Ein Stück des blauen Himmels - Eisendle, Helmut

Helmut Eisendle 

Ein Stück des blauen Himmels

Roman

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Ein Stück des blauen Himmels

Drei Menschen verstrickt in ein Verwirrspiel um Liebe und Tod


Produktinformation

  • Verlag: Residenz
  • 2003
  • 1., Aufl.
  • Seitenzahl: 116
  • Deutsch
  • Abmessung: 196mm x 117mm x 13mm
  • Gewicht: 213g
  • ISBN-13: 9783701713561
  • ISBN-10: 3701713561
  • Best.Nr.: 11834328

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Günther Stocker hätte diesem Roman, dessen österreichischer Autor Helmut Eisendle kurz vor dem Erscheinen des Buche gestorben ist, gern einen anderen Titel gegeben. Er findet, dass zu dieser Geschichte der Titel "Eine seltsam traurige Geschichte" besser passt. Der Protagonist Estes blickt in Dialogen zurück auf ein gescheitertes Leben, eine gescheiterte Ehe und den Selbstmord seines Freundes, an dem er sich schuldig fühlt, fasst Stocker zusammen. Diese langen Gespräche werden lediglich von kurzen Erzählpassagen, die sich allerdings eher wie "Regieanweisungen" lesen, unterbrochen, bemerkt der Rezensent und er findet, dass die etwas "gekünstelt" wirkenden Dialoge, die zumeist aufs "Grundsätzliche" zielen, dabei nicht selten in den Bereich des "Banalen" geraten. Trotzdem sei deutlich zu spüren, dass hinter all der Gesprächigkeit der Figuren eine "große Melancholie" liegt, so Stocker versöhnlich, wenn auch nicht gänzlich von diesem Roman überzeugt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.03.2004

Jenseits der Worte
Helmut Eisendles letzter Roman „Ein Stück des blauen Himmels”
Der österreichische Schriftsteller Helmut Eisendle ist im September 2003 verstorben, nur wenige Tage nachdem sein Roman „Ein Stück des blauen Himmels” erschien, in dem er seine Figuren um Tod und Selbstmord kreisen lässt. Man sollte sich jedoch davor hüten, den Roman als ein Vermächtnis des Schriftstellers zu lesen. Denn der Begriff Vermächtnis impliziert ein abschließendes Wort, eine endgültige Aussage. Eisendle aber hat sein breites Werk, das etwa vierzig Bücher umfasst, mit „Ein Stück des blauen Himmels” nicht abgeschlossen, sondern ein weiteres Mal für den Dialog geöffnet. Bereits sein literarisches Debüt von 1972, „Walder oder die stilisierte Entwicklung einer Neurose”, enthielt sarkastische Überlegungen zur Suicidologie. In seinem letzten Roman nun spricht er vom Nachteil, geboren worden zu sein, und der Freitod von Schubert lässt seinen Freund Estes noch Jahrzehnte nach der Tat ratlos und fragend zurück.
Die Wahl der Figuren ist ebenfalls ein Verweis auf Früheres, sie entstammen dem 1976 erschienenen Roman „Jenseits der Vernunft”. Schon …

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Helmut Eisendle, geboren 1939 in Graz, gestorben 2003 in Wien. Studium der Psychologie, Philosophie und Biologie, seit 1972 freier Schriftsteller.

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