Fotografie als Instrument und Medium der Kunstgeschichte

Fotografie als Instrument und Medium der Kunstgeschichte

(z. Tl. in engl., französ. u. italien. Sprache)

Hrsg. v. Costanza Caraffa
Broschiertes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
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Fotografie als Instrument und Medium der Kunstgeschichte

Die Beiträge verdeutlichen die Wechselwirkungen zwischen Fotografie und Kunstgeschichte, die sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts parallel zueinander als technisches Medium und als akademische Geisteswissenschaft etablierten und befruchteten.

Als 1839 Louis Daguerres revolutionäres Verfahren vorgestellt wurde, galt die Reproduktion von Kunstwerken sofort als vielversprechende Anwendung. Tatsächlich sollte es noch fünfzig Jahre dauern, bis qualitätvolle Abzüge in Serie hergestellt und Bücher fotografisch illustriert werden konnten. Für die Kunstgeschichte war der Fortschritt bahnbrechend: Erst die Möglichkeit, Kunstwerke durch Fotografien miteinander vergleichen zu können, schuf die Grundlage einer modernen und methodisch gefestigtenGeisteswissenschaft. Neben den Fachbibliotheken entstanden nun auch die großen, spezialisierten Fotoarchive. Das neue Medium brachte aber auch neue, bis heute aktuelle Probleme, wie die trügerische Suggestion von Objektivität oder die wechselseitige Überlagerung von Original und Reproduktion. Die im Band versammelten Beiträge beschäftigen sich mit den wissenschaftsgeschichtlichen Aspekten dieser ambivalenten Geschichte, die mit der digitalen Fotografie einen neuen Höhepunkt erreicht hat.


Produktinformation

  • Verlag: Deutscher Kunstverlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 164 S. m. 70 Abb.
  • Seitenzahl: 164
  • I Mandorli Bd.9
  • Deutsch
  • Abmessung: 238mm x 172mm x 11mm
  • Gewicht: 432g
  • ISBN-13: 9783422068605
  • ISBN-10: 3422068600
  • Best.Nr.: 25072196
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.07.2009

Mit digitalen Schatten die Welt vermessen
Fotografie als Quelle der Kunstgeschichte: Eine Online-Ausstellung der Kapitelle aus dem Kreuzgang von Monreale
Es ist eine Frage der Methode: „Wer die meisten Fotos hat, gewinnt.” Mit diesem Satz brachte Erwin Panofsky die tragende Rolle der Fotografie in der kunsthistorischen Beurteilung auf den Punkt. Fotos von Kunstwerken gelten nicht nur als Gedächtnisstütze für den Wissenschaftler oder als Lehrmittel im Unterricht, sondern als Dokument und als Beweis im wissenschaftlichen Streit. Und sogar als Ersatz für das, was man selbst nie gesehen hat, obwohl man ausführlich darüber redet – wie etwa Richard Krautheimer einmal selbstkritisch anmerkte.
Costanza Caraffa vom Kunsthistorischen Institut der Max Planck Gesellschaft in Florenz (KHI) untersucht, mit prominenten Autoren wie Peter Greimer, Heinrich Dilly oder Nina Lager Vestberg die Rolle der Fotografie als „Instrument und Medium der Kunstgeschichte” in dem von ihr herausgegebenen gleichnamigen Band. Im Vorwort des anregenden Buches skizziert sie die Geschichte der Dokumentationsfotografie. Sie schlägt einen Bogen von der Ablösung der Druckgrafik als …

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Costanza Caraffa studierte Architektur und Kunstgeschichte, und wurde 2003 an der Freien Universität Berlin promoviert. Ab 2000 arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin an der Bibliotheca Hertziana in Rom, bevor sie 2005 als Forschungskoordinatorin an das Archivio del Moderno, Accademia di Architettura nach Mendrisio (CH) wechselte. Seit Oktober 2006 leitet sie die Photothek am Kunsthistorischen Institut in Florenz. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen neben der Architektur des Barock auf der Geschichte der Fotografie sowie der europäischen Stadtgeschichte.