Finsterau - Schenkel, Andrea M.
Videoclip

Andrea M. Schenkel 

Finsterau

Kriminalroman

Gebundenes Buch
 
4 Kundenbewertungen
***** sehr gut
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
17 ebmiles sammeln
EUR 16,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Finsterau

Das meint die buecher.de-Redaktion: Andrea M. Schenkel ist zurückgekehrt zu Ihrem Erfolgsrezept - wie in "Tannöd" liefert ein historisches Verbrechen die Vorlage für ihren neuen Krimi "Finsterau". Und wie in "Tannöd" ist es ihr gelungen, in nüchterner und beeindruckender Sprache eine Welt wiedererstehen zu lassen, die längst dem Vergessen anheimgefallen war. Aber nicht nur das: Finsterau ist mörderspannend, und die Atmosphäre, die Andrea Schenkel schafft, zieht einen von der ersten bis zur letzten Seite unweigerlich in ihren Bann!

Johann Zauners Leben ist nie leicht gewesen: Der Erste Weltkrieg, harte Arbeit als Tagelöhner, die Ehe mit Theres, die lange ohne Kinder blieb, dann Afras Geburt, von klein auf widerspenstig und störrisch. Nur der Glaube hat ihm Halt gegeben, auch als die Nazis an die Macht kamen, die er verachtete. Als Johann in der Kirche für seinen Glauben aufstand, wurde er abgeholt. Nach seiner Rückkehr aus dem Gefängnis ist er still geworden. Auch als Afra, die ungehorsame Tochter, schwanger zurückkehrt, schweigt er. Dann kommt Albert zur Welt, und in dem kleinen Dorf spricht man immer lauter über die Häusler und ihre liederliche Tochter. Einmal mehr hat Andrea Maria Schenkel einen historischen Mordfall in einen atemberaubend spannenden Krimi verwandelt.


Produktinformation

  • Abmessung: 212mm x 134mm x 17mm
  • Gewicht: 238g
  • ISBN-13: 9783455403817
  • ISBN-10: 3455403816
  • Best.Nr.: 34557667

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Am liebsten mag der Rezensenten an Andrea Maria Schenkels Krimis die schön alten bäuerlichen Wörter: "Dupfen, Hatschern, Schweiben und Gneißen". Und wenn Schenkel dann auch noch moderne Erzähltechniken mit einem archaischen Stoff unter einen Hut bringt, findet Martin halter dies ganz reizvoll. Aber am Ende nicht genug. Die Geschichte um einen brutalen Bauern, der beschuldigt wird, seine Tochter und ihr uneheliches Kind umgebracht zu haben, ist ihm vor allem zu kurz. Da habe sich Schenkel zu wenig Platz eingeräumt, auszuholen, den Figuren Farbe zu geben und Spannung aufzubauen, wie Halter beklagt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.03.2012

KURZKRITIK
Rushhour im
Herrgottswinkel
Andrea Maria Schenkels „Finsterau“
Wieder mal hat Andrea Maria Schenkel aus den Pilzen, die im Schatten der Heimatidylle gedeihen, ein giftiges Süppchen angerührt. Wäre sie nicht die Waldfee des rustikalen Bayern-Krimis, sondern Agatha Christie, dann müssten sich am Ende ihres neuen Romans „Finsterau“ die Verdächtigen im Stuhlkreis versammeln und ein detektivisches Genie würde den Täter überführen. Doch erstens gibt es in „Finsterau“ keinen Ermittler, zweitens war der Mörder geständig, und drittens spielt das Buch nicht auf einem Nil-Dampfer oder im Orient-Express, sondern unter lauter verlorenen Landeiern auf einem abgelegenen Hof im Bayerischen Wald kurz nach dem Krieg. Doch die Unwahrscheinlichkeit, dass hier im selben Zeitfenster gleich fünf Männer unabhängig voneinander aufgetaucht sein sollen, von denen jeder die 24-jährige Afra und ihren kleinen Sohn mit dem Hackebeilchen erschlagen haben könnte, kompensiert die Autorin durch eine Bröckchen-Technik aus dem literarischen Hauswirtschaftskurs. Multiperspektivisch und achronologisch wird die simple …

Weiter lesen
Andrea Maria Schenkel, 1962 geboren, gilt als eine der renommiertesten Kriminalautorinnen Deutschlands. 2006 erschien ihr Debüt "Tannöd", mit dem sie großes Aufsehen erregte. Der Roman wurde 2007 mit dem Deutschen Krimi-Preis, dem Friedrich-Glauser-Preis und der Corine ausgezeichnet. 2008 folgte der renommierte Martin Beck Award für den besten internationalen Kriminalroman. Das Buch wurde in bislang 20 Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt. Auch für ihr zweites Buch "Kalteis" bekam sie begeisterte Kritiken und erhielt 2008 erneut den Deutschen Krimi-Preis. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Regensburg.

Videoclip zu "Finsterau"

Kundenbewertungen zu "Finsterau" von "Andrea M. Schenkel"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.8 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(1)
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
 
(2)
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Finsterau" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Xirxe aus Hannover am 15.10.2012 ***** sehr gut
Kurz nach dem II. Weltkrieg: In Finsterau, tief im Bayrischen Wald, werden die junge Afra und ihr kleiner unehelicher Sohn mit einem Hackbeil erschlagen in ihrem Zuhause aufgefunden. Daneben sitzt ihr Vater, blutverschmiert, nicht ansprechbar. Die Sache scheint klar: Er hat beide getötet aus Wut auf den losen Lebenswandel seiner Tochter. 18 Jahre später lallt ein völlig betrunkener Hausierer im Gasthaus von Finsterau, er wüsste, dass für einen bestimmten Mord der Falsche verurteilt wurde. Als der Wirt bei dem Zecher ein Bild des hiesigen Staatsanwalts von früher findet, erzählt er dem Juristen von seiner Entdeckung, der den Fall daraufhin noch einmal unter die Lupe nimmt.
Andrea Maria Schenkels Schreibstil ist speziell. Es gibt keinen chronologischen Ablauf, sondern diverse Beteiligte berichten, wie sie damals die Situation erlebt haben. Daneben steuert Afras Geschichte unaufhaltsam auf den grausamen Moment zu und man (also ich ;-)) weiß wirklich bis zum Schluss nicht, wer nun der Täter war. Dieses fast in Dokumentarform erzählte Verbrechen ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Die einzelnen Abschnitte sind recht kurz und jeweils im Stil der erzählenden Person verfasst, so dass ein durchgehender Lesefluss wie beim Lesen eines 'normalen' Romans eher nicht entsteht. Stattdessen ist es mehr wie das Lesen einer Gerichtsakte, was (zumindest für mich) die Spannung dennoch nicht mindert. Durch die Anpassung der Sprechweise an die jeweiligen Personen wirkt das Ganze ausgesprochen authentisch - schade jedoch, dass es kein Glossar gibt. Denn insbesondere bei den Schilderungen von Afra und auch ihrem Vater werden sehr viele, damals wohl gängige, Ausdrücke benützt, von denen ich nur Bahnhof verstehe (Höll, Grand, anhabisch...).
Besonders beeindruckte mich wie es der Autorin gelingt, einem beim Lesen klar zu machen, wie schnell und leicht man die einfachsten Dinge fehlerhaft interpretiert und damit zu einem falschen Urteil kommt. Beispielhaft sind hier die zwei Abschnitte, in denen der gleiche Sachverhalt aus zwei Sichtweisen erzählt wird. Und plötzlich sieht alles, alles ganz anders aus.
Abzug bei der Punktzahl gibt es für den meiner Meinung nach völlig überzogenen Preis bei gerade einmal 110 Seiten ('netto').

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Sabine Meier am 21.04.2012 ***** gut
Dieses Buch habe ich gekauft, ohne vorher zu überlegen, ob es denn wirklich wieder eine Story sein wird, die mich gefangen hält.
Andrea Maria Schenkel hat mich noch nie enttäuscht und ihre Bücher verbannen mit ihrer Klarheit und Spanung, die mit jedem kleinem Kapitel aufgebaut wird.
Gelesen habe ich dieses dünne Buch an einem Abend.
Mit viel Freude aber auch leicht verärgert, dass es so schnell vorbei war mit den wenigen Seiten guten Lesestoffes.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von TS aus Freyung am 13.04.2012 ***** ausgezeichnet
Wieder die Brüchigkeit der Dorfidylle, die Unbarmherzigkeit und Gnadenlosigkeit derer, die mit ihrer religiösen Einfalt und Verblendung Unglück über Familien bringen ,die der Dumpfheit und moralischen Desolatheit der Nachkriegszeit wie ohnmächtig ausgeliefert sind, erzählt A.Schenkel unaufgeregt , authentisch und ohne zu werten...zutiefst anrührend .

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von rumble-bee aus Velbert am 20.03.2012 ***** gut
Noch nie ist es mir so schwer gefallen, ein Buch zu rezensieren. Oder fast nie. Ich fühle mich ein wenig wie eine gespaltene Persönlichkeit - denn wäre dies das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen hätte, würde meine Bewertung deutlich anders ausfallen. Doch - soll man sagen "leider"? - ich kenne schon ihre drei ersten Bücher. Und insbesondere im Vergleich zum preisgekrönten "Tannöd" kann ich nun dieses Buch, "Finsterau", nicht mehr so unbefangen bewerten.

Auf Einzelheiten der Handlung will ich gar nicht weiter eingehen. Denn bei der Kürze des Buches ist eine Nacherzählung fast so lang wie das Buch selber. Klingt böse, ist aber - wiederum leider - fast wahr.

Es war gut, dass es eine Leserunde zu diesem Buch gab. Das hat meine Zweifel und meinen Frust ein wenig aufgefangen. Besonders die Kommentare der begeisterten "Erstleser" haben mir vor Augen geführt, dass man vielleicht nicht zu streng mit Frau Schenkel ins Gericht gehen sollte.

Es stimmt schon, ihr Patentrezept, das sie in diesem Buch nur unwesentlich verändert, wirkt wieder einmal. Ein historischer Kriminalfall im hinterletzten bayrischen Dorf. Schwierige Familienverhältnisse. Wechselnde Erzählperspektiven, die jeweils die Sicht einer der damals beteiligten Personen beleuchten. Kurze, knappe Sätze, die gut zur Stimmung passen. Dramatische Enge und Armut, gepaart mit Vorurteilen. Viele tragische Einzelheiten, die damals zu einer vorschnellen Verurteilung führten. Und ein Zufall viele Jahre später, der zur Wiederaufnahme des Verfahrens führt.

Nicht umsonst lautet ein bekanntes Sprichwort, der Schuster solle lieber bei seinen Leisten bleiben. Vermutlich hat Frau Schenkel nun einmal diesen Stil, genau diese Fähigkeiten. Reicht es für mehr nicht? Oder wollte sie, nach der Bauchlandung mit "Bunker", sich erst einmal wieder auf vertrautes Terrain wagen? Das Buch an sich war ja nicht einmal schlecht. Aber es verursacht mir dennoch Bauchschmerzen. Mir fehlt so viel - ich hätte mir durchaus mehr, oder zumindest anderes, gewünscht. Das Buch wirkt auf mich wie ein Weihnachtsbaum aus Plastik, mit nur einer einzigen Kugel dran. Da würde ich auch sagen, hm, das Prinzip wurde ja durchaus richtig begriffen - es hätte aber deutlich mehr sein können.

Der Stil von Frau Schenkel ist eben ganz "passgenau" rein auf den damaligen Tathergang ausgerichtet. Auf dessen Rekonstruktion. Soweit es dafür nötig und dienlich ist, werden die Menschen und ihre Motive auch beschrieben. Aber davon werde ich als Krimileser nicht "satt". Was ist mit den Hintergründen? Mit der Vorgeschichte, insbesondere, was die in Ungnade gefallene Tochter Afra betrifft? Was ist mit der Nazi-Vergangenheit des Dorfes? Was wird aus dem fälschlich Verhafteten?? Kommt er frei, wird er rehabilitiert?? Alle diese Fragen würden aus dem Buch für mich nicht nur eine nette, flott gelesene "Geschichte", sondern einen echten "Kriminalroman" machen.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Finsterau" von Andrea M. Schenkel ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

11 Marktplatz-Angebote für "Finsterau" ab EUR 6,30

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; gut 4,00 2,05 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal Berliner Buechertisch e.V. 99,7% ansehen
7,95 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), offene Rechnung Davids Antiquariat + catch-a-book 99,6% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,99 1,70 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung huckabees 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 9,90 1,30 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, Banküberweisung primatexxt Buchversand 99,9% ansehen
wie neu 10,00 1,20 Banküberweisung bücherfreude 97,7% ansehen
wie neu 11,80 1,20 PayPal, Selbstabholung und Barzahlung Mbote 100,0% ansehen
wie neu 14,00 1,60 Banküberweisung Scheuenstuhl 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 14,19 0,00 Kreditkarte, offene Rechnung AHA-BUCH GmbH 99,2% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 15,19 0,00 Kreditkarte, offene Rechnung AHA-BUCH GmbH 99,2% ansehen
Wie neu 16,30 0,00 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchversand Zorneding 99,1% ansehen
Wie neu 16,50 0,00 Banküberweisung robo-buch 98,3% ansehen
Andere Kunden kauften auch