Frag mich, Schatz, ich weiß es besser! - Kessler, Katja
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Katja Kessler 

Frag mich, Schatz, ich weiß es besser!

Bekenntnisse einer Ehefrau

Broschiertes Buch
 
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Frag mich, Schatz, ich weiß es besser!

Probleme? Dr. Schatzi hilft!

Das Leben könnte so schön sein: Da macht Frau die Wohnung hübsch. Und das Einzige, was nicht mehr zu den Gardinen passt, ist Schatzi auf der Couch. Sein blau kariertes Hemd? Eine Zumutung für jedes Interieur. Aber einen Mann im Haus zu haben, hat auch gute Seiten. Wer würde der Hausfrau sonst erklären, dass Messer - bitte sehr - mit der Klinge nach unten in den Besteckkorb gehören? Und "der ganze Dekoscheiß im Keller" sein kostbares Fahrrad zustaubt. Ja wer? Wer hat den besseren Plan? Katja Kessler über den täglichen Kampf der Geschlechter und die Erkenntnis, dass Frauen die besseren Männer sind.Komisch, rasant und mitten aus dem Leben gegriffen.

"Die Wirkung dieser Zwei-Minuten-Therapien ist befreiend - nicht nur, weil es fast immer etwas zu lachen und zu nicken gibt. Katja Kessler ist, gerade weil sie stets von sich, ihrem mann, ihren Kindern, ihrer Wohnung und ihrer Mutter erzählt, die perfekte Ghostwriterin für ihre Leserinnen. Denn gerade weil sie sich nie anmaßt, für alle zu sprechen, tut sie es." (...) Katja Kesslers Kolumnen sind "eine Art ständig geleerter Kummerkasten - ohne dazugehörige Tante oder gar Moral von der Geschicht'." (...) "Katja Kessler betrachtet das Scheitern im Alltag nicht als Katastrophe, sondern nutzt es als Anlass zur Kolumne - mit deren Hilfe sich ihre Leserinnen dann ebenfalls des Stachel aus dem eigenen Fleisch ziehen können. Und weil es immer lustig zugeht, tut das gar nicht weh." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung

"In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Katja Kessler ehrlich, witzig und herrlich sarkastisch aus ihrem Familienleben. Prädikat: unbedingt lesenswert!" -- Bunte

"Nach ihrem erfolgreichen Roman "Herztöne" und dem "Mami-Buch" hat die langjährige Gesellschaftskolumnistin ein amüsantes Taschenbuch geschrieben, das sich mit seinen kurzen Begebenheiten bestens auch nebenbei lesen lässt - zum Frühstück, in der S-Bahn oder in der Arbeitspause, ganz einfach für die gute Laune." -- dpa


Produktinformation

  • Verlag: Diana
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 205 S. m. zahlr. zweifarb. Illustr.
  • Seitenzahl: 208
  • Diana-Taschenbücher Nr.35178
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 118mm x 25mm
  • Gewicht: 215g
  • ISBN-13: 9783453351783
  • ISBN-10: 3453351789
  • Best.Nr.: 25548023

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

"Ist das Buch womöglich von der taz gesteuert?", fragt Ursula März entgeistert nach vollzogener Lektüre von Katja Kesslers Buch über ihren Mann Kai Dieckmann. Kann das wirklich sein, dass man den mächtigsten Pressemenschen der Republik auf 200 Seiten 132 mal mit dem Wort "Schatzi" tituliert? Darin kann die Kritikerin jedenfalls nur kaschierte "Verachtung" der Frau für ihren Mann erkennen. Auch "linguistisch kühl betrachtet" ist dieser Fall einer "exzessiven rhetorischen Verniedlichung" aus ihrer Sicht mehr als beunruhigend. "Wer bin ich und wenn ja, in welchem Land?", fragt sie verstört und spricht auch von einem radikalen Buch - und zwar seiner wahnhaften wie vergnügt-hysterischen Tendenz zur destruktiven Verschiebung von Wirklichkeit wegen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.10.2009

Mein Mann nimmt zum Essen Strychnin
Kummerkasten ohne Tante als Zwei-Minuten-Therapie: Katja Kesslers Kolumnen

Eigentlich bräuchte jede Frau - neben dem von Virginia Woolf geforderten Zimmer für sich allein - eine eigene Kolumne. Alle zwei Wochen oder auch häufiger, je nach Bedarf. Denn so eine Kolumne erspart einem glatt Ehetherapie, Yoga und stundenlange Telefonate mit der besten Freundin, also lauter Dinge, für die neben Beruf, Ehe und Familie sowieso nie Zeit ist, weil man als Frau ja schon jede freie Minute mit seinem schlechten Gewissen verbringt. Damit macht "Frag mich, Schatz, ich weiß es besser!" jetzt Schluss: Katja Kesslers gesammelte Kolumnen, früher als "Kesslers Kosmos" in der "Für Sie" und jetzt hintereinander, frisch von der Leber weg als Buch zu lesen.

Denn es hat zwar nicht jede die Gelegenheit, geschweige denn die Begabung zum Kolumnenschreiben - zum Lesen der schnell getakteten, schnell gedachten "Bekenntnisse einer Ehefrau" aber allemal. Die Wirkung dieser Zwei-Minuten-Therapien ist befreiend - nicht nur, weil es fast immer etwas zu lachen und zu nicken gibt. Katja Kessler ist, gerade weil sie stets von sich, ihrem …

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"Nach ihrem erfolgreichen Roman "Herztöne" und dem "Mami-Buch" hat die langjährige Gesellschaftskolumnistin ein amüsantes Taschenbuch geschrieben, das sich mit seinen kurzen Begebenheiten bestens auch nebenbei lesen lässt - zum Frühstück, in der S-Bahn oder in der Arbeitspause, ganz einfach für die gute Laune."

"Nach ihrem erfolgreichen Roman "Herztöne" und dem "Mami-Buch" hat die langjährige Gesellschaftskolumnistin ein amüsantes Taschenbuch geschrieben, das sich mit seinen kurzen Begebenheiten bestens auch nebenbei lesen lässt - zum Frühstück, in der S-Bahn oder in der Arbeitspause, ganz einfach für die gute Laune."
Katja Kessler über Katja Kessler: Was ich NICHT bin oder habe: Nein, ich bin nicht in der Bronx aufgewachsen. Ich tanzte in meiner Jugend um keine brennenden Mülltonnen. Ich spielte nie Gitarre an einem Lagerfeuer im Kosovo. Und, sorry! Ich habe auch keinen Mann, der mich schlägt. Ich bin so was von stinklangweilig, mein Verlag hat schon mit mir geschimpft: "Wie sollen wir da Reklame machen?!" Was stimmt: Ja, ich habe vier Kinder, ich bin 41.Werden Sie gefragt, tun Sie aber bitte so, als ob Sie das nicht wüssten. Ich lebe als Hausfrau in der Berliner Vorstadt. Und falls Sie mich mal zum Kaffee einladen wollen: Achtung, ich komme mit Überwachungskamera und Richtmikrofon!

Leseprobe zu "Frag mich, Schatz, ich weiß es besser!"

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Leseprobe zu "Frag mich, Schatz, ich weiß es besser!"

Neulich bei der Bank Oder: Taschengeld in Liechtenstein Oah, ich habe eine Stinkewut in mir!

Omi Kiel war gestern mit Yella (6) und Caspi (5) in Potsdam bei der Bank unseres Vertrauens, um zwei Sparbücher zu eröffnen. Nachdem sie die Kinderausweise und zwei Portemonnaies mit dreiundzwanzig Euro achtzig auf den Tresen gelegt hatte, hieß es allerdings bedauernd: "Nee, nur wenn Vaddi und Muddi dabei sind."

"Und wenn Vaddi nicht kann, weil er arbeitet?", hakte Omi Kiel vorsichtig nach.

Ein derartig exotischer Fall schien der Bankfrau noch nicht untergekommen zu sein. "Na gut", erbarmte sie sich nach einigem Zögern, "dann wenigstens eine schriftliche Vollmacht!"

Okay, denkt man sich, soll ja alles korrekt sein in Deutschland! Nicht dass der Caspi sein Taschengeld aus Steuergründen heimlich nach Liechtenstein oder auf die Cayman-Inseln verschiebt. Und anschließend wird Schatzi völlig überraschend dafür verhaftet.

Also, Kommando zurück. Den enttäuschten Kindern (schließlich hatten wir ihnen seit Tagen die Freuden des Krötensparens schmackhaft gemacht) die Pudelmützen wieder übergestülpt und ab nach Hause.

Eine Stunde später nächster Versuch. Ich gehetzt, weil ich mich vom Schreibtisch loseisen musste. In der Handtasche ein schnell geschriebenes Erlaubnis-Fax von Schatzi. Wieder schieben die Kinder ihre Portemonnaies rüber, ihre Nasen reichen kaum über die Tresenkante: "Wir wollen ein Konto eröffnen", kommt's schüchtern mit piepsiger Stimme. Und wer Mutter ist, weiß: Da bumpern jetzt zwei Herzen aufgeregt unterm Anorak.

In der Bank hat wohl gerade ein Schichtwechsel stattgefunden, jedenfalls: neue Schalterfrau - neues Klobürstengebaren. "Nee, dafür müsst ihr einen Termin vereinbaren", wird uns erklärt. Für zwei Sparbucheröffnungen bräuchte sie nämlich mindestens eine halbe Stunde, aber gleich hätte sie einen Beratungstermin.

Ein Blick in die Schalterhalle hinter mir: leer. Ein Blick nach vorne: zwei weitere Kollegen, die gerade die Erfindung der Zeitlupe feiern. Aber wer weiß? Vielleicht meißelt man ja in diesem innovativen Institut die Buchstaben in die Antragsformulare. Eine Ahnung beschleicht mich: Das hier ist keine Bank, das ist eine Fusion aus Golf-Club und Behörde. Man nimmt nicht jeden, und Service am Kunden ist kapitalistischer Käse.

Nach ein paar Wut- und Besinnungsminuten im Kontoauszugsdrucker-Vorraum steht unsere kleine Delegation nun zum dritten Mal vor dem hässlichen Resopalschalter: "Ich! Will! Aber! Jetzt! Bedient! Werden! Ich! Will! Nicht! Wieder! Gehen! Ich! Will! Ein! Konto! Eröffnen!"

Die Trulla muss doch zu knacken sein! Was ich nicht weiß: Sie hat ihren Kurs "Wie verhindere ich Kunden" mit Diplom abgeschlossen. Ein Blick in Schatzis Erlaubnis-Fax, ein bisschen wichtiges Rumgetippe im Computer, dann die Feststellung: "Ihr Mann hat ja gar kein Konto bei uns!"

"Ja und? Was hat das jetzt damit zu tun?", frage ich.

"Weil, dann muss er persönlich erscheinen", erklärt sie mir.

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaah! Und täglich grüßt das Murmeltier ...!

Die Geschichte ging dann so aus: Ich machte noch ein bisschen Terror in dem Sauladen, forderte den Namen der Schaltertrulla (juckte sie nicht die Bohne; wahrscheinlich garantiert ihr der Arbeitsvertrag die Frührente mit dreißig bei vollen Bezügen), wollte den Filialleiter sprechen (leider auch nicht anwesend; wahrscheinlich schon auf den Fidschis) und drohte mit der Auflösung meines Girokontos (ich glaube, in dieser Sekunde lachten die sich hier alle erst recht tot).

Und jetzt? Stehe ich mit meinen zwei verstörten Kindern und einem Vordruckzettel "Kontoschließung" (Sie ahnen es: Auch Moneteneinsammeln und "Tschüss!" sagen ging hier nicht ohne weiteres) wieder vor dieser Erpresser-Bank.

Aber was mich wirklich bedrückt: dass die Familie Diekmann-Kessler in Potsdam irgendwann völlig einsam und alleine dasteht. Denn in unser Lieblings-Café zum Schokokuchenessen können wir nach einem kleinen Service-Unfall leider auch nicht mehr.

Aber this is another story ...

Leseprobe zu "Frag mich, Schatz, ich weiß es besser!"

Zulu minus acht! (S. 47-48)

Oder: Pünktlich zu spät   

Also, meine Schwiegermutter warnte mich seinerzeit vor. Die Diekmanns männlicherseits würden drei biologische Handicaps vererben: terrormäßig gelockte Locken. Eine Fragetechnik wie ein Black-&-Decker-Bohrer: »Nun-sag-dochmal-nun-mach-schon-jetzt-sag!« Und ein oberfieses Sekunden-Terroristen-Gen. Punkt eins stellt für mich kein Problem dar. Immerhin bin ich eine Frau mit Dauerwellenvergangenheit. Punkt zwei hat die Lästigkeit eines Schnupfens: zwei-, dreimal im Jahr hab ich - sozusagen - die Nase voll. Ansonsten juckt’s mich nicht. Nur Punkt drei ist eine echt harte Nuss.

Das Sekunden-Terroristen-Gen zwingt meinen Mann dazu, mich dazu zu zwingen, auf jeder Veranstaltung genau auf die Minute pünktlich zu erscheinen. Damit wir dann erst mal gemeinsam fünf Runden um den Block fahren, weil noch kein Schwein da ist. »Also das sach ich Ihnen«, erklärte schon Papa Diekmann seiner Brigitte nach der ersten Tanzstunde, »wenn wir uns in Zukunft verabreden, warte ich genau sieben Minuten.« Worauf sie erst mal eine Viertelstunde zu spät kam. Männer muss frau sich erziehen. »Abflugzeit Zulu minus 10 Minuten!«, tönt’s jetzt, vierzig Jahre später, durch meine Badezimmertür, wann immer wir zu einer Veranstaltung wollen: Diekmann-»Galeeren-Meister«-Junior beim Peitscheschwingen.

Dabei habe ich meist gerade erst angefangen, meine Wimperntusche aufzuschrauben. »Abflugzeit minus 9!« - »Minus 8!« - »Minus 5!«, kommt’s kontinuierlich hinterher. Fragt sich, wie der Kerl überhaupt selbst fertig wird, wenn er die ganze Zeit mit Zählen beschäftigt ist. Das allein macht mich total wuschig. Seit ein paar Wochen hat sich die Situation zugespitzt. Mein Mann hat einen Verbündeten: Boris Becker. »Der«, erklärt er mir, »hat sich auch scheiden lassen, weil die Babs immer so lange vorm Spiegel rumgemacht hat.« - »Stimmt gar nicht«, haue ich zurück, »so steht’s da überhaupt nicht in dem Buch.

Außerdem: Sie hat garantiert ihn verlassen, weil’s ihr auf den Senkel ging, dass er immer vor der Badezimmertür stand und ›Abflugzeit!‹, ›Abflugzeit!‹ gerufen hat.« Frage: Warum verstehen Männer nicht, dass Frauen einen gottgegebenen Anspruch auf Netto-Abfahrtszeiten haben? Das ist die Brutto-Abfahrtszeit minus 43x Haare machen. Minus 2x umziehen, weil das, was man anhat, irgendwie alles Käse ist. Minus 1x »Dann geh doch allein!«-Geschrei. Weil er das natürlich (»Ich versteh das alles nicht!«) alles nicht versteht.Zulu minus acht! Oder: Pünktlich zu spät    Also, meine Schwiegermutter warnte mich seinerzeit vor.

Die Diekmanns männlicherseits würden drei biologische Handicaps vererben: terrormäßig gelockte Locken. Eine Fragetechnik wie ein Black-&-Decker-Bohrer: »Nun-sag-dochmal-nun-mach-schon-jetzt-sag!« Und ein oberfieses Sekunden-Terroristen-Gen. Punkt eins stellt für mich kein Problem dar. Immerhin bin ich eine Frau mit Dauerwellenvergangenheit. Punkt zwei hat die Lästigkeit eines Schnupfens: zwei-, dreimal im Jahr hab ich - sozusagen - die Nase voll. Ansonsten juckt’s mich nicht.

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Bewertung von yaso.34 aus Hamburg am 04.10.2009 ***** ausgezeichnet
Ein sehr Intressantes buch.

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