Flämische Malerei des Barock - Renger, Konrad

Konrad Renger 

Flämische Malerei des Barock

In der alten Pinakothek. Der Katalog

Mitwirkender: Denk, Claudia
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Flämische Malerei des Barock

Die berühmtesten Werke der flämischen Barockmalerei von Peter Paul Rubens, Anton van Dyck und Jacob Jordaens, von David Teniers, Adriaen Brouwer und Jan Brueghel d. Ä. sind in der Alten Pinakothek in München versammelt.

Dieser opulente, großformatige Band mit zahlreichen Farbtafeln und ganzseitigen Farbdetails zu jedem der über 170 Gemälde vermittelt ein neues Bild dieser weltweit herausragenden Sammlung. Er macht anschaulich, was die wissenschaftlichen, auf umfangreichen Forschungen beruhenden Texte flüssig und allgemein verständlich vertiefen. Ein luxuriös ausgestatteter Prachtband und ein wissenschaftlicher Bestandskatalog in einem, der einen umfassenden Überblick für den Spezialisten ebenso wie für den interessierten Laien bietet.


Produktinformation

  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Sonderausg.
  • Ausstattung/Bilder: m. zahlr. meist farb. Abb. im Text u. auf Taf.
  • Seitenzahl: 518
  • Deutsch
  • Gewicht: 2748g
  • ISBN-13: 9783832172558
  • ISBN-10: 3832172556
  • Best.Nr.: 10944068
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.10.2002

Schöner Schauer im Barock
Flämischer Glanz der Alten Pinakothek / Von Eduard Beaucamp

Aufsehen erregte im Sommer dieses Jahres die Entdeckung und spektakuläre Londoner Versteigerung eines der dramatischsten und grausamsten Rubens-Bilder, das, falsch zugeschrieben, sich in ein österreichisches Kloster verirrt hatte. Rubens hat den monumentalen "Bethlehemitischen Kindermord" (Breite: 1,8 Meter) nach seiner Rückkehr aus Italien um 1610 in Antwerpen gemalt. Das Bild entwickelt ein Crescendo der Gewalt: Sie explodiert in einem hochgereckten Wüstling, der ein Kind ergriffen hat und zu Boden schleudert. Der Italien-Heimkehrer Rubens steckte damals voller Erinnerungen an Kampfszenen auf römischen Sarkophagen, an Schlachtenbilder der Renaissance und die ausgesuchte Brutalität eines malenden Provokateurs wie Caravaggio.

Im Münchner "Kindermord" greift Rubens das Thema fast dreißig Jahre später noch einmal auf. Dieses Spätwerk ist noch größer (Breite: drei Meter), das Geschehen kleinteiliger und verknäuelter, aber, trotz des im Himmel lockenden Märtyrerlohnes, noch grausamer. Die Mörder treten zurück, Hauptakteure sind nun die zu Furien …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Mit diesem Katalog, der den Bestand an flämischer Malerei in der Alten Pinakothek in München erfasst und wissenschaftlich beleuchtet, ist Martin Wanke vollauf zufrieden. Er sieht den Band vor allem auch dem interessierten Laien "entgegenkommen", vorausgesetzt, der hat keine Scheu vor "anspruchsvollen Kommentaren", wie der Rezensent betont. Warnke lobt die Qualität der Abbildungen und hebt hervor, dass auch eine Vielzahl an Röntgen- und Infrarotaufnahmen beigegeben sind. Als besonders erhellend und das Verständnis der Werke erleichternd preist er die Einführungen zu den einzelnen Künstlern, die den Bildern vorausgehen. Nach Meinung des Rezensenten gestaltet sich unter diesen Vorgaben die Beschäftigung mit den nachfolgenden Bildern als noch fruchtbarer. Ein "Schwerpunkt" des Katalogs seien die Werke von Rubens, die in der Sammlung besonders gut vertreten sind Hier können die beiden Autoren unter Berücksichtigung der "hoch spezialisierten Forschung", die es dazu bereits gibt, so manche "Detailfragen" klären, so Warnke zufrieden. Interessant scheint dem Rezensenten auch die Untersuchung der Bildträger bei Rubens Gemälden, die gewöhnlich aus aneinander geleimten Brettchen bestehen. Die Erklärung, dass sich an ihrer Verwendung nicht zuletzt die "Sparsamkeit" des Künstlers zeige, demonstriert für Warnke einmal mehr, dass mit solcher Art Katalogen "umsichtige Wissenschaft" oft genug ein Stück "wirkliches Leben erschließt".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.11.2002

Stürzende Amazonenleiber
Ein prächtiger Katalog der Sammlung flämischer Meister des Barock in der Alten Pinakothek
Schöne Bücher sind nicht immer nützlich und nützliche Bücher nur selten schön. Der prächtige Katalog zur flämischen Malerei des Barock, durch den die Alte Pinakothek in München nun zum ersten Mal das Herzstück ihrer bedeutenden Galerie erschließt, leistet in hervorragender Weise beides zugleich. Obwohl die sachliche Dokumentation des einzelnen Werks klar im Mittelpunkt steht, bleibt das in zwanzig Jahren geschaffene Opus nicht nur für Kenner und Quellenforscher ein profundes Standardwerk, auch dem Augenmenschen wird es ein Genuss sein, den Band in die Hand zu nehmen. Das liegt an der feinen, übersichtlich teilenden Typographie, an der anschaulichen Gliederung der sammlungsgeschichtlichen, biografischen und beschreibenden Texte und an der üppigen, aber nie wahllosen Ausstattung mit Farbtafeln. Diese wurden dazu genutzt, durch das Werk der einzelnen Meister zu führen. Ohne den Aufbau des Katalogs im mindesten zu stören, können Entwicklungen in Kolorit und Malweise flämischer Meister der Münchner Sammlung in aufschlussreichen …

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Dr. Claudia Denk ist Kunsthistorikerin und Lehrbeauftragte an der TU München.

Kundenbewertungen zu "Flämische Malerei des Barock" von "Konrad Renger"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 2 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** weniger gut)
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Bewertung von S. Fischer aus Offenburg am 19.06.2012 ***** weniger gut
Das Buch wird vom Verlag als 'luxuriöser Prachtband' beschrieben. Das Buch sei ausgestattet 'mit zahlreichen Farbtafeln und ganzseitigen Farbdetails zu jedem der über 170 Gemälde'. Auf der Basis dieser Angaben habe ich das Buch gekauft und dann eine unschöne Überraschung erlebt: Etwa die Hälfte der Gemälde ist nur schwarz-weiß abgebildet. Ein sehr großer Teil sowohl der Farb- als auch der schwarz-weiß-Abbildungen ist ausgesprochen klein. Besonders 'tolle' Ergebnisse entstehen aus der Mischung von beidem. Bei einem dunkel gehaltenen Landschaftsgemälde erkennt man z. B. nicht viel mehr als die Umrisse. Ein im Original herrlich detailreicher Brueghel ist winzig und nicht in Farbe abgebildet - Details kann man sich schenken. Diese minderwertige Qualität vieler Abbildungen ist besonders enttäuschend (und unnötig), da das Museum hier an sich mit dem Verlag zusammengearbeitet hat. Es wäre also kein Problem gewesen, an gute Photos zu kommen. Hinzu kommen noch die oft höchst mittelmäßigen Kommentare zu den Gemälden. So wird den Frauen in Rubens 'Raub der Töchter des Leukippos' unterstellt, man sehe in ihrem Verhalten 'Einverständnis' und 'Willfährigkeit', obwohl sie offensichtlich unter Zwang entführt werden. Andere Kommentare sind extrem oberflächlich und bewegen sich nicht über eine knappe Wiedergabe des dargestellten Mythos hinaus. Es gibt einige sehr schöne Abbildungen - groß und in Farbe - doch leider sind diese in der Minderheit. Ich persönlich war sehr entttäuscht und würde das Buch nicht weiterempfehlen. Wie die Lobeshymnen in der Verlags-Beschreibung (auch auf buecher.de abgedruckt) zustande gekommen sind, kann ich mir nicht erklären. Einige Behauptungen sind schlicht und einfach falsch.
Wer einen guten Überblick über die Flämische Malerei in der Alten Pinakothek sucht, dem sei ISBN 3775718419 von Mirjam Neumeister empfohlen. Die Gemälde sind komplett farbig dargestellt und sehr gut kommentiert. Der einzige Wermutstropfen ist, dass der Band mit 22,8 x 18 x 3,6 cm vergleichsweise klein ausfällt, doch die Bildqualität ist wirklich exzellent und es gibt auch einige doppelseitige Detailaufnahmen. Er bewegt sich auf jeden Fall in einer ganz anderen Klasse als dieser von der Größe her an sich besser angelegte Bildband.

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