Erinnerungen an Bloomsbury - Bell, Quentin

Quentin Bell 

Erinnerungen an Bloomsbury

Übersetzer: Wenner, Claudia
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Erinnerungen an Bloomsbury

Sechzehn biographische Portraits widmet Quentin Bell Mitgliedern der exzentrischen "Bloomsbury Group" um Virginia Woolf und ihre Schwester Vanessa Bell. Er hat als kleiner Junge und später als junger Mann alle aus nächster Nähe erlebt, die in diesem kommunikationsfreudigen Künstler- und Literatenzirkel verkehrten, und schildert sie und ihr Zusammenleben witzig und ernsthaft zugleich, mit liebevoller Ironie und tiefer Menschlichkeit.


Produktinformation

  • Gewicht: 540g
  • ISBN-13: 9783100052094
  • ISBN-10: 3100052099
  • Best.Nr.: 06739016
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.08.1997

Die knarrende Tür zur Moderne
Zwei, die fast alles konnten: Roger Fry und Quentin Bell · Von Ulrich Raulff

An den Ideenfeuerchen, die Intellektuelle und Lebenskünstler um 1900 entzündeten, wärmen sich bis heute die Epigonen der Lebensreform. Auch der Name des Londoner Stadtviertels, das im Schatten der Elektronikshops von Tottenham Court Road einen schmutzigen Schlaf schläft, weckt Assoziationen an die Zeit, als Kunst und Leben einander zu befreien versprachen. Bloomsbury - der Name verspricht alle Schauer der Romantik, die Knospe und das Grab, aber auch den etwas flotteren Garten Eden; später hat man seine Adepten die "Bloomsberries" genannt, eine ziemlich wilde und stachlige Art Beeren. Aber anders als Schwabing und Ascona ist dieser Inselgarten nicht versackt in politischen Räuschen und Kleinbürgeranarchie. In London wurde alles zu Literatur, gleichgültig ob Leben, Libido oder Ökonomie, es wurde zu einigen großen Kapiteln Literatur und zu einem kleinen, aber hübschen Kapitel Malerei.

Daß es nach zwei, drei Jahrzehnten Grabesruhe Ende der sechziger Jahre wiederauferstand, verdankte Bloomsbury nicht allein dem Geist von "Swingin' …

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Claudia Wenner, Schriftstellerin, Publizistin und Übersetzerin. Sie lebt abwechselnd in Frankfurt und Pondicherry. Für S. Fischer übertrug sie die Tagebücher von Virginia Woolf, für die Neue Zürcher Zeitung schreibt sie regelmäßig über Indien.

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