Eigensinnige Ansichten - Nabokov, Vladimir

Vladimir Nabokov 

Eigensinnige Ansichten

Aus d. Engl., Russ., Französ. u. Italien. v. Dieter E. Zimmer, Sabine Hartmann, Christel Gersch u. a.
Buch mit Leinen-Einband
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
38 ebmiles sammeln
EUR 38,00
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Eigensinnige Ansichten

Dies ist der Band, zu dessen Zusammenstellung Vladimir Nabokov selber nicht mehr kam.

Gut sechzig Texte Vladimir Nabokovs aus der gesamten Zeit eines russisch-amerikanischen Schriftstellerlebens in fünf Ländern, entstanden zwischen 1921 und 1977, hat Dieter E. Zimmer versammelt: Interviews, Feuilletons, Vorträge, Rezensionen, Nachrufe, Umfrageantworten, Leserbriefe. Sie stammen aus vierzig verschiedenen Quellen, die meisten entlegen und einige nahezu verschollen. Mehrere sind Erstdrucke aus dem Nachlaß. So verschieden die Anlässe dieser Texte, ihr Umfeld, ihr Ton, durchzieht sie dennoch ein roter Faden. Es ist Nabokovs emphatische und unbedingte Liebe zur konkreten Einzelheit und seine Abneigung gegen Verallgemeinerungen, Allgemeinbegriffe, Klischees. "Eigensinnige Anisichten" ergänz Nabokovs eigene Sammlung "Deutliche Worte" (1973) und weitet gleichzeitig deren zeitlichen, räumlichen und thematischen Rahmen.


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt, Reinbek
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 653 S.
  • Seitenzahl: 656
  • Gesammelte Werke Bd.21
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 125mm x 41mm
  • Gewicht: 566g
  • ISBN-13: 9783498046620
  • ISBN-10: 3498046624
  • Best.Nr.: 12330583

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Der Nobokovien, wie Gustav Seibt den Experten und Liebhaber der Nabokovschen Romanwelt nennt, wird in diesem Sammelband mit nachgelassenen Interviews und literarischen Essays nichts wirklich Neues entdecken, vermutet der Rezensent. Viele der Texte waren anlassgebunden gewesen und darum von "geringerem Gewicht", behauptet er, und auch Interviews will Seibt in dem Band "Deutliche Worte" schon bessere gelesen haben. Trotzdem hat Herausgeber Dieter E. Zimmer auch diesen Band mit gewohnter Akribie betreut, versichert Seibt. Und ein Sammelband wäre ja auch kein Sammelband, würde man nicht doch etwas Lesenswertes darin entdecken. Für Seibt sind die Entdeckung dieses Bandes einige Abhandlungen Nabokovs, die sich mit dem Medium Theater befassen, das sonst im Werk des Schriftstellers keinen großen Raum einnimmt. Aber Nabokov war ein leidenschaftlicher Theatergänger und Zuschauer, hat sich nun herausgestellt, der über die "unsichtbare Glaswand" zwischen Bühne und Zuschauerraum, Kunst und Leben, Wirklichkeit und Unwirklichem reflektierte. Diese Reflexionen lassen mehr als ästhetische, nämlich erkenntnistheoretische Rückschlüsse auf Nabokovs Schreiben zu, schwärmt Seibt, der das "glückhaft gesteigerte Wirklichkeitsgefühl" der Nabokovschen Romane "aus der Empfindung der Unwahrscheinlichkeit von Wirklichkeit" ableitet, wie es Nabokov im Theater offensichtlich intensiv erlebt hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.07.2004

Das drückt keinen Rücken

Zwei Kilo und 780 Gramm: Das ist doch nichts, da läuft der Rucksackträger beschwingt zum nächsten Strand, setzt sich in den Liegestuhl, packt den Discman aus, läßt sich von Murray Perahia Bach vorspielen, schwitzt unter der sizilianischen Sonne des "Leoparden" und trinkt Bier mit Nabokov.

Die Katze, die dem Buch seinen Titel gibt, heißt Pardelkatze auf deutsch, gattopardo auf italienisch; die zoologische Bezeichnung heißt Leopardus pardalis, und vermutlich ist es eben doch die schlechteste Lösung, wenn die neue Übersetzung dieses Romans (dessen alte Übersetzung nicht übel war) jetzt Der Gattopardo heißt (Piper, 22,90 Euro), obwohl wir das Buch und die Verfilmung doch unter dem Titel "Der Leopard" seit langem kennen, was bei einem zoologischen Fachbuch vielleicht fahrlässig wäre - aber hier haben wir doch einen Roman, eine Hitzewallung von einem Roman, geschrieben von Giuseppe Tomasi, dem Fürsten von Lampedusa, der beim Schreiben nicht ganz so alt und müde wie sein Held war, aber der Jüngste war er auch nicht mehr, und so klingt auch seine Prosa, womit sie sich auf der Höhe ihres Gegenstandes bewegt, des alten …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.10.2004

Die Mondkarte sticht
Unwissen und Einbildungskraft, Ich und Nicht-Ich: Neue Nachrichten aus der Nabokov-Welt
Was darf ein moderner Romancier eigentlich erfinden? Außerhalb der reinen Science-Fiction oder der Fantasy wohl doch nur das Wahrscheinliche oder noch ein wenig präziser formuliert: das Mögliche. Auch die namenlose, erfundene Großstadt eines Romans muss so viele Züge mit den bekannten realen Städten dieser Welt teilen, dass die Einbildungskraft des Lesers nicht überfordert ist. Vladimir Nabokov, dieser mit szientifischer Präzision arbeitende Erzähler, war stolz darauf, in seinem späten Roman „Ada” zum ersten Mal „wissenschaftlich mögliche Schmetterlinge” erfunden zu haben (allerdings nur Arten, nicht Gattungen, „das ist das Hübsche daran”).
Das Hübsche, aber auch ein wenig Verstörende für uns Leser besteht freilich darin, dass 99 Prozent von uns sich dieses Umstands wohl gar nicht bewusst werden. Wir nehmen die von Nabokov kreierten Arten für bare Münze und müssten erst mühsam blättern, um ihre reale Nichtexistenz festzustellen. Er nutze dabei ein wenig die Unwissenheit des Lesers in Sachen Schmetterlingen aus, …

Weiter lesen
Vladimir Nabokov, geb. am 22.04.1899 in St. Petersburg, entstammte einer großbürgerlichen russischen Familie, die nach der Oktoberrevolution von 1917 emigrierte. Nabokov selbst ging zunächst nach England, wo er am Trinity College in Cambridge französische und russische Literatur studierte. Von 1922-37 lebte er in Berlin, wo er 1925 die Russin Vera Slonim heiratete, der er bis zu seinem Lebensende nahezu alle seine Bücher gewidmet hat. 1938 verließ Nabokov Deutschland und ging mit seiner Frau und seinem Sohn nach Paris, bevor er 1940 nach Amerika übersiedelte. Wegen seiner Kenntnisse als Schmetterlingsforscher erhielt er 1942 einen Forschungsauftrag der Harvard Universität. Er beschrieb eine Reihe von neuen Schmetterlingsarten, von denen eine nach ihm benannt wurde. 1945 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Mit der Hilfe von Freunden und unter anderem aufgrund der Studie über Nikolai Gogol, die er 1944 veröffentlichte, wurde ihm 1948 eine Professur für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität von Cornell angeboten. Hier arbeitete er zehn Jahre lang, bis ihm der der Welterfolg von "Lolita" es ihm ermöglichte, seine Lehrtätigkeit aufzugeben. Nabokov zog in die Schweiz, wo er sich ganz dem Schreiben widmete, Schmetterlinge fing und seine russischen

3 Marktplatz-Angebote für "Eigensinnige Ansichten" ab EUR 22,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 22,00 1,80 Banküberweisung Uschi Bramke 100,0% ansehen
wie neu 36,10 0,00 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen
wie neu 81,95 0,00 PayPal Quickwork Consultants 100,0% ansehen
Mehr von