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Erde und Blut
Völkermord und Vernichtung von der Antike bis heute
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Dva
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 910 S. m. 34 Ktn., 40 Abb. auf Taf.
- Seitenzahl: 910
- Deutsch
- Abmessung: 23, 5 cm
- Gewicht: 1276g
- ISBN-13: 9783421058768
- ISBN-10: 3421058768
- Best.Nr.: 24889716
Leseprobe zu "Erde und Blut"
Produktbeschreibung zu "Erde und Blut"
Beschreibung
Erstmals schildert der Historiker Ben Kiernan in seiner bahnbrechenden Arbeit weltumspannend die Geschichte des Völkermordes seit der Antike und legt dabei die ideologischen Grundmuster und deren Kontinuität bis in unsere Tage offen. In seiner faktenreichen Darstellung beschreibt er, unter welchen Umständen und Vorzeichen Genozide sowohl in Europa wie in Amerika, Australien und Asien verübt wurden und noch heute verübt werden.
Das 20. Jahrhundert erlebte Völkermorde in bis dahin nicht gekanntem Ausmaß, doch tatsächlich ist die Verfolgung ganzer Bevölkerungsgruppen aufgrund ihrer ethnischen, nationalen oder religiösen Zugehörigkeit kein Phänomen der jüngeren Zeit. In der ersten globalen Geschichte des Genozids zeigt Ben Kiernan, dass bereits die Zerstörung Karthagos im Altertum in entsprechender Absicht geschah. Auf seinem Gang durch die Geschichte über alle Kontinente hinweg arbeitet er die wiederkehrenden Muster und Motive heraus, die in allen Fällen zu beobachten sind: Rassismus und religiöse Vorurteile, die Verklärung der Vergangenheit, Expansionsbestrebungen und vor allem eine Idealisierung der Beziehung zum Boden, der einer bestimmten Gruppe exklusiv gehören soll. Sein Fazit: Die Ideologien, die einst zu Massentötungen geführt haben, haben ihre Macht nicht verloren, und so erleben wir unter bestimmten Umständen, trotz der schrecklichen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts, auch heute Genozide - das zeigt das Beispiel Darfur auf bedrückende Weise.
- Die erste umfassende Geschichte des Völkermords - von der Antike bis heute
- Ein unentbehrliches Übersichtswerk
Leseprobe zu "Erde und Blut" von Ben Kiernan
18.07.2009
Ben Kiernans Geschichte des Völkermords von der Antike bis zur
Gegenwart hat den Rezensenten Thomas Hummitzsch sehr beeindruckt.
Die Darstellung, die von den Eroberungen Spartas und Roms über die
Massaker der europäischen Siedler an den Ureinwohnern Amerikas,
Australiens und Afrikas bis hin zu den Massenmorden der Moderne
reicht, wertet er als umfassend und "akribisch"
recherchiert. Kiernans Genozid-Begriff ist Hummitzsch zufolge
weiter als die Genozid-Konvention der UN und impliziert auch
Verbrechen gegen die Menschheit. Er hebt das Vorhaben des
Historikers hervor, den "roten Faden" zu finden, der sich
durch die Geschichte des Völkermords zieht. Diesen sehe Kiernan im
Mix von Motiven wie Rassismus, Expansionismus, Verklärung des
ländlichen Lebens und Sehnsucht nach einer vergangenen
idealisierten Zeit. Besonders lobt Hummitzsch die Darstellung der
Massenmorde in der frühen Neuzeit, während ihm die Betrachtungen
jüngerer Massenmorde bisweilen etwas verkürzt erscheinen.
Gleichwohl würdigt er das Buch als "Standardwerk zur
Geschichte und Struktur des Völkermords".
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
"Ein hervorragendes Beispiel internationaler Geschichtsschreibung." (Booklist)
Autorenporträt zu "Ben Kiernan"
Ben Kiernan, geboren 1953, ist Professor für Geschichte und Gründungsdirektor des angesehenen "Genocide Studies"-Programms an der Yale University.

























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