Erinnerungen an Anna Achmatowa - Mandelstam, Nadeschda

Nadeschda Mandelstam 

Erinnerungen an Anna Achmatowa

Übersetzung: Körner, Christiane. Komment. u. Nachw.: Pawel Nerler
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Erinnerungen an Anna Achmatowa

Nadeschda Mandelstam (1899-1980), die ihren Mann, den Dichter Ossip Mandelstam, um viele Jahre überlebte, hat sich im Alter mit ihren Memoiren Das Jahrhundert der Wölfe und Generation ohne Tränen international einen Namen gemacht. Erst vor wenigen Jahren wurden in ihrem Nachlass Erinnerungen an Anna Achmatowa (1889-1966) entdeckt - ein bewegendes Dokument der Freundschaft in schwierigsten Zeiten.
Achmatowa, die charismatische, unbeugsame Dichterin, bangt um ihren Sohn, der in den stalinistischen Gefängnissen inhaftiert ist, während die Freundin die Gedichte ihres 1938 im Lager umgekommenen Mannes rettet - indem sie jede Zeile seiner verbotenen Texte im Gedächtnis bewahrt.
Dieses reiche Buch ist Dichterporträt und Zeitzeugnis zugleich - ein vierzig Jahre währendes Gespräch über Angst und Niedertracht, über die Macht und Ohnmacht von Liebe, Eros und Literatur.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2011
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 205 S.
  • Seitenzahl: 205
  • Bibliothek Suhrkamp Bd.1465
  • Best.Nr. des Verlages: 22465
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 144mm x 22mm
  • Gewicht: 452g
  • ISBN-13: 9783518224656
  • ISBN-10: 3518224654
  • Best.Nr.: 33380952

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Ein mit Passion und berührender Authentizität geschriebenes Freundschaftsbuch, eine vorbehaltlose Hommage und eine "Poethik" in finsteren Zeiten bewundert Felix Philipp Ingold in Nadeschda Mandelstams "Erinnerungen an Anna Achmatowa". Der Text, den der Rezensent als "rasant" geschrieben und ungeheuer klug preist, ist spät im Leben der Autorin entstanden, konnte erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs veröffentlicht werden und liegt nun seit kurzem auf Deutsch vor, erfahren wir. Auch wenn Achmatowas problematischen Eigenschaften wie Eifersucht, der Hang zu Klatsch und vorschnellen Urteilen oder Arroganz von Mandelstam nicht ausgespart werden, bleibt dieses Buch doch ein Dokument ungetrübter Verehrung für diese "Ikone des inneren Widerstands", bemerkt Ingold. Furchtlos, authentisch, berührend und "provokant" sind Mandelstams Erinnerungen für Ingold und damit sowohl Dichter- wie Lebenskunstschule, aus der bis heute zu lernen ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

"... das allgegenwärtige Leid durchbrechen herrliche Eifersüchteleien und Intrigen; man lästert über Musen und Liebschaften der Poeten, während man selbst diversen Männern den Verstand raubt. Nadescha Mandelstam erinnert sich an all das unterhaltsam und ernsthaft zugleich, niemals wehleidig. Klatsch und Tratsch für Eingeweihte wechseln sich ab mit tiefgründigen Einsichten, poetologischen Betrachtungen und eindrücklichen Szenen eines Künstlerlebens... Bewundernswert bleibt der Stolz in dieser russischen Tragödie: Dichtung ist auf Dauer stets stärker als Politik."<br />Andreas Cammann Zeit Literatur

»Dieses verloren geglaubte Manuskript findet Worte, die Zärtlichkeit inmitten des Terrors, Treue inmitten von Angst, Leben inmitten einer Welt des Todes beschreiben. Literarisch gekonnt und menschlich berührend beschreibt die Autorin Liebe und Freundschaft in Zeiten entfesselter Gewalt. In ihren Reflexionen und Betrachtungen erlangen ihre Gedanken geradezu theologische Dimension.«
Christiane Körner lebt als Übersetzerin und Publizistin in Frankfurt am Main.

Ein Marktplatz-Angebot für "Erinnerungen an Anna Achmatowa" für EUR 12,40

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