Eine iranische Liebesgeschichte zensieren - Mandanipur, Shahriar

Shahriar Mandanipur 

Eine iranische Liebesgeschichte zensieren

Roman

Übersetzung: Ballin, Ursula
Gebundenes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Eine iranische Liebesgeschichte zensieren

Ein iranischer Schriftsteller ist es leid, immer nur düstere Romane mit tragischem Ausgang zu schreiben. Also beginnt er eine Liebesgeschichte - ein Projekt mit Tücken. Wie erzählen, wenn es den Liebenden verboten ist, sich allein zu begegnen, sich in die Augen zu schauen Wie ein mächtiger Schatten wacht Herr Petrowitsch, der Zensor, über jedes Wort und liest sogar die Gedanken des Schriftstellers zwischen den Zeilen. Also müssen Sara und Dara, das junge Paar aus Teheran, tausend Listen und Tricks ersinnen, um sich zu finden. Ihre Liebe muss sich bewähren gegen Anfeindungen und Gefahren, nicht zuletzt gegen die Verdikte des Zensors, der dem Schriftsteller genau dann in die Tasten fällt, wenn die Zauberkraft der Liebe ihre Wirkung zeigt. Wird es dem Schriftsteller gelingen, die Geschichte von Sara und Dara zu einem glücklichen Ende zu bringen?

Produktinformation


  • Verlag: Unionsverlag
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 320 S.
  • Seitenzahl: 320
  • Deutsch
  • Gewicht: 540g
  • ISBN-13: 9783293004153
  • ISBN-10: 3293004156
  • Best.Nr.: 28031428

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Ziemlich "gewitzt" findet Judith von Sternburg diesen Roman von Shahriar Mandanipur. Es geht, wie der Titel vermuten lässt, um eine Liebesbeziehung zwischen einem Jungen und einem Mädchen im Iran, die es laut iranischer Gesetzgebung aber gar nicht geben dürfte. Mandanipur nun erzählt sie trotzdem, indem er allerdings, das ist der Clou, einen Autor seinen Liebesroman gegen einen Zensor durchfechten lässt. Die Zensur ist also schon mit eingebaut, was Mandanipur allerdings nicht geholfen hat: Sein Buch durfte im Iran trotzdem nicht erscheinen. Trotzdem bekennt Sternburg ihre Bewunderung für die Virtuosität, mit der Mandanipur seine ebenso bittere wie "Screwball-Komödien-witzige" Geschichte erzähle.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.04.2010

Die Taube innig saß auf Habichts Brust

Liebe und Literatur unter den Augen des Zensors: Der iranische Schriftsteller Shahriar Mandanipur zeichnet ein raffiniert-böses Sittenbild der islamischen Diktatur.

Von Hubert Spiegel

Das Teheraner Ministerium für Kultur und islamische Führung besitzt einen eigenen Kinosaal mit bequemen Sesseln und modernster Technik. Hier halten die Beamten, die darüber zu entscheiden haben, welche Filme das Volk sehen darf und welche nicht, ihre bizarren Sitzungen ab. Erbittert streiten sie über die Grenzen des Erlaubten, über Anspielungen, Subtexte und die ungeschriebenen Gesetze ihrer Zensurbehörde, die es der iranischen Verfassung nach gar nicht geben dürfte.

In einer der brillantesten Szenen seines Romans lässt Shahriar Mandanipur die Zensurbeamten einen Hollywood-Film mit Al Pacino begutachten. Die Funktionen sind klar verteilt: Es gibt den Tugendwächter, dem jeder Quadratzentimeter nackter Haut und jeder Tropfen Alkohol zuwider sind, den Beauftragten für antiamerikanische Angelegenheiten und den auf verlorenem Posten kämpfenden Filmexperten, einen ästhetisch argumentierenden Kinoenthusiasten. Sie …

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Shahriar Mandanipur, 1957 in Shiraz geboren, ist einer der bekanntesten iranischen Autoren. Er studierte Politikwissenschaften und war Soldat im iranisch-irakischen Krieg. Für seine Werke hat er zahlreiche Preise gewonnen, darunter den Mehregan Award und den Golden Tablet Award. Zurzeit ist er Gastdozent in Harvard und lebt in Cambridge, Massachusetts. Über zehn Jahre lang war er Chefredakteur der Literaturzeitschrift Asr-e Pandjshanbeh (Donnerstagabend), die 2009 aus politischen Gründen eingestellt wurde.

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Kundenbewertungen zu "Eine iranische Liebesgeschichte zensieren"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von ebhd aus Neuenhagen am 20.08.2010 ***** sehr gut
Ausgehend von den mir bekannten Verhältnissen im Iran: eine wahre "Geschichte" zugleich lustig und unendlich traurig und wütend machend.

Die Art der Darstellung sehr innovativ und dadurch beeindruckend.

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