Finstere Orte - Flynn, Gillian
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Finstere Orte

Thriller

Gillian Flynn 

Aus d. Amerikan. v. Christine Strüh
Gebundenes Buch
 
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Finstere Orte

Keine schreibt dunkler und verstörender Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren Bruder für immer hinter Gitter brachte.

Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr - so wie damals.

"Finstere Orte fesselt von der ersten Seite an und lässt einen nicht mehr los."

Karen Slaughter "Gillian Flynn ist einsame Spitze - eine scharfe, bittere, herausfordernde Geschichtenerzählerin mit einem Hang für das Makabre." Stephen King


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Scherz
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 527 S.
  • Seitenzahl: 527
  • Deutsch
  • Abmessung: 22 cm
  • Gewicht: 716g
  • ISBN-13: 9783502100959
  • ISBN-10: 3502100950
  • Best.Nr.: 27957137
Rezensent Jens Bisky hat dieser Hörbuchfassung von Gilian Flynns Thriller "Finstere Orte" gebannt gelauscht. Der "analytisch gebaute Familiengeheimnisthriller" - es geht um die ebenso einsame wie fiese Libby Day, deren Mutter und Schwestern vor zwanzig Jahren angeblich von ihrem Bruder ermordet wurden - zeichnet sich für ihn durch die Intensität seiner Rollenprosa und durch überraschende Wendungen aus. Mit großem Lob bedenkt er die Leistung der Sprecher Adam Nümm und Anna Thalbach. Deren Darstellung der Einsamkeit und Verkommenheit Libbys findet er herausragend. Thalbach spreche Libby von Anfang an als Verlorene. Tatsächlich entsteht die Spannung dieses Hörbuchs für Bisky vor allem durch die Sprecher. Sein Fazit: eine "grandiose Thriller-Lesung".

© Perlentaucher Medien GmbH

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensent Jens Bisky hat dieser Hörbuchfassung von Gilian Flynns Thriller "Finstere Orte" gebannt gelauscht. Der "analytisch gebaute Familiengeheimnisthriller" - es geht um die ebenso einsame wie fiese Libby Day, deren Mutter und Schwestern vor zwanzig Jahren angeblich von ihrem Bruder ermordet wurden - zeichnet sich für ihn durch die Intensität seiner Rollenprosa und durch überraschende Wendungen aus. Mit großem Lob bedenkt er die Leistung der Sprecher Adam Nümm und Anna Thalbach. Deren Darstellung der Einsamkeit und Verkommenheit Libbys findet er herausragend. Thalbach spreche Libby von Anfang an als Verlorene. Tatsächlich entsteht die Spannung dieses Hörbuchs für Bisky vor allem durch die Sprecher. Sein Fazit: eine "grandiose Thriller-Lesung".

© Perlentaucher Medien GmbH
Gillian Flynn wuchs in Kansas City auf. Sie war als Journalistin für den San Francisco Examiner und U.S. News & World Report tatig, danach avancierte sie zur leitenden TV-Kritikerin von Entertainment Weekly. Die Autorin lebt in Chicago. "Cry Baby" ist ihr erster Roman.

Leslie Schwartz hat bereits mehrere Romane und auch Sachbücher geschrieben. Ihre Kurzgeschichten sind in Dutzenden von literarischen Zeitschriften erschienen, ihre Aufsatze wurden in der Los Angeles Time, Shape, Self und in anderen Zeitungen veröffentlicht. Sie unterrichtet Literaturwissenschaften an der UCLA Extension. Leslie Schwartz lebt in Los Angeles, Kalifornien.

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Kundenbewertungen zu "Finstere Orte" von "Gillian Flynn"

27 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.2 von 5 Sterne bei 27 Bewertungen   sehr gut)
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Bewertung von Gurke aus Berlin am 11.05.2013   sehr gut
Wenn ein Kind seine Eltern verliert ist das schlimm, wenn man als 7-Jährige allerdings mit anhören muss, wie die Mutter sowie die zwei Schwestern brutal abgeschlachtet werden und man nur selbst ganz knapp entkommen kann, ist das bestimmt mit keinem Wort zu beschreiben. In Libby Days Fall ist es zudem noch furchtbarer, denn ihr eigener Bruder soll für das Blutbad verantwortlich sein - so hat sie es jedenfalls der Polizei vor nun mehr 24 Jahren erzählt und seitdem sitzt er im Gefängnis, um zu büßen. Nie konnte sie die Geschehnisse vom 3.Januar.1985 richtig verarbeiten und lebt zurückgezogen von dem Spendengeld ihres Fonds - bis sie eine Einladung zum "Kill Club" bekommt, der sich für den Fall interessiert und gerne mit der einzigen Zeugin sprechen würde und die Dinge kritisch hinterfragt.

Die rauchige, so gar nicht liebliche und weibliche Stimme von Anna Thalbach passt perfekt zu der Protagonistin, die in ihrem Selbstmitleid nun schon so viele Jahre vor sich hin vegetiert. Man kann sich als Lauscher regelrecht vorstellen, wie sie in einer ausgeleierten Jogginghose und mit der Zigarette in der Hand über ihr Schicksal vor dem "Kill Club" redet, um Geld für den nächsten Einkauf zu verdienen.

Adam Nümm interpretiert seinen Teil (den Blick in die Vergangenheit) viel weicher und gibt dem vermeintlichen Täter Ben seine kindliche Ader zurück, die er in seiner Rolle als einziger Mann im Hause Day mit dem Auszug des Vaters angenommen hat. Durch diesen klaren Kontrast habe ich mich dabei ertappt, wie ich mich als Zuhörer sofort auf die Seite von Libbys Bruder geschlagen habe und mich über die fehlende Bereitschaft von Libby geärgert habe, in ihrem Leben endlich einen positiven Weg einzuschlagen.

Doch darf man sich so einfach beeinflussen lassen? War Ben vielleicht doch der Mörder seiner eigenen Familie? Wer sollte es sonst gewesen sein?

Es besteht kein Zweifel daran, dass Gillian Flynn es gelungen ist einen spannenden Thriller zu schreiben, der zutiefst bedrückt und an einigen Stellen sogar etwas verstört zurücklässt, weil sich über die Grausamkeiten in der Welt dort draußen die Nackenhaare sträuben. Dabei machen wir als Zuhörer die Bekanntschaft mit allerlei Menschen, die nicht mit dem Glück gesegnet wurden und in ihrer Verzweiflung bzw. Wut allerlei Unsinn anstellen - mit weitreichenden Folgen. Der Wechsel in den Kapiteln von damals und heute hilft dabei den gesamten Hintergrund zu überblicken und die einzelnen Sichtweisen zu verstehen (wenn auch nicht zu befürworten!).

Leider gibt es auch etwas unrealistische Szenen, zum Beispiel wie schnell Libby während ihrer Recherche an Informationen herankommt und sich scheinbar Fremde ihr gegenüber öffnen. Schwach war aus meiner Sicht ebenfalls die Auflösung, da dieser zwar ein großes Herzklopf-Finale vorausging und in sich auch logisch endet, aber trotzdem irgendwie nicht befriedigt.

Ich wollte unbedingt wissen, ob Ben schuldig ist bzw. wie schuldig er ist und obwohl mir kein Charakter im Buch richtig sympathisch war, habe ich mich gut unterhalten gefühlt und das ist die Hauptsache.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

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Bewertung von Youkixxx aus Kamp-Lintfort am 20.01.2012   sehr gut
Eine tolle Story! Vor allem weil Libby nicht unbedingt die smyphatischste Protagonistin ist. Sie lässt das Buch recht düster und eintönig erscheinen, nichts desto trotz muss man unbedingt weiterlesen, denn der Roman ist überhaupt nicht eintönig!
Bei den Zeitsprüngen und bei den wechselnden Erzählern musste man aufpassen, dass man die auch mitbekommt, kein Buch, das man mal eben so nebenher liest.

Absolut lohnenswert, mal wieder ein wunderbar, düsterer Thriller!

6 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von harakiri aus Ostalb am 26.07.2011   sehr gut
Spannung, die einen nicht mehr loslässt
Libby Day ist eine Verliererin. Sie hat als Kind ihre Familie verloren, sie hat keinen Job und kein Geld und darum muss sie sich nun nach 25 Jahren wieder mit dem Tod und der Ermordung ihrer Familie beschäftigen, weil ein sog. "KillClub" sie aufspürt und ihr Geld bietet dafür, dass sie u.a. mit ihrem Vater und ihrem Bruder spricht. Geld, das Libby dringend braucht, um existieren zu können. Neue Fakten tauchen auf - ist ihr Bruder tatsächlich der Mörder der Familie?

Sehr schnell wird einem klar, dass er es wahrscheinlich nicht gewesen ist, aber wer war es dann? Diese Spannung baut die Autorin gut auf, indem sie in jedem Kapitel die Zeit wechselt. Zwei Erzählstränge laufen parallel zueinander her, einer in der Gegenwart und einer in der Vergangenheit. Dadurch hält sie den Spannungsbogen hoch und man verschlingt ein Kapitel am anderen, weil man ja schließlich wissen muss wie es weiter geht und warum.

Der Leser bekommt dadurch einen minimalen Wissensvorsprung vor der Hauptakteurin.

Mir hat diese Erzählweise sehr gut gefallen und ich hab das Buch an einem Nachmittag verschlungen. Die Hausarbeit wurde dabei halt etwas vernachlässigt.

Ich fand das Buch sogar noch nen Tick besser als Cry Baby, da es realistischer geschildert wurde

2 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von zahnfee aus Wirdum am 11.05.2011   sehr gut
Libby Day war sieben Jahre alt als ihre Familie ausgelöscht wurde. Nur sie überlebte, weil sie in die eisige Winternacht davonlief. Ihr Bruder wurde als Mörder verhaftet und sitzt seit 25 Jahren im Gefängnis.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und zeigt dem Leser eine verbitterte Frau in den Dreißigern, die in ihrem Leben nichts geschafft hat, da sie ständig von den Dämonen der Vergangenheit verfolgt wird. Allerdings lebte sie auch ganz gut von den Dämonen, denn der Fond, den Spender für sie aufgebaut haben hat ihr den Lebensunterhalt gesichert. Als das Geld jedoch alle ist, muss Libby auf der Suche nach Finanzgebern das Angebot einer Gruppe annehmen, die ihren Bruder Ben für unschuldig hält und ihn aus dem Gefängnis freibekommen will. Der sogenannte " Kill Club" sammelt Beweismittel und persönliche Dinge und daher hofft Libby mit Sachen ihrer Familie , die sie aufgehoben hat Geld zu verdienen.

Doch der Club zwingt sie nicht nur zum Nachdenken sondern auch zu Begegnungen mit Ihrer Familie. Und Libby beginnt zu zweifeln und zu recherchieren.

Gilian Flynn hat mit Libby Day eine sehr unsympathische spröde Hauptfigur geschaffen in die man sich nur schwer hineinversetzen kann. Ihr Leben ist so ungewöhnlich, die Geschichte dramatisch. Die Vergangenheit wird teilweise aus der Sicht von Libbys Mutter und ihres Bruders miterzählt und erhält so verschiedene Sichtweisen des Geschehens. Die Kapitel sind klug unterteilt und das Buch ist abgesehen von einigen kleinen Längen sehr spannend, gerade weil die Erzählperspektive so ungewöhnlich ist.

Der Stil ist größtenteils flüssig, nur wenn es um Libby selber geht ist er genauso zerfahren wie ihr Leben, was der Figur noch mehr Tiefe verleiht.

Man sollte ein bisschen vorsichtig sein mit der Bezeichnung " Thriller". Meiner Meinung nach kann man dieses Buch als Solchen ruhig vermarkten, die Morde sind zwar vor 25 Jahren geschehen, aber " Thrill" ist hier eher der "Darkplace" in Libbys Kopf. Leser, die viele " frische" Leichen lieben werden hier eher enttäuscht.

Insgesamt fand ich das Buch sehr lesenswert, spannend und ungewöhnlich.

5 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Toto aus Westfalen am 31.03.2011   sehr gut
Eine Geschichte, in der der Großteil einer Familie brutal ermordet wird, will man eigentlich nicht lesen - dennoch ist der Roman von Gillian Flynn absolut empfehlenswert. Nicht nur die schnodderige Art der Protagonistin Libby, die im Grunde ihres Herzens ein verunsichertes und schuldbeladenes Mädchen ist, ziehen den Leser schnell in ihren Bann. Auch die Nebenfiguren - allen voran Libby's Bruder Ben - haben Klasse und zwingen zum Weiterlesen.

Das geschilderte Familienmileu, in dem Libby und Ben bis zu den Morden aufwachsen, gleicht einer Maske, die eine schwierige, aber halbwegs funktionierende Realität vortäuscht. Hinter dieser Maske kommt jedoch - langsam aber sicher - ein wahrer Albtraum zum Vorschein, der in einem Blutrausch endet.

Flynn versteht es, das Leben und die Probleme der Familie nachvollziehbar und glaubhaft zu schildern. Dabei lässt sie den Leser im Unklaren über die wirklichen Umstände des Verbrechens. Bis zum Ende ist die Lösung des Rätsels nicht vorherzusehen. Das ist es, was einen guten Thriller ausmacht.

Zu bemängeln ist vielleicht die teilweise etwas gewöhnungsbedürftige Sprache, die allerdings auf den zweiten Blick gut zur Protagonistin passt.

Alles in Allem ein Glücksgriff für alle, die nicht zu zartbesaitet sind und teuflische Spannung lieben. Ein "gefundenes Fressen" für Liebhaber der Bücher von Cody McFadyen, Jilliane Hoffman oder Mo Hayder.

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Bewertung von anyways aus greifswald am 04.02.2011   gut
Libby und Ben Day sind die beiden einzigen Überlebenden des Day-Massakers. Er sitzt seit 25 Jahren im Gefängnis und sie versucht ihr Leben auf die Reihe zu bekommen.

Als Libbys Treuhandvermögen aufgebraucht ist, keine neuen Spenden mehr eingehen und auch das Buch über ihr Leben keine Tantiemen einspielt geht sie in ihrer Not auf das etwas dubiose Angebot eines „Mörderclubs“ ein. Die Mitglieder dieses Clubs sind nämlich nicht der Überzeugung, dass der damals 15 jährige Ben Day seine Mutter und seine beiden minderjährigen Schwestern umgebracht hat und nur die damals 7 jährige Libby überleben ließ, sie glauben an seine Unschuld. Libby bekommt Angst, denn sie war es, die ihren Bruder durch ihre Aussage so belastete.

In Rückblenden werden nun die letzten gemeinsamen Tage der Familie Day geschildert.

Eine junge Frau, Anfang 30- die vom Leben vergessen wurde, die einen Bauernhof bewirtschaftet, der kein Geld abwirft, die vier Kinder ohne Mann aufzieht, die trotz der Weitläufigkeit der Landschaft eher klaustrophobischen Verhältnissen zu ihrer Nachbarschaft hat.

Man stellt schnell fest, dass die Dorfbevölkerung durch pure Dummheit und Arroganz zu diesem Massaker beigetragen hat.



Ein ganz interessantes Gesellschaftsporträt welches die Autorin hier zeichnet, trotzdem würde ich dieses Buch nicht als Thriller sondern eher als Roman bezeichnen. Zum wirklichen Thriller fehlt ihm der Biss und die Spannung, kurzum fesselnde Lektüre. Letzteres ist es nicht, durch die vielen Rückblenden der gesamten Familie und anderer Beteiligter, ist das Gesamtkonstrukt stark aufgebläht.



Alles in allem aber ein sehr interessantes Buch mit nur leichten dramaturgischen Schwächen.

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 02.02.2011   weniger gut
Libby wird Zeugin, wie ihre gesamte Familie von ihrem Bruder Ben ermordet wird. Das kleine Mädchen wird mit dem Verlust und der Tat nicht fertig. Jetzt, über zwanzig Jahre später, macht sie sich auf die Suche nach den Ursachen und stößt geheime Türen auf, die ihren Glauben in den Grundfesten erschüttert. Unterstütz von Lyle, einem Mitglied des Kill Clubs, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unschuldige Mörder aus dem Gefängnis zu befreien, nimmt Libby wieder Kontakt zu ihrem Vater Runner, ihrem Bruder Ben und ihrer Tante Diane auf.

Das Cover zeigt eine Tür, die durch ein Vorhängeschloss gesichert ist. Dem Leser wird bald klar, wofür diese Tür steht. Dem Käufer symbolisiert sie ein Geheimnis, welches entschlüsselt werden muss. Zusammen mit dem Klapptext verspricht es Spannung und abgrundtiefe Geheimnisse. Auch das rückwärtige Cover finde ich gut gewählt. Es zeigt eine heruntergekommene, verfallene Farm. Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, Schrecken.

Der Schreibstil von Gillian Flynn konnte mich nicht überzeugen. Er wirkt stellenweise abgehackt, unorganisiert und zerschrieben. Des öfteren irritiert das Buch mit Sätzen wie "Meine Mom, meine Schwestern, alle tot: Peng peng, hack hack, würg würg." Vermutlich soll es die Gedankengänge von Libby wiederspiegeln, die selber mit sich und der Welt im Unklaren lebt. Antriebslos, mutlos und verstört fließen die Tage an ihr vorbei. Sie lässt alles geschehen, ohne eingreifen zu können und zu wollen. Das Buch wird zum einen aus der heutigen Sicht Libbys geschildert und zum anderen aus der Sicht von Libbys Mutter und ihrem Bruder am Tag der Morde. Dies lockert das Buch zwar auf und der Leser verspürt eine gewisse Neugierde herauszufinden, ob der Fall so klar ist, wie anfangs geschildert, kann den verworrenen Inhalt des Buches aber nicht mehr retten. Die handelnden Personen werde klar und ausführlich geschildert, für mich aber ziemlich an der Realität vorbei.

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Bewertung von schliesi aus Hessen am 08.07.2010   ausgezeichnet
Inhalt:

Die 7-jährige Libby überlebt schwer traumatisiert ein Familienmassaker, dem ihre Mutter und ihre 2 Schwestern zum Opfer fallen. Der mutmaßliche Mörder der Familientragödie ist ihr Bruder Ben, der nun seine Gefängnisstraße absitzt. Libby wächst bei ihrer Tante und in Pflegefamilien auf, bekommt aber ihr Leben nicht richtig in den Griff. Eine Wendung erfährt sie erst, als die Spendengelder von denen sie lebt langsam zur Neige gehen und sie das Angebot eines Clubs annimmt, der sich mit scheinbar unaufgelösten Kriminalfällen beschäftigt. Sie entschließt sich, da sie Geld dafür bekommt, Kontakt mit ihrem Bruder im Gefängnis aufzunehmen und so fängt Libby langsam an, sich der Vergangenheit zu stellen.

Meine Meinung:

Der Thriller wird aus Sicht von Ben Day (dem mutmaßlichen Mörder), von Patty Day (der Mutter) und auch auch Sicht von Libby (der Überlebenden des Massakers) beschrieben. Gillian Flynn lässt so den Leser nochmal den Tag des Verbrechens Revue passieren und man bekommt Einblicke in das Leben und die Denk- und Sichtweise der Beteiligten. Die Autorin versteht es die Spannung kontinuierlich von Kapitel zu Kapitel zu steigern. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die schwierigen Lebensumstände der Protagonisten sind detailliert und nachvollziebar beschrieben. Die Handlung ist spannend, sehr bewegend, teilweise recht düster und melancholisch und war zu jeder Zeit nachvollziebar und stimmig. Der Thriller hat mich in seiner Gesamtheit fasziniert, das beste Buch, das ich seit langer Zeit gelesen habe.

8 von 14 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von kleinfriedelchen aus Berlin am 07.07.2010   ausgezeichnet
Libby Day war erst sieben, als ihre Mutter und ihre zwei Schwestern brutal ermordet wurden. Sie selbst konnte entkommen und brachte mit ihrer Aussage ihren fünfzehnjährigen Bruder Ben lebenslänglich ins Gefängnis. Jetzt, 25 Jahre später, lebt sie ohne Ziel in den Tag hinein und denkt immer öfter über Selbstmord nach. Als ihr das Geld auszugehen droht, von dem sie bisher dank großzügiger Spenden von mitfühlenden Menschen gelebt hat, muss sie sich eine neue Einkommensquelle suchen. Wie wunderbar passt ihr da das Angebot des sogenannten „Kill Club“, dessen Mitglieder mysteriöse oder unaufgeklärte Mordfälle untersuchen, quasi als Hobby. Für ein paar Gespräche und Souvenirs aus der Familie soll sie eine ordentliche Stange Geld bekommen.

Doch das Treffen mit den Mitgliedern läuft nicht gut für Libby. Die anderen sind von der Unschuld ihres Bruders überzeugt, man wirft ihr vor, in ihrer Aussage gelogen zu haben, in der sie ihren Bruder als Mörder identifiziert hat. Wie erklärt sie sich die Ungereimtheiten, die am Tatort aufgetaucht sind? Von wem stammt der blutige Fußabdruck, der nicht zu Ben gehört? Und welches Motiv hätte er gehabt? Könnte nicht eher ihr verschuldeter, alkoholsüchtiger Vater der Täter sein? Libby ist alles andere als begeistert, dass man sie als Lügnerin hinstellen will, doch schon bald nach dem Treffen regen sich auch bei ihr Zweifel. Und so beginnt sie, in ihrer Vergangenheit zu forschen und muss feststellen, dass ihr Bruder vielleicht tatsächlich unschuldig im Gefängnis sitzt…

Abwechselnd aus Libbys Sicht, die in der Gegenwart nach Hinweisen forscht, und aus Sicht ihrer Mutter und ihres Bruders, die den Tag vor den Morden schildern, wird die Geschichte erzählt. So ergibt sich nach und nach ein Bild der Umstände, die zu den Morden geführt haben.

Thriller machen immer dann besonders Spaß, wenn man als Leser in die Fußstapfen von Miss Marple oder Columbo treten kann. Wenn man Spekulationen über den Mörder machen und jeden Verdächtigen kritisch beäugen kann. So bietet auch „Finstere Orte“ genug Stoff zum Mitraten. Verdächtige werden eingeführt und entlastet, Beweise aufgedeckt und gesammelt. Das Rätsel um die Morde an Libbys Familie bleibt bis zum Ende spannend und unvorhersehbar. Der Plot ist dabei genauestens durchdacht, jedes kleine Detail wird irgendwann aufgegriffen, so dass keine Ungereimtheiten bleiben.

Mit der Protagonistin Libby als Hauptcharakter ist die Autorin ein großes Risiko eingegangen, ist Libby anfangs doch alles andere als sympathisch und könnte den Leser eher abstoßen. Verlogen, gerissen, habgierig, ein Langfinger. So lernen wir die Einunddreißigjährige kennen. Kein Lebensziel vor Augen. Doch genau diese Mischung lässt sie so normal und realistisch erscheinen. Und trotz ihrer Charakterschwächen wächst Libby einem langsam ans Herz, wobei sie natürlich auch nach und nach eine charakterliche Veränderung durchläuft.

Mein Fazit: „Finstere Orte“ ist ein gelungener, wohldurchdachter und spannender Thriller mit glaubhaften Charakteren und logischem Ende. Klare Leseempfehlung!

4 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von sueorange am 16.06.2010   sehr gut
Libby Day ist die einzige Überlebende des Massakers, das ihr Bruder Ben 25 Jahre zuvor auf der Farm der Familie angerichtet haben soll. Seit ihre Mutter Patty und ihre beiden Schwestern brutal ums Leben kamen, sitzt Ben im Gefängnis. Libby ist mittlerweile zu einer Frau heran gewachsen und ihre Geldreserven sind aufgebraucht. Bisher wurde sie aus einem Fond für Opfer früherer Gewaltverbrechen unterstützt. Da nun jedoch das Geld zur Neige geht, kommt ihr das Angebot eines seltsamen Clubs ganz recht. Sie nennen sich der „Kill-Club“ und befassen sich mit rätselhaften Verbrechen und möchten, dass Libby Nachforschungen anstellt. Dazu muss sie jedoch die Gedanken an die damalige Nacht zu lassen und muss sich auch noch einmal mit ihrer eigenen Aussage auseinander setzen, die sie als kleines Mädchen getätigt hatte und die ihren Bruder schwer belastete. Hat sie das Verbrechen damals tatsächlich gesehen oder wurden ihr die Worte nur in den Mund gelegt. Ist Ben möglicherweise doch unschuldig?

Die Perspektive wechselt immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her und wird aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt. Von Anfang bis Ende bleibt das Buch spannend. Die Geschichte besteht aus vielen kleinen Facetten, die wie Mosaikteilchen ein Ganzes bilden und den Leser bis zum Schluss gefangen nehmen.

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