Quelle: Wikipedia. Seiten: 57. Kapitel: Hyperinflation,
Tulpenmanie, Weltwirtschaftskrise, Asienkrise, Argentinien-Krise,
Kreditklemme, Spekulationsblase, Contagion-Effekt, Russlandkrise,
Dotcom-Blase, Long-Term Capital Management, Hyman Minsky,
Südseeblase, Mississippi-Spekulation, Bubble Economy, Stresstest,
Immobilienblase, Lateinamerikanische Schuldenkrise,
Florida-Landboom 1926, Tequila-Krise, Brasilienkrise, Pfundkrise,
Währungskrise, Enronitis, Verschuldungskrise, Resolution Trust
Corp.. Auszug: Bei der Tulpenmanie (auch Tulipomanie, Tulpenwahn,
Tulpenfieber oder Tulpenhysterie; niederländisch , oder ) handelt
es sich um eine Periode im Goldenen Zeitalter der Niederlande, in
der Tulpenzwiebeln zum Spekulationsobjekt wurden. Tulpen waren seit
ihrer Einführung in die Niederlande in der zweiten Hälfte des 16.
Jahrhunderts ein Liebhaberobjekt. Sie wurden in den Gärten der
sozial gehobenen Schichten des gebildeten Bürgertums, der Gelehrten
und der Aristokratie kultiviert. Zu den auf Tauschhandel
gegründeten Beziehungen dieser Liebhaber kam zum Ende des 16.
Jahrhunderts der kommerzielle Handel mit Tulpen hinzu. In den 30er
Jahren des 17. Jahrhunderts steigerten sich die Preise für
Tulpenzwiebeln auf ein vergleichsweise sehr hohes Niveau, bevor der
Markt zu Beginn des Februars 1637 abrupt einbrach. Die Tulpenmanie
wird als die erste relativ gut dokumentierte Spekulationsblase der
Wirtschaftsgeschichte angesehen. Sie wird auch metaphorisch zur
Charakterisierung anderer, anscheinend irrationaler und riskanter
Finanzentwicklungen gebraucht. Die Deutungen über den Anlass, den
Verlauf und die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der
Tulpenmanie gehen auseinander. Für die traditionelle Lesart der
Ereignisse und Auswirkungen, die sich schon in der zeitgenössischen
Kritik findet und von späteren Interpretationen aufgegriffen wurde,
waren in den Handel mit Tulpen in den 1630er Jahren große Teile der
niederländischen Bevölkerung bis in die untersten
Gesellschaftsschichten involviert. Der rasche Preisverfall habe
demgemäß den Ruin vieler Beteiligter bedeutet und der
niederländischen Wirtschaft insgesamt einen schweren Schaden
zugefügt. Neuere Lesarten bemühen sich hingegen, den Preisanstieg
und Preisverfall von Tulpen nicht als irrationale Manie
darzustellen. So beschreiben die Preiskurven von Tulpen und anderen
neu eingeführten Blumen wie Hyazinthen einen ähnlichen Verlauf. Die
Tulpenmanie war demnach kein singuläres Ereignis. Untersuchungen
des Wandels der gesetz
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