Firmin - Savage, Sam

Sam Savage 

Firmin

Ein Rattenleben. Roman

Dtsch. v. Susanne Aeckerle, Marion Balkenhol u. Hermann Gieselbusch u. a.
Gebundenes Buch
 
39 Kundenbewertungen
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Firmin

Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf und liest sich Buch für Buch durch die Weltliteratur. Er entdeckt, wie spannend das Leben der Menschen ist, und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen. Sam Savage erzählt in diesem gefeierten Kultbuch die traurig-charmante Geschichte eines verkannten Außenseiters.

Boston in den 60er Jahren. Im schäbigen Keller der Buchhandlung am Scollay Square wird Rattenjunge Firmin geboren. Er ist der Kleinste im Wurf und kommt immer zu kurz. Als der Hunger eines Tages zu schlimm wird, knabbert er die in den Regalen lagernden Bücher an. Eines nach dem anderen wird gefressen, bis Firmin entdeckt, dass auf dem Papier etwas steht, was ihn sein Elend vergessen lässt: Ob Lolita oder Ford Madox Ford, ob Moby Dick oder Cervantes, die Welt der Menschen verspricht Abenteuer und Liebe, Krieg und Frieden, kurz: alles, was eine Ratte nicht hat. Voller Neugier sucht Firmin die Freundschaft zu Buchhändler Norman. Als dieser einen Giftanschlag auf ihn verübt, muss Firmin einsehen, dass er in den Augen der Menschen wohl doch nichts weiter ist als ein lästiges Tier. Wie so oft im Leben zeigt sich aber gerade in den dunkelsten Stunden ein Licht am Ende des Tunnels. Sam Savages Roman erzählt von den Hoffnungen und Idealen der Beat-Generation und von der Fähigkeit, immer wieder aufzustehen, möge es noch so hart kommen.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Hc
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 213 S.
  • Seitenzahl: 213
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 130mm x 25mm
  • Gewicht: 385g
  • ISBN-13: 9783550087424
  • ISBN-10: 355008742X
  • Best.Nr.: 23831288
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
13 Junge, aber nur zwölf Zitzen - dieses Dilemma trifft das schwächliche Rattenbaby Firmin besonders hart. Während seine kraftstrotzenden Geschwister die Milch der Alkoholikermutter nuckeln, verschlingt Firmin die Literaturklassiker im Keller einer Bostoner Buchhandlung, sowohl fressend als auch lesend. Ein Buch über eine Leseratte? Ja. Aber Skepsis ist fehl am Platz: Sam Savage lässt die Ratte ihr Leben so gewitzt und gefühlvoll erzählen, dass man dem tragischen Außenseiter alsbald verfallen ist. Der Poet und Zyniker Firmin lebt allein und am Rande der Gesellschaft, aber er träumt sich als Fred Astaire in die Arme von Ginger Rogers, unternimmt nächtliche Ausflüge ins Pornokino und gewinnt sogar einen menschlichen Freund. Ganz nebenbei wirft der Autor einen ungeschönten, aber humvorvollen Blick auf die menschliche Rasse und übt Sozialkritik - und das alles aus der Sicht der Ratte, die trotz allem lieber ein Mensch wäre. Bis zum traurigen Ende, wenn die Welt, wie Firmin sie kennt, plattgemacht wird ... (kat)

"Sam Savage erzählt eine Geschichte über Außenseiter und Ausgeschlossene, über Erniedrigungen und Selbstzweifel, über Kunst als einen Weg, diese zu überwinden, aber auch über Größenwahn und eitle Prätention. Weil Savage dabei nie kitschig wird und sehr deutlich macht, dass manches im Leben noch nicht mal einer Ratte zumutbar, sondern schlicht und einfach eine Riesengemeinheit ist, deshalb ist hier nebenbei große Kunst entstanden." (ARD, Druckfrisch, 2008)
Sam Savage wurde in South Carolina geboren und lebt heute in Madison, Wisconsin. Er promovierte in Philosophie, unterrichtete auch kurzfristig, arbeitete als Tischler, Fischer, Drucker und reparierte Fahrräder.

Kundenbewertungen zu "Firmin" von "Sam Savage"

39 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 39 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 28.02.2010 ***** ausgezeichnet
Die kleine Ratte Firmin kommt im Keller einer Buchhandlung zu Welt. Da Firmin als jüngster aus seinem Wurf nicht genug Muttermilch bekommt, hält er sich mit Büchern am Leben. Bald wird aber nicht das mehr Material, aus dem die Bücher sind, sondern deren Inhalt für in das Wichtigste. So lernt er die Welt der Menschen kennen, auch wenn das Leben ihn auf mehrere harte Proben stellt.
Liebevoll melancholisch erzählt der Autor vom Leben der kleinen Ratte. Er verbindet ihr Schicksal mit dem zweier Menschen und einem sanierungsbedürftigen Platz.
Der Schreibstil ist recht gut zu lesen, auch wenn es kein reißerischer Pageturner ist. Die wenigen Charaktere sind aus der Sicht der Ratte hervorragend dargestellt. Geschickt setzt Savage seinen Protagonisten in die Menschenwelt und lässt ihn sich dort zurecht finden. Naiv und doch intelligent meistert Firmin sein Leben. Am liebsten möchte man die Ratte bei sich aufnehmen, aber auch alle Bücher, die hier Erwähnung finden, direkt selber lesen. Ein Buch mit sehr viel Gefühl, das zum Nachdenken über die Werte des Lebens anregt.

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Bewertung von stjerneskud aus Stuttgart am 16.03.2009 ***** ausgezeichnet
Aus dem Leben einer Leseratte

Die Ratte Firmin wird auf den zerrissenen Seiten von James Joyces Werk „Finnegans Wake“ in einem Bostoner Buchladen geboren. Als jüngstes von 13. Geschwistern hat er es schwer um eine der 12 Zitzen seiner Mutter zu kämpfen und ausreichend Nahrung zu sich nehmen zu können. Dadurch stellen die herumliegenden Bücher eine gute Alternative für das tägliche Überleben dar und zunächst erfüllen sie keinen anderen Zweck für ihn. Aber nachdem er lesen gelernt hat, lernt er die Welt der Bücher und der Menschen auf eine ganz andere Art und Weise kennen.

Es ist erstaunlich, obwohl Firmin keine Schreibmaschine bedienen und sich auch nicht verbal äußern kann, es doch noch schafft seine Lebensgeschichte auf Papier zu bringen. Ich hatte mir mehr von dem Roman versprochen. Die erste Hälfte hat mir noch am besten gefallen, obwohl ich keine Geschichten bevorzuge, in denen Tiere die Hauptrolle spielen und am wenigsten Ratten. Vor allem hat es etwas für sich, wie zunächst die Bücher für Firmin Nahrungsaufnahme bedeuten, um beim täglichen Kampf ums Überleben als Sieger hervorzugehen und später zu reinem Lesefutter werden, weil er Lesen gelernt hat. Außerdem würde sich Firmin gerne anhand der Schreibmaschine oder in Zeichensprache verständigen können, nur beide Möglichkeiten lassen sich auch nicht zufrieden stellend in die Realität umsetzten. Später dreht sich hauptsächlich alles um den Scollay Square und ich kann weder etwas für das Viertel im Boston der 1960er Jahre empfinden, noch mich mit den auftretenden menschlichen Personen anfreunden.

Es ist eine nett zu lesende Geschichte für zwischendurch.

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Bewertung von Leserin aus Deutschland am 16.02.2009 ***** sehr gut
Dem Amerikaner Sam Savage ist mit seinem ersten Roman ein reizvolles Werk gelungen. Das schmale Büchlein mit dem ansprechenden Cover enthält eine ruhige Geschichte, die den Leser noch lange beschäftigt.

Firmin wird als dreizehnter, kleinster und schwächster seines Wurfs geboren, im Keller einer Buchhandlung in Boston. So muss er auf andere Nahrungsquellen ausweichen und wählt das naheliegendste: Bücher. Durch den Verzehr der Bücher lernt er auch irgendwie Lesen und entdeckt eine neue Welt, jenseits des Kellers und seiner Familie. Mit der Zeit wächst sein Wunsch, ein Mensch zu sein und dieser – in diesem Leben – unerfüllbare Wunsch macht ihn nicht gerade glücklich.

So melancholisch wie Firmin auf dem Titelbild aussieht, so erzählt er auch seine Lebensgeschichte. Firmin führt ein für eine Ratte sehr ungewöhnliches Leben. Dank seiner Fähigkeit zu Lesen reist er durch Zeit und Raum, lernt vieles kennen, das seinen Geschwistern und anderen Artgenossen fremd ist. Gleichzeitig entfernt ihn dieses Wissen auch immer mehr von ihnen und die zahlreichen Freundschaften zu seinen literarischen Vorbildern sind zwangsläufig nur einseitig.

Gespickt mit literarischen und teilweise auch cineastischen Anspielungen erzählt Firmin Episoden aus seinem Leben, lässt den Leser teilhaben an seinen philosophischen Überlegungen. Geistreich und mit einer ordentlichen Portion Galgenhumor streut Firmin immer wieder ironische Überschriften für seine aktuelle Lebenssituation ein, wie z.B. „Alkoholismus als Hoffnungsschimmer: Geschichte einer Kindheit“ oder „ein normaler Fall von Bibliobulimie“.

Firmin merkt nicht, wie außergewöhnlich und erfüllt sein Leben eigentlich ist, weil sein größter Wunsch unerfüllbar ist: Er wäre so gerne ein Mensch und weiß doch, dass er äußerlich eine Ratte ist, „Ungeziefer“ wie er selbst sagt. Sowohl in seiner Welt als auch in der Welt der Menschen ist er immer ein Außenseiter, der versucht, das Beste aus seinem Leben zu machen.

Besonders gut gefiel mir, dass die Erstauflage im sogenannten Rough Cut gestaltet war und das Buch so wirkte, als hätte Firmin persönlich es angenagt. In meiner 6. Auflage sind die Seiten leider glatt geschnitten und die zauberhaften Illustrationen der englischsprachigen Ausgabe fehlen auch.

Ein Buch, dass ich schon mehrmals weiterempfohlen habe und das meine Wunschliste hat wachsen lassen – dank Firmins vieler verborgener Leseempfehlungen.

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Bewertung von Silke B. aus Köln am 09.02.2009 ***** sehr gut
„Firmin – Ein Rattenleben“ von Sam Savage überzeugt vor allem durch seine Originalität. Das Leben einer Ratte, aus Sicht einer Ratte, die jedoch so gar kein typischer Vertreter ihrer Art ist. Dieses Buch wird besonders für alle Leser faszinierend sein, die ebenfalls begeisterte Buchliebhaber sind.
Firmin wirkt in seinen Beobachtungen und mit seinem Intellekt sehr menschlich. Mit einem Leben als Ratte kann er sich schon lange nicht mehr abfinden. Gerne würde er nicht nur Lesen, sondern sich auch seiner Umwelt mitteilen. Doch hier steht ihm die Rattenanatomie im Weg. Zu klein für übliche Schreibwerkzeuge, zu unbeweglich für die Gebärdensprache und mit keinen Stimmbändern ausgestattet, die ihm eine verständliche Sprache ermöglichen würden. Und so ist dies auch Firmins großes Leid, dass er seine großen Erkenntnisse mit niemandem teilen kann und auch nicht als intellektuelles Wesen wahrgenommen wird. Für den Leser führt dies jedoch auch zu einigen humorvollen Passagen. In seinen Gedanken ist Firmin sehr direkt und schreckt auch nicht vor direkter Kritik an sich selber zurück. Sei es nun sein eigenes groteskes Äußeres, oder auch die negativen Veranlagungen seines Wesens.
Hierbei möchte ich auch die hervorragende Covergestaltung hervorheben, die Firmin genau so darstellt, wie er auch beim Lesen bildhaft vor den Augen erscheint. Auch insgesamt kann die Buchgestaltung überzeugen durch die passende Farbgestaltung und den absichtlich zerfetzt wirkenden Seitenschnitt.
Das einzige was mir am Buch „Firmin“ nicht gefallen hat, sind die Nacherzählungen einiger Groschenromane im Text. Darauf hätte gut verzichtet werden können.
Firmin ist bereit jeden zu lieben, der ihm nur ein wenig Aufmerksamkeit gibt und sei es auch nur in seiner eigenen Vorstellung. Dieser Wunsch nach Geltung ist es, die ihn für mich besonders menschlich erscheinen lässt und so kann durch Firmins Analyse und Selbsteinsicht vielleicht noch so mancher Mensch etwas von einer Ratte lernen.

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Bewertung von Sillesoeren aus Hürth am 29.01.2009 ***** ausgezeichnet
Kein Buch für trübe Herbsttage

Firmin schaute mich vom Cover des Buchs an und hatte all meine Sympathien und mein Mitleid. Auch ohne vorher gewusst zu haben, dass er als 13. Junges seiner Rattenmutter vergeblich nach deren 13. Zitze suchte, wusste ich allein beim Anblick des Covers, um was für einen armen Wicht es sich handelte. Und wie gut doch der Zeichner die Beschreibung des Autors umgesetzt hat! Auch der Rough Cut könnte besser gar nicht zu einer Ratte passen, die sich in Ermangelung von Muttermilch von Büchern ernährt. Oberflächlich gesehen könnte ich mich an die vielen enttäuschten Rezensionen anhängen, die Dialoge und Handlungen vermissten. Genau das macht doch dieses Buch aus! Der arme Firmin ist in einem Rattenkörper gefangen, in dem er eben nicht sprechen, tanzen, schreiben,... kann, sondern ganz auf die Literatur, seine Gedanken und seine Träume zurück geworfen wird. Selbst sein Ausflug zum Park und sein Einzug ins Schuhkarton-Hotel wären aus meiner Sicht nicht nötig gewesen. Wer ein fröhliches Buch erwartet, wird enttäuscht. Mir bleibt das Lachen im Hals stecken, wenn Firmin von "Biblio-Bulimie" schreibt oder feststellt, dass er sich theoretisch zwar in Gebärdensprache verständigen könnte, aber mit seinem Rattenkörper nur "Auf Wiedersehen Reißverschluss" sagen kann. Wer sagt denn auch, dass ein Buch den Leser zum Lachen bringen soll? Ich bin fasziniert von der melancholischen, nachdenklichen und traurigen Stimmung, die so deutlich zeigt, wie sich Menschen verhalten, wenn alles verloren zu sein scheint: Wie also der Buchhändler zwar seinen Laden nicht schließt, aber den Staub nicht mehr wischt. Wie Menschen ihr letztes Geld in ein Pornokino tragen. Wie eine Feuerleiter zum Balkon und damit zum letzten Rest Freiheit wird. Sehr passend finde ich dabei, dass der Autor sein Buch im Boston der 1960er Jahre spielen lässt. Ich mag die bildreiche Sprache des Autors und habe Firmins Umgebung stets vor Augen. Ich liebe die vielen unterschiedlichen Bücher, die aus den Regalen geholt werden. Von den beiden Menschen in Firmins Leben könnte ich wahrscheinlich sogar ein Pantombild zeichnen. Und stets wartete ich gespannt darauf, zu erfahren, wie es denn diese traurige Ratte geschafft hat, ihre Memoiren zu Papier zu bringen. Firmin ist für mich eine ganz typische Leseratte, die trotz aller depressiven Phasen immer noch versucht, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Und seine Autobiografie war mir ein angenehmer Lesestoff.

Wer allerdings ohnehin zu Depressionen neigt, dem sei gesagt: dies ist kein Buch für trübe Herbsttage.

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Bewertung von Alice aus Bayern am 06.01.2009 ***** sehr gut
Als eines der 13 Geschwister wird Firmin geboren. Firmin ist der Kleinste und Schwächste von allen und geht um im Kampf um Nahrung unter. Überleben kann er nur indem er die Bücher frisst, die sich überall um ihn herum befinden. Mit der Zeit merkt Firmin, dass das was er da frisst auch was anderes ist als nur "Nahrungsersatz". Er liest sich durch die Literatur und lernt diese lieben. Dem Autor ist ein sehr schönes aber auch überaus trauriges Buch gelungen.

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Bewertung von Amber aus Hessisch Lichtenau am 22.12.2008 ***** gut
Was ist eine Leseratte? Eigentlich ein Mensch der viel liest, oder? In diesem Buch gibt es wortwörtlich um eine Leseratte. Ihr Name ist Firmin und er ist das 13 Kind einer Rattendame die sich einen Keller unter einem Buchladen zum Gebären ausgesucht hat. Diese Tatsache besiegelt Firmins Schicksal. Anders als seine anderen Geschwister und Brüder verlässt er den Buchladen nicht und so knabbert er sich munter durch die ganze literarische Bandbreite. Und knabbern tut er wirklich. Jedes Buch hat für ihn eine andere Geschmacksrichtung, mal süß, mal sauer oder auch bitter. Da bekommt die Bezeichnung „Schwere Kost“ eine ganz andere Bedeutung. Ein anderer wichtiger Aspekt des Buches ist, dass die Ratte Firmin sich vermenschlicht. Er schaut sich gerne Filme im Lichtspielhaus an, und träumt sich selber in die Rollen hinein. Und nie als Ratte, nein, er träumt davon Mensch zu sein. Auch möchte er gerne Beziehungen zu Menschen führen. Dafür lernt er sogar einen Satz in Gebärdensprache. Aber bekanntlich ist es schwer sich mit Tieren zu unterhalten, und so werden Firmins Bemühungen nicht gesehen oder er erschreckt die Menschen. Bis er irgendwann einen Menschen findet der ihn wenigstens ein bisschen zu verstehen scheint.
Eine Besonderheit an diesem Buch ist, dass gänzlich die wörtliche Rede fehlt. Hier gibt es keine verbalen Schlagabtausche, alles wird in einer Ich-Erzählung aus der Sicht Firmins aufgezeigt. Das hat zur Folge dass die Geschichte manchmal etwas vor sich herschleicht und manche Passagen etwas uninteressant erscheinen.
Das Cover des Buches ist auch sehr schön gestaltet. Die Seiten sind uneben und lassen das Buch „alt“ aussehen. Das Cover ziert eine gemalte Ratte mit großen Augen und die Farbe lässt an Pergament erinnern. Auch ein Lesebändchen ist dabei.

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Bewertung von vöglein aus B.-W. am 12.12.2008 ***** weniger gut
Schade,die Leseprobe war schon nicht mein Ding, trotzdem habe ich mich auf das Buch eingelassen. Die Aufmachung fand ich wirklich passend und auch die "angefressenen" Seite sind gelungen. Leider kann ich das Buch nicht wirklich empfehlen, obwohl ich gerne getan hätte.....es passt für mich in kein Genre und ist, obwohl von der Idee her ganz spaßig, für meinen Geschmack zu langweilig und zu "vermenschlicht". Konnte mich nicht so richtig reinfinden. Schade....schöne Aufmachung, aber lahmer Inhalt!

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Bewertung von Fabulanta aus Plüderhausen am 06.11.2008 ***** gut
ch habe mir das Buch gekauft, da mir das etwas andere Cover ziemlich angesprochen. Als ich es hatte, musste ich sofort mit dem Lesen beginnen.

Anfangs hatte ich noch Mitleid mit Firmin. Es wächst mit unzähligen anderen Geschwistern auf und die Mutter hat ein Alkohol Problem. Er ist die schwächste und kleinste Ratte unter seinen Geschwistern (was ja auch Vorteile haben kann). Nach und nach wird seine Familie immer kleiner und kleiner, was unseren Helden aber nicht weiter stört. Er nutzt die Möglichkeit und erkundet sein Umfeld (Buchladen), desweiteren geht er ins nahe gelegene Kino ums sich dort Filme anzuschauen und seinen Hunger (physischen) Hunger zu stillen.

Bis knapp über die Hälfte hat mir das Buch richtig gut gefallen, doch ab da wurde das Buch zunehmend langweiliger und ich war richtig froh, als ich das Ende (was meiner Meinung nach ziemlich abrupt kam) gelesen habe.

Das Buch hatte so viel Potential um ein richtig gutes Buch zu werden. Schade, dass der Autor dieses Potential nicht nutzen konnte, daher bekommt das Buch auch nur drei Sterne von mir.

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Bewertung von katharina1981 aus Offenbach am 03.11.2008 ***** sehr gut
Ich wusste nicht genau, was mich bei diesem Buch erwartet, aber ich war neugierig es zu erfahren, deshalb habe ich mir dieses Buch gekauft.
Zuerst möchte ich einmal sagen, dass die äußere Form des Buches echt klasse ist und toll zu der Geschichte passt.
Das Buch kommt daher wie ein altes Buch, etwas dunkleres und rauheres Papier und die Seiten ungleichlang geschnitten, wirklich eine tolle Idee.
Auch die Geschichte hat mir gut gefallen, Firmin ist nicht wie die anderen Ratten, er ist Schlauer, aber körperlich sehr schwach.
Seine körperliche schwäche wird im oft zum Problem, allerdings schafft er es durch seine Intelligens trotzdem durchs Leben.
Er ernährt sich zunächst von Bücher und erlernt dann später das Lesen. Er liest sich durch die Weltliteratur und denkt viel über die Welt zu wissen, muß aber bald Feststellen, das das wahre Leben oft anders aussieht.
Er erfährt, das die Menschen den Ratten gegenüber nicht gerade freundlich gesinnt sind.
Er findet dann doch noch einen "Menschlichen Freund", der aber nicht das besondere in ihm endeckt. Er führt ein sehr einames Leben und stirbt einen einsamen Tod.
Das Buch ist sehr gut geschrieben und verbirgt auch einen tieferen Sinn, dieses Buch erzählt viel über das Leben und das tägliche miteinaner, nicht nur über ein "Rattenleben" sondern auch über das "Menschenleben".
Ich kann das Buch nur empfehlen!

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