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Emotionen
Eine Philosophie der Gefühle
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch

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Produktinformation
- Verlag: Beck
- 2001
- Ausstattung/Bilder: 2001. 295 S.
- Seitenzahl: 295
- Deutsch
- Abmessung: 23 cm
- Gewicht: 525g
- ISBN-13: 9783406480867
- ISBN-10: 3406480861
- Best.Nr.: 09752695
Produktbeschreibung zu "Emotionen"
Beschreibung
06.11.2001
Wünsch dir was, dann fühlst du was
Mit Schulterblick: Richard Wollheim bereitet den Emotionen ein
eigenes Plätzchen in der Philosophie / Von Manuela
Lenzen
Bei Richard Wollheim herrscht Ordnung. Auf der Karte des
menschlichen Geistes, wie er sie in seinem neuen, auf die
Ernst-Cassirer-Vorlesungen von 1991 zurückgehenden Buch zeichnet,
zieht sich ein breiter Graben durch die mentale Landschaft. Auf der
einen Seite dieses Grabens wohnen die mentalen Zustände, die
"Lebensäußerungen des Geistes": Sinneswahrnehmungen und
Empfindungen zum Beispiel, Vorstellungen und Gedanken. Auf der
anderen Seite leben die mentalen Dispositionen: Überzeugungen und
Wünsche, Wissen und Erinnerungen, Fähigkeiten und Gewohnheiten,
Ängste, Laster und Tugenden. Anders als ihre flüchtigen Nachbarn
sind sie beständige Gesellen, die die Menschen über längere
Strecken ihres Lebens begleiten.
Unter den Dispositionen trifft man die Emotionen an, jene
Phänomene, die die Philosophenzunft meist eher mit spitzen Fingern
angefaßt hat, galten sie doch die längste Zeit als Widerpart der
Vernunft. Die Zeiten haben sich geändert. Emotionen sind heute als
essentielle …
10.10.2001
Feuchtbiotop
Richard Wollheim badet
im Meer der Gefühle
In dem Ratgeber-Buch von Stephen Covey „The 7 Habits of Highly Effective Families”, das zum Glück nicht ins Deutsche übersetzt ist, wird folgende Geschichte geschildert: Ein Mann beklagt den Niedergang der gegenseitigen Zuneigung zwischen ihm und seiner Gattin. „Was soll ich tun?”, fragt er Covey. Dessen Antwort: „Lieben Sie sie!” Die Erwiderung: „Ich habe doch gesagt, dass das Gefühl nicht mehr da ist.” Covey wiederholt: „Lieben Sie sie! Wenn das Gefühl nicht da ist, so ist dies gerade ein guter Grund, sie zu lieben.” Die ratlose Rückfrage: „Aber wie können Sie lieben, wenn Sie nicht lieben?” Coveys endgültiger Bescheid: „Mein Freund, Lieben ist eine Tätigkeitswort. Liebe – das Gefühl – ist eine Folge des Liebens, der Tätigkeit. Also: Lieben Sie!”
Stephen Covey träumt, man soll‘s nicht glauben, von der Machbarkeit der Liebe. Richard Wollheim hat nun ein Buch gegen diesen Traum oder Albtraum geschrieben: „Emotionen. Eine Philosophie der Gefühle”. Feinsinnig und akademisch, wie dieses Buch ist, erwähnt es Covey nicht, wohl aber dessen ernst zu …
08.12.2001
Offenkundig sympathisiert Andrei Denjkine mit Richard Wollheims
Unternehmen, den Emotionen ihre in der analytischen Philosophie
teils abhanden gekommene Dignität zurückzuerstatten. Er findet das
Buch des amerikanischen Philosophen "faszinierend", ihm
gefallen die Beispiele, deren Anzahl ihn beeindruckt, selbst da, wo
ihm die Argumente nicht einleuchten. Dennoch hat er Probleme mit
der Studie. Ausgerechnet die "zentrale These der
psychologischen Realität der Emotionen" bleibt ihm,
stellenweise wenigstens, zu "unscharf". Folglich fühlt
sich der Rezensent hin- und hergerissen. Die neuen Perspektiven
überzeugen für den Moment, im Rückblick jedoch kehrt die Skepsis
zurück.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
"... umfassend, gelehrt und tiefgründig ... Ein Muß für alle
Philosophen und interessierte Laien." (The Times)
"... ein Meisterstück, dem ein fester Platz im Kanon der
Philosophie und Psychologie zukommt." (W.D.Hart, University of
Chicago)
"Dies ist ein phantastisches Buch" (The Times)
Autorenporträt zu "Richard Wollheim"
Richard Wollheim, Professor für Philosophie und Psychoanalytiker,
leitet das Institut für Philosophie der University of California in
Berkeley (USA). In Deutschland machten ihn vor allem seine Arbeiten
zum Begründer der Psychoanalyse (Sigmund Freud, München 1972) und
zur Kunst (Objekte der Kunst, Frankf./M. 1982) bekannt.
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