Essstörungen als Ausdruck einer gestörten Mutter-Tochter-Beziehung
Die Zahl der an Essstörungen erkrankten Frauen nahm in den letzten
Jahrzehnten ständig zu, so dass man von einer regelrechten Epidemie
sprechen kann. Fachleute schätzen, dass jede dritte Schülerin
mindestens an einer Vorstufe von Essstörungen leidet. In der
heutigen westlichen Gesellschaft bekommt das Thema Essen eine
ambivalente Bedeutung: nicht nur der Genuss, sondern auch die Angst
vor Gewichtszunahme. Viele Medien suggerieren, dass nur, wer
schlank und schön ist, erfolgreich sein und Anerkennung bekommen
kann.Wie Essstörungen von normalem Essverhalten abgegrenzt werden
können, wird unter historischer und medizinischer Perspektive
erläutert. Informationen über die Häufigkeit von Essstörungen, die
symbolische Bedeutung von Hunger und Essen, Ursachen und Therapien
werden dargestellt. Welchen Einfluss die Mutter-Tochter-Beziehung
auf die Entstehung von Essstörungen hat und wie Essstörungen als
Ausdruck einer mangelnden Liebe von Frauen zum eigenen Geschlecht
aufgefasst werden können, wird untersucht. Darauf aufbauend werden
Forderungen an die Erwachsenenbildung abgeleitet.Dieses Buch
richtet sich an alle Personen, die sich mit dem Thema Essstörungen
auseinandersetzen möchten.
Petra Ketzner, Krankenschwester und Diplom-Pädagogin Studium der Erziehungswissenschaft Studienrichtung Sozialpädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Studienschwerpunkt Erwachsenenbildung an der Freien Universität Hamburg. Mutter von zwei Söhnen und einer Tochter.
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