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Hans Küng 

Erkämpfte Freiheit

Erkämpfte Freiheit - Küng, Hans

Erinnerungen

  • Einband: Kartoniert/Broschiert
  • Broschiertes Buch 
 
  • EUR 12,95
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Produktinformation
  • Verlag: Piper
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 620 S. m. Fototaf.
  • Seitenzahl: 620
  • Serie Piper Bd.4135
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 121mm x 37mm
  • Gewicht: 542g
  • ISBN-13: 9783492241359
  • ISBN-10: 3492241352
  • Best.Nr.: 12401876

Produktbeschreibung zu "Erkämpfte Freiheit"

Kurzbeschreibung

Hans Küngs großer Lebensbericht: Seine Kindheit und Jugend in der Schweiz, seine Eliteausbildung am päpstlichen "Collegium Germanicum", sein Weg zum jungen Theologen des Konzils. Küng schildert seinen unerbittlichen Kampf um die Freiheit des Denkens ebenso wie seine Begegnungen mit Päpsten, Präsidenten und Menschen in allen Erdteilen. Hans Küngs großer Lebensbericht über seine Ausbildung am päpstlichen Eliteinstitut "Collegium Germanicum", seinen Weg zum jungen Theologen des Konzils und seine Begegnungen mit Päpsten, Präsidenten und mit Menschen in allen Erdteilen.

Beschreibung

In Rom kannte sie jeder: Die "cardinaletti", die Studenten des Collegium Germanicum in ihren roten Roben. Unter den Augen des Papstes wurden sie zur künftigen Elite ausgebildet: Sieben Jahre lang Studium, in Latein selbstverständlich, ein streng reglementierter Tagesablauf, genaueste Vorschriften über Benehmen, Auftreten, ja Denken. Der junge Hans Küng erfährt am eigenen Leib das Zwanghafte des römischen Systems: Der Kampf um Freiheit wird sein Lebensthema. Sehr persönlich erzählt er hier über seine Schweizer Jugend und den Entschluß, Priester zu werden, über manche Zweifel und Kämpfe in Rom und Paris und seine Erfahrungen als junger Professor. Zum prägenden Erlebnis wurde das Konzil, bei dem er Einblicke über die Kämpfe hinter den Kulissen gewann. Begegnungen mit Präsidenten wie John F. Kennedy, mit Päpsten wie Johannes XXIII. und Paul VI. und mit Menschen aus allen Erdteilen schildert er zugleich mitreißend und analytisch. Eine ebenso gedankenreiche wie glänzend erzählte Autobiographie über Küngs erste vier Jahrzehnte und seinen Kampf um ein ursprüngliches Christentum.

Leseprobe zu "Erkämpfte Freiheit" von Hans Küng

Zum Gespräch beim Großinquisitor

Auf Donnerstag, 14. Oktober 1965, 12 Uhr hat er mich bestellt - in den Palazzo des Sanctum Officium im ersten Stock. Sein Auftritt hätte nicht theatralischer inszeniert werden können: Beim ersten mächtigen Glockenschlag der Peterskirche werden die beiden Flügeltüren des Saales gleichzeitig mit einem Knall von einem Monsignore aufgestoßen, und im Türrahmen steht er in seiner ganzen purpurnen Pracht: der vielgefürchtete Großinquisitor, der Chef des Sanctum Officium, Kardinal Alfredo Ottaviani. Und schlägt das Kreuz und betet laut: "Angelus Domini nuntiavit Mariae - der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft." Ich antworte mit fester Stimme auf Latein: "Et concepit de Spiritu Sancto - Und empfing vom Heiligen Geist." Und so abwechselnd der ganze "Angelus Domini" mit seinen drei Ave Maria. Ich kann den Gedanken nicht verscheuchen, wie da wohl andere, an solche fromme römische Sitten nicht gewöhnt, verdattert dagestanden hätten.

Erst dann begrüßt mich der Kardinal, und wir setzen uns auf die barocken rot-goldenen Sessel. Das eine Auge aufgrund einer Altersschwäche halb geschlossen, starrt er mich mit dem anderen …

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Detailinfo

08.10.2002

Er kennt sich nicht vor Kampfbegier
Ich aber schreibe euch: Hans Küng legt den ersten Band seiner Memoiren vor / Von Eberhard Jüngel

Ich schreibe meine Memoiren - so tief bin ich gesunken", antwortete der alte Karl Barth, als ich ihn bei einem von der DDR-Regierung überraschenderweise gestatteten Besuch fragte, womit er sich zur Zeit beschäftige. Sein Schweizer Landsmann Hans Küng, der Karl Barth als väterlichen Freund erfahren hat, dürfte das anders sehen. Seinen Erinnerungen, deren ersten Teil er unter dem Titel "Erkämpfte Freiheit" soeben publiziert hat, merkt man an, daß er, wohin er auch kommt, allemal "den höchsten Punkt" sucht - und das wohl nicht nur, "um so Ausblick, Überblick und Einblick zu erhalten", sondern doch wohl auch deshalb, weil er da oben außer dem lieben Gott niemanden mehr über sich hat. Seine Memoiren dokumentieren Seite für Seite überlegte Überlegenheit.

Auf nahezu sechshundert Seiten erinnert sich Hans Küng an die ersten vierzig Jahre seines Lebens. Eingeteilt in neun Kapitel, erzählt er von der politischen Freiheit, in die er als Schweizer hineingeboren wurde: ererbte Freiheit. Doch "was du ererbt von …

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Kundenbewertungen zu "Erkämpfte Freiheit" von "Hans Küng"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 2 Bewertungen):
2 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen *****
weniger gut
Bewertung von Tarzan von Aquin aus München am 08.04.2008
*****
weniger gut
Früher hieß es immer Muhammed Ali ist der Größte aber nach der Lektüre diese Buches wissen wir, dass dieser Rang allein Hans Küng gebührt. Der Schuhhändlersohn aus einer schweizer Provinz besserwissert sich durch seine Erinnerungen und bepöbelt nachträglich so ziemlich jeden, der den Dunstkreis dieses Altgermanikers streifen mußte. Viele Weggefährten werden es bereut haben, mit Hans Küng ein vertrauliches Gespräch geführt zu haben, denn nahezu jedes angeblich gehörtes Wort wird zuungunsten von Gegnern und zugusten von Hans Küng angeführt. Zugegebenermaßen sind diese subjekten Darlegungen aus einer entscheidenden Phase der katholischen Kirche im XXten Jahrhundert gut geschriebener Gossip - aber ohne Beklemmungsgefühle ob des permanenten und unverhohlenen Selbstlobs kommt der Leser hier nicht raus. Man fragt sich wie ein solcher Mann jemals Priester werden durfte angesichts eines derart eklatanten Mangels an gesundem Selbstzweifel oder guten Willen gegenüber dem Nächsten. Sicherlich besitzt Küng eine intellektuelle Brilianz die seinesgleichen sucht, aber sein offensichtlich unguter Charakter deformiert diese derart, dass man sich auch fragen muss, ob es nicht an Masochismus grenzt, sich selbst so unvorteilhaft darzustellen. Wer einen solchen Lektor hat, braucht keinen Feind mehr. Fazit: Lesenswert aber für gut erzogene Menschen schwer verdaulich. CT
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Bewertung von Tarzan von Aquin aus München am 08.04.2008
*****
weniger gut
Früher hieß es immer Muhammed Ali ist der Größte aber nach der Lektüre diese Buches wissen wir, dass dieser Rang allein Hans Küng gebührt. Der Schuhhändlersohn aus einer schweizer Provinz besserwissert sich durch seine Erinnerungen und bepöbelt nachträglich so ziemlich jeden, der den Dunstkreis dieses Altgermanikers streifen mußte. Viele Weggefährten werden es bereut haben, mit Hans Küng ein vertrauliches Gespräch geführt zu haben, denn nahezu jedes angeblich gehörtes Wort wird zuungunsten von Gegnern und zugusten von Hans Küng angeführt. Zugegebenermaßen sind diese subjekten Darlegungen aus einer entscheidenden Phase der katholischen Kirche im XXten Jahrhundert gut geschriebener Gossip - aber ohne Beklemmungsgefühle ob des permanenten und unverhohlenen Selbstlobs kommt der Leser hier nicht raus. Man fragt sich wie ein solcher Mann jemals Priester werden durfte angesichts eines derart eklatanten Mangels an gesundem Selbstzweifel oder guten Willen gegenüber dem Nächsten. Sicherlich besitzt Küng eine intellektuelle Brilianz die seinesgleichen sucht, aber sein offensichtlich unguter Charakter deformiert diese derart, dass man sich auch fragen muss, ob es nicht an Masochismus grenzt, sich selbst so unvorteilhaft darzustellen. Wer einen solchen Lektor hat, braucht keinen Feind mehr. Fazit: Lesenswert aber für gut erzogene Menschen schwer verdaulich. CT
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Perlentaucher-Notiz zur SDZ-Rezension

07.10.2002

Vorsicht, dieser Band enthält 600 Seiten, die hier und da ein "Gefühl des Uferlosen" erzeugen, warnt Matthias Drobinski. Zum "Platzfresser im Bücherregal" wird sich aber wohl bald noch ein zweiter Band hinzugesellen, denn der Tübinger Theologe Hans Küng hat seine Autobiografie im ersten Band gerade mal bei seinem 40. Lebensjahr enden lassen. Trotz der Gewichtigkeit des Werks und "farbarmer" Berichte über Vortragsreisen findet der Rezensent die Autobiografie überwiegend "spannend". Denn ohne Zweifel, denkt Drobinski, kann Küng auf ein interessantes und kontroverses Leben zurückblicken, brachten ihm doch seine revolutionären Ideen über eine umfassende Kirchenreform 1979 ein Lehrverbot ein. Das allerdings, so Drobinski, hat sich für Papst Johannes Paul II. gerächt und für Küng ausgezahlt. Denn schließlich stehe der heute besser da als der Papst. Die Erinnerungen des Theologen jedenfalls geben detaillierten Aufschluss über den Lebensweg Küngs und dessen intellektuelle Entwicklung. Es ist schon beeindruckend, staunt der Rezensent, wie konsequent der Theologe "einen geraden Weg" gegangen ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

»Man kann dieses Zeitdokument, das gewiss nicht mit Polemik spart und dennoch von Aufrichtigkeit sprüht, nur mit Bewegung lesen. Es ist wie ein Schicksalsbuch der katholischen Kirche in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.« Christ in der Gegenwart

Rezension

Aus ungewöhnlicher Perspektive
Der Mann schreibt Bestseller. Und zwar seit mehr als 40 Jahren. Sein Thema ist die zeitgenössische katholische Theologie. Seine Bücher stehen in den Bücherregalen von Christen und Nichtchristen, von Katholiken und Angehörigen der evangelischen Kirche. Sie heißen "Die Kirche", "Unfehlbar?", "Christ sein" oder "Existiert Gott?". Seine ökumenische Perspektive wird von den Menschen verstanden und zieht sich wie ein roter Faden durch Leben und Werk. Das beginnt mit der Dissertation im Jahre 1955. Bereits hier kündigt sich Küngs Tendenz an, sich Problemen auf ungewöhnliche Weise zu nähern. Sie bringt ihn immer wieder in Konflikt mit Rom, von wo ihm schließlich 1979 die kirchliche Lehrbefugnis entzogen wird.
Kein Respekt vor Gesslerhüten
Küng schildert im ersten Teil seiner Lebenserinnerungen, wie er zu dem wurde, was er ist: der Wert der Heimat am Sursee, die Liebe zur Familie, das Interesse am Lernen, der Abschied vom "Ghetto-Katholizismus", die Matura im liberalen Luzern, das Studium in Rom, am berühmten Collegium Germanicum. Die Kindheit in der Nazizeit wird prägend, denn schon hier stellte sich die Frage nach Anpassung …

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Autorenporträt zu "Hans Küng"

Hans Küng, geboren 1928 in Sursee/Schweiz, studierte an der Päpstlichen Universität in Rom Philosophie und Theologie, nahm als Experte am Zweiten Vatikanischen Konzil teil, ist katholischer Priester und Professor emeritus für Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen und Präsident der Stiftung Weltethos. Ihm wurde 1979 - wegen kritischer Äußerungen - vom Papst die kirchliche Lehrbefugnis entzogen. 2012 wurde Hans Küng mit dem italienischen "Nonino-Kulturpreis" ausgezeichnet.

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