Nach der von der Presse begeistert gefeierten Neuausgabe der drei
großen Bellow-Romane erscheinen nun endlich die gesammelten
Erzählungen des Literaturnobelpreisträgers in einem Band. Die
Auswahl traf Saul Bellow noch selbst, die Übersetzungen wurden für
diese Ausgabe überarbeitet. 2009 gab der Verlag Kiepenheuer &
Witsch die drei großen Romane Saul Bellows neu heraus. Für seine
Neuübersetzung von "Humboldts Vermächtnis" erhielt Eike
Schönfeld den Preis der Leipziger Buchmesse, Henning Ahrens
Übertragung von "Die Abenteuer des Augie March" pries
Denis Scheck als "grandios, weil sich dem Original
quecksilbrig anschmiegend" (Deutschlandradio). Parallel zum
Romanwerk schrieb Saul Bellow zahlreiche Erzählungen. Im kleineren
Ausschnitt begegnen uns auch hier die Roman-Themen Bellows - die
Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst, mit seinen eigenen
Ungereimtheiten und mit den Rätseln, grausamen Realitäten und
Merkwürdigkeiten der Welt um ihn herum. Der Band enthält, neben den
großen, klassischen Erzählungen und Novellen auch die Erzählung
"Am St. Lorenz", die hier zum ersten Mal in Buchform auf
Deutsch vorliegt. "Einfach ein Fest" San Francisco
Chronicle über die Erzählungen.
"Saul Bellow ist der beste amerikanische Schriftsteller, den
wir haben." -- The New York Times
"Bellows Werk ist unglaublich phantasievoll und
sprachmächtig." -- Salman Rushdie, The Sunday Times
Übersetzt von Walter Hasenclever (überarbeitet von Bärbel Flad),
Helga Pfetsch, Eike Schönfeld, Leonore Schwartz und Willi Winkler.
"Das beste Buch unseres größten Schriftstellers" Martin Amis
"Das beste Buch unseres größten Schriftstellers" -- Martin Amis
"Das beste Buch unseres größten Schriftstellers" Martin Amis
Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension
Bei der Besprechung dieser Anthologie mit Erzählungen und Briefen des amerikanischen Schriftstellers Saul Bellow gerät Rezensent Thomas David ins Schwärmen. Gern hat der Kritiker die dreizehn Erzählungen gelesen, in denen ihm viele "schillernde" Figuren begegnen, denen ihr Kampf um Lebenssinn und Respekt im modernen Amerika gemeinsam ist. Amüsiert begleitet David etwa die in der Provinz aufgewachsene Clara, die sich im New Yorker Modejournalismus genauso behaupten muss wie in ihren zahlreich gescheiterten Ehen oder einen in der Stadtverwaltung arbeitenden Akademiker, der am Zustellen eines Schecks des Wohlfahrtsamtes scheitert. Auch die ausgewählten, beeindruckend selbstreflexiven Briefe, die der Autor etwa an William Faulkner, Philip Roth, Martin Amis oder Cynthia Ozick schrieb, sprechen von einer Sehnsucht nach einer "mystisch-religiösen Existenz", die dem Materialismus "dieses verkorksten Zeitalters" trotzt, so der Kritiker, der diesen Band des Nobelpreisträgers nur empfehlen kann.
Saul Bellow, geboren 1915 in Lachine/Quebec, gestorben im Alter von 89 Jahren am 5. April 2005 in Brookline, Massachusetts. Er wuchs in Chicago auf, wo er Soziologie und Anthropologie studierte. Er lehrte an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Saul Bellow erhielt für sein umfangreiches literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen, 1976 den Nobelpreis für Literatur.