Franz Fühmann - Heinze, Barbara (Hrsg.)

Barbara Heinze (Hrsg.) 

Franz Fühmann

Eine Biographie in Bildern, Dokumenten und Briefen

Hrsg. v. Barbara Heinze
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Produktbeschreibung zu Franz Fühmann

Franz Fühmann, einem der bedeutendsten Schriftsteller Nachkriegsdeutschlands, der in Ost-Berlin lebte, wird 14 Jahre nach seinem Tod eine Biographie gewidmet. Fotos, teils aus Familienbesitz, Briefe von Freunden und Wegbegleitern, autobiographische Texte, Tagebuchnotizen, zeitgeschichtliche Dokumente zeichnen das Bild eines bewunderten, aber auch umstrittenen Menschen, der sich einem lebenslangen Prozeß der Selbstfindung aussetzte.


Produktinformation


  • Verlag: Hinstorff
  • 1998
  • 1998.
  • Ausstattung/Bilder: 400 S. m. zahlr. Fotos u. Dok.
  • Seitenzahl: 400
  • Deutsch
  • Abmessung: 29 cm
  • Gewicht: 1865g
  • ISBN-13: 9783356007169
  • ISBN-10: 3356007165
  • Best.Nr.: 06752070
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.10.1998

Rübezahl in der Mark Brandenburg
Wille zur Wandlung und Gespür für die Grube: Leben und Werk des Schriftstellers Franz Fühmann / Von Lothar Müller

Der Schriftsteller Franz Fühmann (1922 bis 1984), einer der großen Selbstquäler der DDR-Literatur, hat in den sechziger und siebziger Jahren mehrfach über sich selbst geschrieben, er sei "wie Tausende andre meiner Generation" nicht über die marxistische Theorie oder den proletarischen Klassenkampf, sondern "über Auschwitz zum Sozialismus gekommen". Erst der Nachsatz macht den Widerhaken in der scheinbar gradlinigen Formel sichtbar: "Alles Nachdenken über unsre Wandlung muß vor der Gaskammer anfangen, genau da."

Fühmann hatte sich im September 1938 als Sechzehnjähriger zur Reiter-SA gemeldet. Er schrieb über Auschwitz als jemand, der von der Vorstellung besessen war, er habe nicht als Opfer, wohl aber als Täter dorthin gelangen können. In seinem ungarischen Reisejournal "Zweiundzwanzig Tage oder Die Hälfte des Lebens" (1973) erinnert er sich daran, daß ihn zwar die Jungenfreundschaft mit einem gewissen K. zur SA führte, daß er aber ebensogut mit einem anderen Freund, W., zur …

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