Endspiel - Kowalczuk, Ilko-Sascha

Ilko-Sascha Kowalczuk 

Endspiel

Die Revolution von 1989 in der DDR

Gebundenes Buch
 
1 Kundenbewertung
***** ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
25 ebmiles sammeln
EUR 24,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Endspiel

Nur wenige welthistorische Ereignisse geschahen so unerwartet wie der Mauerfall vor 20 Jahren. Ilko-Sascha Kowalczuk schildert in diesem Buch, warum und wie es 1989 zur Revolution in der DDR kam und welche Entwicklungen die Zeit zwischen dem Sommer 1989 und den freien Wahlen vom 18. März 1990 prägten.
Der Untergang der DDR lässt sich weder erklären noch verstehen ohne die vielfältigen Krisenerscheinungen zu berücksichtigen, die sich in ihren letzten Lebensjahren häuften. "In der DDR ist alles grau, nur die Flüsse sind bunt", lautete einer der sarkastischen Witze, mit denen die Ostdeutschen die desolaten Zustände aufs Korn nahmen. Angesichts der verheerenden wirtschaftlichen Lage und der politischen Reformunfähigkeit des SED-Regimes wandten sich immer mehr Menschen von dem System ab. Lebendig und anschaulich zeigt Kowalczuk, wie schließlich 1989 eine revolutionäre Situation heranreifte, die gleichermaßen von Zusammenbruch, Massenflucht, neuen Bürgerbewegungen und Massendemonstrationen gekennzeichnet war - ein beeindruckendes Panorama der untergehenden DDR und eine packende Geschichte der Revolution.


Produktinformation

  • Verlag: Beck
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 602 S.
  • Seitenzahl: 602
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 156mm x 46mm
  • Gewicht: 930g
  • ISBN-13: 9783406583575
  • ISBN-10: 3406583571
  • Best.Nr.: 25053000

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rundum glücklich ist Peter Voss mit Ilko-Sascha Kowalczuks Buch über die DDR-Revolution von 1989, deren Geschichte nach seiner Einschätzung in der deutschen Öffentlichkeit noch immer wenig bekannt sei. Umso erfreuter ist er über vorliegendes Werk, das zahlreiche Wissenslücken diesbezüglich schließt. Die Schilderung der Bürgerrechtsbewegung, der verschiedenen Phasen des Protests, des Rücktritts Honeckers und des Demokratisierungsprozesses findet er überaus spannend. Zug um Zug entfalte der Autor das "Endspiel zwischen Regime und Regimegegnern". Das Funktionieren von Staat und Partei wird für Voss dabei ebenso deutlich wie die Fülle von menschenfeindlichen Methoden der Stasi. Überhaupt lobt er die sachliche, präzise, differenzierte, aber nie leidenschaftslose Art der Darstellung, die ohne jede Nostalgie auskommt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 31.07.2009

Sachbücher des Monats August
Empfohlen werden nach einer monatlicherstellten Rangliste Bücherder Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. CORRADA AUGIAS: Die Geheimnisse Roms. Eine andere Geschichte der ewigen Stadt. Übersetzt von Sabine Heymann. Osburg Verlag, 544 S., 26,90 Euro.
2. LWL RÖMERMUSEUM: 2000 Jahre Varusschlacht. Imperium – Konflikt – Mythos. Theiss Verlag, 3 Bände, ca. 1200 S., 79,90 Euro.
3. EVA ILLOUZ: Die Errettung der modernen Seele. Therapien, Gefühle und die Kultur der Selbsthilfe. Übers. von Michael Adrian. Suhrkamp Verlag, 412 S., 26,80 Euro.
4.-5. ALEXANDER BAHAR: Folter im 21. Jahrhundert. Auf dem Weg in ein neues Mittelalter? dtv, 300 Seiten, 16,90 Euro.
INGE JENS: Unvollständige Erinnerungen. Rowohlt Verlag, 320 Seiten, 19,90 Euro.
6.-8. ALEXANDER VON HUMBOLDT: Die Entdeckung der Neuen Welt. Übers. von Julius Ludwig Ideler, Nachwort von Ottmar Ette. Insel Verlag, 2 Bände, 781 S., 98 Euro.
WALTER MUSCHG: Die Zerstörung der deutschen Literatur und andere Essays. Diogenes Verlag, 956 S., 32,90 Euro.
HARRO ZIMMERMANN: Friedrich Schlegel oder Die Sehnsucht …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.10.2009

Blättern in Beitrittsgebieten

Zwanzig Jahre Mauerfall - wer soll das bitte alles lesen? Ein Eilmarsch durch das Buchgebirge

Plötzlich war die Mauer wieder da. Aufgebaut aus Büchern zu zwanzig Jahren Mauerfall, DDR-Agonie, Wiedervereinigung. Und wer sitzt dahinter, ganz alleine, während alle anderen sich sonst wo rumtreiben dürfen: ich natürlich. Warum interessiert das eigentlich sonst keinen, frag' ich mich manchmal. Und dann muss ich mich aber auch fragen: Interessiert es denn mich überhaupt? Feministische Schriften werden im Wesentlichen auch nur von Frauen gelesen und oft nicht mal von denen. Nennen wir es also Pflichtbewusstsein aus Betroffenheit, gelegentlich dann aber doch wieder übergehend in brennendes Interesse: Das alles hat schließlich mit einem zu tun, man war dabei, es hat alles verändert; und direkt darauf wieder dieser entsetzliche Überdruss: Man war ja, wie gesagt, dabei, hat alles tausendmal gelesen und noch öfter selbst erzählt, es hat einem das Leben verändert - und das spricht ja im Zweifel schon mal gegen einen. Es ist mit diesen Büchern, kurz gesagt, wie mit der Sache selbst.

Fangen wir mal mit dem Erfreulichen …

Weiter lesen
Ilko-Sascha Kowalczuk, geb. 1967, Dr. phil., Historiker, war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission 'Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit' und arbeitet seit mehreren Jahren als Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler-Behörde. Er hat zahlreiche Bücher zur DDR-Geschichte veröffentlicht.

Kundenbewertungen zu "Endspiel" von "Ilko-Sascha Kowalczuk"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(1)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Endspiel" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von lak aus plauen am 26.12.2009 ***** ausgezeichnet
Vogtland Anzeiger vom 14.08. 2008 (S. 12)

Von Plauen ging das Erdbeben aus
„Endspiel“ - Buch würdigt die Stadt

Frühjahr diesen Jahres erschien neben zahlreichen anderen Büchern anlässlich des bevorstehenden 20-jährigen Jubiläums von politischer friedlicher Revolution, politischer Wende und Mauerfall beim renommierten auf historische Themen spezialisierten Verlag C.H. Beck ein Buch mit dem Titel „ENDSPIEL – Die Revolution von 1989 in der DDR“ von Ilko-Sascha Kowalczuk. Der Autor, Jahrgang 1967 war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Überwindung der Folgen der SED-Diktatur“ des Deutschen Bundestages und Arbeitet als Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler-Behörde.

Einleitend wird ausgiebig die niederschmetternde wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Lage in der DDR Ende der 80er Jahre ebenso geschildert, wie die Folgen des aus dem Ruder laufenden Prozess von Glasnost und Perestroika in der UdSSR unter Gorbatschow. Der Autor zeichnet ein Chronik der sich besonders im Umfeld der evangelischen Kirche der DDR langsam organisierenden Opositionsbewegungen und der staatlichen Repressionsmassnahmen dagegen. Er weist nach, dass „die Wende“ eine – wenn auch friedliche - vollgültige Revolution nach einschlägigen wissenschaftlichen Kriterien war. Er sieht die Staatssicherheit „Schild und Schwert der Partei“ und nicht als „Staat im Staat“. Diese sei von den Repräsentanten der SED und ihren Nachfolgeorganisationen zur eigenen Entlastung und Existenzsicherung als Sündenbock aufgebaut worden, obwohl die Entscheidung, nicht auf die Demonstranten feuern zu lassen eher von einem resignierenden Mielke als von vorgeblichen Reformkadern der SED wie Krenz, Schabowski, Modrow und Gysi getroffen worden sei.

Ausführlich würdigt Kowalczuk der damit auch kürzlich in einem SPIEGEL-Artikel zum Thema zitiert wurde die Rolle Plauen, als Ort der ersten friedlichen Massendemonstration in der DDR mit deutlich über 10.000 Teilnehmern. Diese sei „das eigentliche Erdbeben“ am 40. Jahrestag der DDR gewesen. Der Aufruf zu dieser Demonstration, der nur in wenigen Exemplare zirkulierte wird über zwei Buchseiten im kompletten Wortlaut wiedergegeben. Plauen sei nur deswegen „nicht zur Heldenstadt erklärt worden, weil die Tragweite der Ereignisse ohne westliche Fernsehkameras nicht bekannt wurde“. Bis heute sei nur wenigen bewusst, „dass diese Stadt die erste war wo der Wille zur Revolution UND ZUR DEUTSCHEN EINHEIT massenhaft auf der Straße bekundet wurde“. „An diesem Tag beteiligten sich prozentual so viele Bürger der Stadt an den Protesten wie in keiner andern Stadt.“ Der Abschnitt endet mit der Aussage, dass Plauen wochenlang die Stadt in der DDR blieb, die allen anderen jeweils einen Schritt voraus war. „Hätte irgend ein verantwortlicher Politiker in Ost oder West im Oktober auf Plauen geschaut“, hätte er gewusst, „wohin und wie schnell die Reise gehen würde.“ Joachim Gauck, der erste Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde wird zitiert: „Die Massen waren stürmisch erwacht. Plauen sei Dank! Sie wollten Endspiel. Götterdämmerung war angesagt.“

Dem Buch von Ilka-Sascha Kowalczuk ist Verbreitung, Aufmerksamkeit und Beachtung zu wünschen, auch um die Wahrnehmung der historischen Rolle Plauens und der Plauener Bürger beim Ausbruch der friedlichen Revolution 1989 auch über die Grenzen der Stadt und des Vogtlandes hinaus zu verstärken und zu verankern. lak

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Endspiel" von Ilko-Sascha Kowalczuk ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

2 Marktplatz-Angebote für "Endspiel" ab EUR 9,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 9,00 4,00 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung calseus 98,6% ansehen
wie neu 17,45 2,00 Banküberweisung Bengales 100,0% ansehen