Elisabeth I. (1533 - 1603) hat die Geschicke Englands in der
Renaissance gelenkt und das Selbstbewußtsein ihrer Nation geprägt.
In einer patriarchalischen Epoche hat sie als einzige Frau in
Europa Weltpolitik gemacht. Dies gelang ihr durch
Verhandlungsgeschick und neue technologische und ökonomische
Errungenschaften, durch den Einsatz moderner Regierungsformen und
die Führung einer parlamentarisch begleiteten Monarchie, in welcher
nicht gegen das Volk regiert wurde, sondern nach Maßgabe eines
goldenen Mittelwegs. Unter Elisabeth I. erlebte England nicht nur
einen machtpolitischen Aufschwung - der Sieg über die spanische
Armada (1588) war eine Grundvoraussetzung für die Errichtung des
britischen Weltreiches -, sondern auch eine Blüte der
Naturwissenschaft und Technologie, einen unglaublichen Aufstieg der
englischen Dichtung in den Rang der Weltliteratur (Shakespeare) und
die Entwicklung zu einer wirkungsvollen Wirtschafts- und Seemacht.
Jürgen Klein ist o. Professor für Englische Literaturwissenschaft (Geistes- und Kulturgeschichte Großbritanniens) an der Ernst- Moritz-Arndt-Universität Greifswald.
5 Marktplatz-Angebote für "Elisabeth I. und ihre Zeit" ab EUR 8,00