamkeit der Lektüre Widerstand gegen den forciert geselligen Zeitgeist. "Lesen ist ein Akt der freundlichen Isolation", schreibt Stefan Bollmann, der den lesenden Frauen in Bildern vom dreizehnten Jahrhundert bis heute nachgegangen ist. "Frauen, die lesen, sind gefährlich", lautet der Titel seines Bandes - ein …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Amüsiert hat sich Rezensentin Felicitas von Lovenberg durch dieses Buch geblättert, in dem sie Künstlerblicke auf lesende Frauen vom dreizehnten Jahrhundert bis heute versammelt fand. "Männer wollen doch nicht am Gehirn von einer Frau berührt werden, sondern ganz woanders", zitiert sie augenzwinkernd Dichtermacho Gottfried Benn und streift durch Abbildungen auf denen mittelalterliche Leserinnen wie unberührbare Heilige dargestellt sind, über schmökernde Dienstmägde bis zu heutigen Leserinnen und kommt schließlich zu dem Ergebnis, dass lesende Frauen nicht gefährlich sind, wie der Titel postuliert, sondern vor allem "schön, aufregend, spannend - und nicht leicht zu erobern".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.04.2005

Die weibliche Leidenschaft
„Frauen, die lesen, sind gefährlich” - ein Bildband des Münchner Autors, Lektors und Ex-Verlegers Stefan Bollmann
Zehn Minuten zu Fuß durch Schwabing reichen aus, um erste Eindrücke von Stefan Bollmanns literarischem und privatem Umfeld zu erhalten. Ausgangspunkt des Spaziergangs: Franz-Joseph-Straße 2. Dort lebte von 1905 bis 1910 Thomas Mann - Bollmann promovierte mit einer Arbeit über ihn. „Wie Thomas Mann habe auch ich mehrere Phasen der Annäherung an München durchgemacht und hatte zunächst einige Vorurteile”, sagt der gebürtige Düsseldorfer. Mittlerweile liebt Bollmann die Stadt: „Wegen eines Jobs werde ich nie mehr von hier wegziehen!” Nur wenige Schritte von jenem Haus entfernt, in dem Erika, Klaus, Golo und Monika Mann aufwuchsen, arbeitet Bollmann als Lektor - beim Verlag C.H.Beck, Wilhelmstraße 9. Schließlich, nach einigen Gehminuten durch die Kaiserstraße, erreicht man Bollmanns Altbau-Wohnung in der Römerstraße. Hier entstand der soeben erschienene und mit Kritikerlob überhäufte Bildband „Frauen, die lesen, sind gefährlich”. Es ist nicht Stefan Bollmanns erste Veröffentlichung: als Autor, …

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Stefan Bollmann, geboren 1958, studierte Germanistik, Theaterwissenschaften, Geschichte und Philosophie. Er promovierte mit einer Arbeit über Thomas Mann. Er arbeitet als Lektor, Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher in München.

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