Erotic Cinema
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Erotic Cinema

Hrsg. v. Douglas Keesey und Paul Duncan
Broschiertes Buch
 
Führen wir nicht mehr
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Erotic Cinema

Auf Zelluloid wurde der erste Kuss bereits 1896 festgehalten. Seit dem hat die körperliche und sexuelle Freizügigkeit im Film eine Entwicklung vollzogen, die immer schneller Tabus bricht und gesellschaftlich festgelegte Grenzen überschreitet. Im Zentrum bleibt letztendlich nur noch die Frage nach dem "Wie wird ES gezeigt?" Extremes aus der Soft- bzw. auch Hardcore-Pornoindustrie kommt in diesem Band aus unserer Filmreihe genauso zum Zuge wie der Seitenblick auf die schwule/lesbische Film-Szene.


Produktinformation

  • Verlag: TASCHEN VERLAG
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 191 S. m. zahlr. meist farb. Abb.
  • Seitenzahl: 191
  • Deutsch
  • Abmessung: 250mm x 202mm x 20mm
  • Gewicht: 842g
  • ISBN-13: 9783822825457
  • ISBN-10: 382282545X
  • Best.Nr.: 13323897
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.10.2005

Es begann mit einem Kuß: "Erotic Cinema" als Bildband

Zum ersten Mal konnte das Kinopublikum im Jahr 1897 auf den nackten Körper einer Frau blicken. Der Film hieß "Après le Bal" und wäre, gäbe es nicht die Nackte, heute vergessen. Mit ihr begann die innige Verbindung von Film und Erotik, in der beide voneinander profitierten. Der Film, weil er wagen konnte, was in anderen Künsten aus sittlichen Erwägungen nicht möglich war, und damit sein Publikum zu einer ganz eigenen libidinösen Beziehung zur Leinwand verführte; die Erotik, weil der Film Dinge lehrte, von denen die Zuschauer ohne ihn vielleicht niemals zu träumen gewagt hätten. Der Taschen Verlag hat dem weiten Thema "Erotic Cinema" jetzt ein Bilderbuch gewidmet (Douglas Keesey/Paul Duncan: Erotic Cinema. Köln 2005, 192 S., 14,99 Euro), das in unverschämter Drastik zeigt, wovon die Rede ist. Sein Material bezieht er nicht aus dem pornographischen Film, sondern aus dem Mainstreamkino, zu dem auch jene Filme zählen, die einmal Soft-Pornos hießen wie "Emanuelle" oder der "Sex-Lehrer-Report". Der Schwerpunkt liegt deutlich auf den Jahren bis 1995, Filmbeispiele aus späteren Jahren sind …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Seit es Kino gibt, gibt es Bilder des Begehrens. Douglas Keesey und Paul Duncan dokumentieren diese Bilder mit ihrem üppig ausgestatteten Kunstbuch "Erotic Cinema" - und bestätigen trotz einem etwas unvermittelt eingeschobenen Kapitel über Homsexualität, dass der filmische Blick auf Sex meist ein männlicher Blick auf den weiblichen Körper ist. Ein Blick, den Keesey und Duncan ausgiebigst bebildern, wogegen wir ganz und gar nichts haben wollen. Wo sie aber feststellen, dass "verschleierte ooder partielle Blöße aufregender sein kann als ein offenes Zurschaustellen", verfallen sie erstens auf einen etwas biederen Allgemeinplatz und stoßen zweitens an die Grenzen eines Bildbandes. Zu konstatieren, dass die Liebeswanderung in "Before Sunrise" viel erotischer sei als ein expliziter Geschlechtsakt, ist gut und schön. Bebildern kann man das aber nur mit Julie Delpy und Ethan Hawke im Gespräch - und was daran erotisch sein soll, erschließt sich einem ohne Tonspur eben nicht. (fis)

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

"Überraschungsreich" findet Rezensentin Verena Lueken diesen Bildband, der ihr "in unverschämter Drastik" den Zusammenhang von Erotik und Kino erläutert hat. Überraschend ist der Band für Lueken besonders deshalb, weil "bestimmte Szenen" aus ihrer Sicht im Kontext einer Filmerzählung "bei weitem nicht den Grad der Obszönität, nicht einmal der Freizügigkeit" erreichen würden, wie im vorliegenden Fall nun als Standbilder. So hat die Rezensentin im besprochenen Band, der sein Material ihren Informationen zufolge aus dem Mainstreamkino bezieht (Softpornos wie "Emanuelle" inklusive), "alle Formen sexueller Praktiken außer der Liebe zu Ziegen" abgedeckt gefunden, und zwar "phänomenologisch" in Kapitel gegliedert. Die Rezensentin bedauert, dass kaum Filme nach 1995 Berücksichtigung fanden, die Filmografie nur einen kleinen Ausschnitt der erwähnten Filme bietet und ein Index gar nicht vorhanden ist. Auch deutet sie an, dass ihr im Text deutliche Thesen zum Thema fehlen.

© Perlentaucher Medien GmbH

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