Fifth Avenue - Wackwitz, Stephan

Stephan Wackwitz 

Fifth Avenue

Spaziergänge durch das letzte Jahrhundert

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Fifth Avenue

Die Fifth Avenue im Herzen New Yorks ist die Hauptstraße des 20. Jahrhunderts. Schnurgerade geht ihr Lauf durch die Kulturgeschichte der Moderne. Einige der berühmtesten Museen der Welt liegen an ihr und epochale Bauwerke wie das Empire State Building. Stephan Wackwitz folgt ihr von einem unscheinbaren Verkehrskreisel in Harlem bis in die Künstlerwelten von Greenwich Village. Er trifft die mächtigen Kuratoren des Metropolitan Museum, erhält Zugang zu den Wohnungen der Superreichen am Central Park und beschreibt die exaltierten Bewohnerinnen von Midtown Manhattan. Und zeichnet in einzigartig persönlicher Weise das Bild eines von Erinnerungen, Träumen, Sehnsüchten und Visionen unaufhörlich belebten Weltboulevards.


Produktinformation

  • Abmessung: 210mm x 125mm x 28mm
  • Gewicht: 410g
  • ISBN-13: 9783100910592
  • ISBN-10: 3100910591
  • Best.Nr.: 29508264

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Andrea Köhler preist Stephan Wackwitz' Essay über die New Yorker Fifth Avenue, der unter der Feder des Autors ganz neue Tiefe abgewonnen wird, wie sie feststellt. Über die "berühmteste Einbahnstraße der Welt" ist schon viel geschrieben worden, Wackwitz beweist aber einen höchst eigenwilligen Blick, indem er in der Fifth Avenue nicht nur eigene Kindheitserinnerungen, sondern die historischen und kulturgeschichtlichen Aufbruchs- und Verfallserscheinungen des 20. Jahrhunderts aufspürt, so die Rezensentin eingenommen. Insbesondere die "höchst reflektierte Anteilnahme", mit der der Autor sich den Museen und Kunstsammlungen widmet, offenbart ein zwiespältiges Verhältnis zur Kunst, das sich Wackwitz zweieinhalbjährig einpflanzte, als er mit seiner Mutter, einer aufstrebenden Modezeichnerin, nach New York zog, erfahren wir. Köhler ist dem Autor sehr gefesselt auf seinen Streifzügen durch New York gefolgt und seine Erzählung sendet für sie ein "betörend romantisches Echo" aus, besonderes wenn sie sich den Kontrast von Wackwitz' Stadtbild zum zeitgenössischen New York vor Augen führt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.09.2010

Diese Straßen haben immer neue Gedanken
Verwandlung des Klassenkampfs in Kulturkämpfe: Stephan Wackwitz spaziert durch New Yorks Fifth Avenue
Gut, also die Fifth Avenue diesmal. Von Norden her abgewandert und erzählt. Wäre hier ein anderer unterwegs als Stephan Wackwitz, einer jener profan erleuchteten Flaneure womöglich, dann läse sich das Ganze entweder wie die mit viel Zivilisationskritik abgeschmeckte Topographie einer für Europäer irgendwie undurchdringlichen Metropole, oder als verdammt witzige Betriebsanleitung für New York-Besucher, vulgärsoziologische Einwohnerporträts inklusive.
Man darf für diesen fulminant vielschichtigen personal essay von Wackwitz durchaus solche Varianten populärer Reiseliteratur als Vergleich heranziehen, zumal Wackwitz dies an mehreren Stellen seines Buches selbst tut. Etwa in der Mitte ist von der Pausanias-Tradition der Reiseschriftstellerei die Rede, der ethnographisch, soziologisch und geographisch präzisen Ortskunde. Ihr gegenüber steht eine irgendwie surrealistische Beschreibungskultur, in der das Gesehene poetisiert und mystifiziert wird.
Stephan Wackwitz hat sich aus diesen Modellen …

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Stephan Wackwitz geboren 1952 in Stuttgart, studierte Germanistik und Geschichte in München und Stuttgart. Er arbeitete als Lektor für Deutsch am King's College in London, danach für das Goethe-Institut in Frankfurt am Main, Neu Delhi, Tokio und München. Seit 1999 leitet er das Goethe-Institut in Krakau. Neben zahlreichen Aufsätzen sind von ihm die Bücher "Kleine Reisen" und "Tokyo. Beim Näherkommen durch die Straßen. Essays", "Walkers Gleichung. Eine deutsche Erzählung aus den Tropen", "Die Wahrheit über Sancho Pansa" und die Monographie "Friedrich Hölderlin" erschienen.
Im Jahr 2010 wird Stephan Wackwitz mit dem Wilhelm-Müller-Preis des Landes Sachsen-Anhalt für sein literarisches Gesamtwerk geehrt.

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