Einmal durch die Hölle und zurück / Pietro-Reihe Bd.2 - Bazell, Josh
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Josh Bazell 

Einmal durch die Hölle und zurück / Pietro-Reihe Bd.2

Roman.

Übersetzung: Thomas Gunkel u. Malte Krutzsch
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Einmal durch die Hölle und zurück / Pietro-Reihe Bd.2

Endlich - die Fortsetzung zum SPIEGEL-Bestseller "Schneller als der Tod"!
Schneller als der Tod von Josh Bazell war 2010 ein weltweit gefeierter Bestseller.

Jetzt zieht Bazell erneut alle Register: Nachdem ihm die Flucht vor den Mobstern aus Manhattan gelang, arbeitet Ex-Auftragskiller Pietro unter einem Decknamen als Schiffsarzt auf einem Luxus-Kreuzfahrer. Doch dann erhält er über einen alten Bekannten ein verlockendes Angebot: für einen mysteriösen Milliardär soll er überprüfen, ob dieser einem Schwindler aufgesessen ist. Zusammen mit der überaus attraktiven Paläontologin Violet macht sich Pietro auf die Suche nach der Wahrheit und landet mitten in einem Inferno aus Wahnsinn und Gewalt ...


Produktinformation

  • Abmessung: 211mm x 137mm x 36mm
  • Gewicht: 550g
  • ISBN-13: 9783100039132
  • ISBN-10: 3100039130
  • Best.Nr.: 33372365
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.01.2012

Schweinchen Schlau
Josh Bazells flaue Fortsetzung
seines Debütknallers
Josh Bazells Debütknaller hieß vor zwei Jahren „Schneller als der Tod“, und er muss so etwas wie eine halluzinatorische Grenzerfahrung für die Lesergemeinde bedeutet haben: War das jetzt der bestrecherchierte philosophische Medizin-Thriller aller Zeiten oder doch eher die bestmögliche Parodie darauf? Pietro Brwna, seines Zeichens New Yorker Ex-Auftragsmörder und Klinikarzt, kämpfte darin ums nackte Überleben. Ans Leder wollten ihm unter anderem: seine ehemalige Mafia-Familie, eine selbstinjizierte Killerkrankheit, die angebliche Holocaust-Vergangenheit seiner Großeltern sowie, schlimmster aller Gegner, das US-Gesundheitssystem. Und das alles gleichzeitig, wie Jonglage mit Dynamitstangen. Wer niemals Thriller liest, der sollte das Buch einfach als Handreichung zum Problem der Dauerkrise durcharbeiten. Und wer Thriller schätzt: Bitte möglichst schnell in der Buchhandlung den Showdown ab Seite 287 nachschlagen. Kennen Sie eine wildere Auflösung?
Traurig bloß, dass Bazells Nachfolgeroman jetzt so unwild daherkommt. War der Vorgänger ein eiskalt bemessener Giftcocktail aus …

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Josh Bazell studierte Literatur und Medizin.

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Kundenbewertungen zu "Einmal durch die Hölle und zurück /..."

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ***** gut)
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Bewertung von leserattebremen aus Bremen am 18.02.2012 ***** sehr gut
Pietro Brwna, ein ehemaliger Mafiakiller, arbeitet und einem Decknamen als Arzt an Bord eines Kreuzfahrtschiffs- so gut es eben geht mit einem sehr fragwürdigen Universitätsabschluss und einer Weiterbildung in Zahnheilkunde per Youtoube-Videos. Doch mit diesen halbwegs entspannten Leben ist es vorbei, als er für einen amerikanischen Milliardär gemeinsam mit der Paläontologin Violet Hurst auf die Jagd nach einem Seeungeheuer geschickt wird. Als sie herausfinden, dass dort in letzter Zeit bereits vier Menschen zu Tode gekommen sind, machen sie sich auf die Suche nach den vermeintlichen Mördern- denn an ein Seeungeheuer glauben sie beide nicht.
„Einmal durch die Hölle und zurück“ ist zweite Roman von Josh Bazell, sein Debüt „Schneller als der Tod“ stand lange auf den Bestsellerlisten und ist der inhaltliche Vorläufer zu diesem Krimi. Doch auch ohne Kenntnis des ersten Romans kann man der Handlung problemlos folgen. Der Stil des Autors ist äußerst unterhaltsam und hebt sich positiv von den meisten bekannten Krimiautoren ab, er ist sehr direkt, teilweise fast brutal und gleichzeitig unterlegt mit einer Menge bitterbösem schwarzem Humor. So wird die anfänglich etwas alberne Jagd nach einem Seeungeheuer gemäß Nessie in Schottland schnell zu einem spannenden Krimi mit höchst eigenartigen Charakteren, wie beispielsweise den Organisator dieser Abenteuertour Reggie Trager, dessen Motive ziemlich fragwürdig scheinen. Pure wissenschaftliche Neugier scheint es nicht zu sein, die ihn zu dieser Reise an den See treibt. Und auch der ein oder andere Prominente begibt sich mit auf die Suche nach dem Urzeitmonster, was beim Leser für einige Lacher sorgen dürfte.
„Einmal durch die Hölle und zurück“ ist ein gutes Buch für jeden, der keinen klassischen Krimi mit klarer Rollenverteilung sucht, sondern der von einem Buch neben Spannung auch Witz und eine gewisse Einzigartigkeit erwartet. Das ist Josh Bazell definitiv gelungen.

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Bewertung von melange aus Bonn am 04.01.2012 ***** weniger gut
Nach dem Top folgt ein Flop

Zum Inhalt: Der aus dem Thriller "Schneller als der Tod" bekannte Ex-Auftragskiller der Mafia im Zeugenschutzprogramm wird von einem Multimilliardär beauftragt, die Story zu einem Ungeheuer im White Lake zusammen mit einer Paläontologin zu überprüfen. Dabei kämpft er nicht nur mit Nessie, sondern mit Vergangenheit und Zukunft in Gestalt von Politikern, Mobstern und der Klimakatastrophe.

Zum Cover: Sehr schick in glänzendem Schwarz und Weiß mit erhabenen roten Blutstropfen gehalten, - ein echter Hingucker in Laden und Bücherschrank und durch die Ähnlichkeit mit dem ersten Band gut als Nachfolger zu identifizieren.

Mein Eindruck: Auch weil ich vom Vorgänger bis auf kleine Abstriche begeistert war, hat mich „Einmal durch die Hölle und zurück“ fast auf ganzer Linie enttäuscht. Zwar bedient sich Bazell in diesem Buch des für ihn typischen Stilelements der Fußnote und des lakonischen, tiefschwarzen Humors der Hauptfigur; die Story selber ist mir persönlich aber definitiv viel zu abgedreht. Fast wirkt es, als wollte Bazell noch einen draufsetzen: Noch skurrilere Nebenfiguren, noch verrücktere Verwicklungen, noch mehr Mafiadurchdringung, noch mehr Spleen. Aber so wurde es dann eben einfach zu viel: Eine absolut unglaubwürdige und dazu dürftige Handlung, zu viele supercoole Typen, die äußerst eloquent über Thematiken auf dünnem Eis plaudern können (Religion, Darwin, Klimawandel, politische Verwicklungen) und zum guten Schluss noch die Beweise der Klugheit und guten Recherche des Autors (60 Seiten). Außerdem auf gefühlten 680 von 340 Seiten die sexuelle Erregung der Hauptfigur und die Hoffnung derselben auf ein Vernaschen der Nebendarstellerin. Die Unterhaltung des Lesers durch eine spannende Geschichte (wie ich es von einem „Thriller“ erwarte), kam dabei eindeutig zu kurz.

Fazit: Zu viel Weltuntergangsgequatsche und zuviel sexuelle Frustration. Nur streckenweise die erhoffte Spannung.

2 Sterne

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Bewertung von anyways aus greifswald am 02.12.2011 ***** sehr gut
Ein Wiedersehen mit dem Ex-Auftagskiller und Arzt Pietro der unter dem Deckmantel Dr. Azimuth auf einem Kreuzfahrtschiff sein Dasein fristet. Einzig und allein da hier die Mafia höchst selten ihre Finger im Spiel hat und ihm nach seinem schnöden Leben trachtet. Erlöst wird er zum Glück von seinem Verbindungsmann, der ihm einen Auftrag an Land verschafft. Für einen Multimillionär soll er an einer Expedition, zusammen mit einer überaus attraktiven Paläontogin, zum White Lake teilnehmen, denn in diesem überaus trüben See gibt es höchstwahrscheinlich einen überaus aggressiven und blutrünstigen Verwandten von Nessie.



Josh Bazells Schreibstil ist einfach unverkennbar. Laut, schnoddrig, gossenhaft aber mit Fachwissen nicht nur in medizinischer Hinsicht gespickt. Er ist m.E. auch einer der wenigen Autoren der sich in einem Roman fortwährend der Einfügung von Fußnoten bedient. Ein Gemisch aus Krimi, Thriller, Roman und wissenschaftlicher Abhandlung in einem Tempo und Zusammenhang der wirklich , wäre es ein Film, an Tarantino erinnert.

Ganz so überzeugt war ich diesmal allerdings nicht. Mir fehlte irgendwie der richtige Biss und einige Fußnoten fand ich deplatziert. Bei wissenschaftlichen Erklärungen sind sie ja ganz hilfreich aber diesmal übertreibt es Bazell ein wenig. Auch den Epilog mit seinen 50 Seiten finde ich zwar interessant aber von seinem Umfang her übertrieben. Trotzdem ein Buch das durch seine Machart überzeugt und das man schwer aus den Händen legen kann.

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Bewertung von Themistokeles am 21.11.2011 ***** weniger gut
Inhalt: Pietro, ein Ex-Auftragsmörder, ist wegen seiner Vergangenheit unter einem Decknamen auf einem Kreuzfahrtschiff als Schiffsarzt untergetaucht. Jedoch bekommt er dort über einen alten Bekannten ein Angebot von einem mysteriösen Milliardär: Er soll die Geschichte zu einem Video überprüfen, welches dem Milliardär zugesandt wurde. In diesem Video ist die Rede davon, dass im White Lake in Minnesota ein Monster leben würde, dass schon Menschen getötet hat und aussieht wie eine große Seeschlange. Im Zusammenhang mit dem Video werden mehrer Milliardäre dazu eingeladen auf einer Tour dem Mythos auf den Grund zu gehen. Pietro erhält daher zusammen mit der attraktiven Paläontologin des Milliardärs, Violet, den Auftrag der Geschichte auf dem Video nachzugehen und bei der Tour mitzumachen. Durch das Antreten dieser Tour jedoch begegnen sie Wahnsinn und Gewalt und müssen erkennen, wie groß die Kreise sind, die die Geschichte um den White Lake zieht.

Meinung: Was an der Geschichte sehr schnell auffällt, ist die Eigenart, dass in dieser sehr viele Fußnoten benutzt werden. Die dienen dazu eine Anmerkung zu erläutern oder den Protagonisten das Geschehen kommentieren zu lassen. Mich haben diese Fußnoten im Lesefluss sehr gestört, da häufig eine Fußnote über mehr als eine Seite lief und es dazu kam, dass man umblättern musste, um die Fußnote zu lesen und dann wieder, um auch dem Text folgen zu können, da man nach knapp anderthalb Seiten Fußnote schon vergessen hatte, worum es eigentlich grade ging. Irgendwann habe ich dann das Lesen der Fußnoten eingestellt, weil es einfach zu viele, mit zu unwichtigen Nebeninformationen wurden.
Ansonsten handelt es sich bei dem Roman um eine Variation der Geschichte um Nessi, die einfach nach Minnesota verlegt wurde, denn auch das Erscheinungsbild des Monsters erinnert sehr an die Beschreibungen von Nessi. Allein diese Ähnlichkeiten machen die Geschichte noch nicht schlecht oder uninteressant, da sie eindeutig noch mit vielen weiteren Kleinigkeiten gewürzt ist. Auch der Charakter des Pietro ist auf seine Weise interessant, auch wenn ich manche Handlungen, mag es auch an meiner Unkenntnis des ersten Teils liegen, nicht nachvollziehen kann.
Manche Anspielungen und Wortwitze sind für den deutschen Leser jedoch auch nur schwer zu verstehen, wenn man nicht einiges über die USA und deren Politik weiß. Zudem gab es in dem Buch auch an einigen Stellen Ausdrücke, die mir nicht ganz so sehr zugesagt haben.
Ansonsten fand ich das Ende ein wenig unbefriedigend, denn weder war des Rätsels Lösung interessant, spannend oder mysteriös noch war das eigentliche Ende nachvollziehbar. Auch gab es Anhänge, die Schriften von der Paläontologin Violet darstellen sollten, die in keinem richtigen Zusammenhang mit dem Buch standen. Einzig gut waren noch die Erläuterungen des Autors zur Verwendung mancher Themen, die das Buch abschlossen.
Alles in allem fand ich das Buch durch den Sprachgebrauch, sowie die unterschiedlichsten Verwendungen von Fußnoten oder Anmerkungen bezüglich Begebenheiten innerhalb der USA an manchen Stelle nicht sonderlich gelungen, aber trotzdem, bei weglassen der Fußnoten lesbar. Auch die Thematik kann nur bedingt fesseln und das versprochene Inferno aus Wahnsinn und Gewalt konnte ich in der Geschichte leider nicht finden.

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