Echtleben - Kullmann, Katja

Katja Kullmann 

Echtleben

Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben

Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
18 ebmiles sammeln
EUR 17,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Echtleben

Vor zehn Jahren hat uns Katja Kullmann die Generation Ally erklärt. Inzwischen hat sich die Welt mehrmals überschlagen: In der Gesellschaft geben Wirtschaftskrisen, Flexibilisierung, Erosion der Mittelschicht den Takt vor. Auf der persönlichen Ebene stellen sich die Fragen konkret: Bin ich noch bereit, meine Ideale zu verraten, um meinen sozialen Status zu halten? Was ist der Ausweg, wenn mein individualisiertes Lebenskonzept in die Sackgasse führt? - Da helfen Coolness, Ironie oder Flucht in Lifestyle-Marotten nicht weiter. Scharfsichtig und unterhaltsam zeichnet Katja Kullmann den emotionalen Klimawandel innerhalb ihrer Generation nach. Und sie zeigt, wie vermeintlich alte Werte mit neuem Leben gefüllt und vom Muff des Konservatismus befreit werden können. Sich einmischen, kämpfen für das, was wichtig ist, sich gegen den Wind stellen: Wie kann das heute aussehen? Wer soll es tun, wenn nicht wir selbst? Es gibt doch nichts zu verlieren. "Wenn man Jahre damit verbracht hat, sich alle Optionen offen zu halten, Anstellungen zu vermeiden, Beziehungen zu managen, sich auszukennen und auch ironisch zu bleiben, wenn der eigene soziale Status prekär wird - dann wächst die Sehnsucht nach dem Echtleben." Katja Kullmann

Willkommen im Echtleben Klug und unerschrocken seziert Katja Kullmann den emotionalen Klimawandel bei den über 30-Jährigen. Sie zeigt, warum Vertrauen, Verbindlichkeit und Zusammenhalt immer wichtiger werden. Vor zehn Jahren hat uns Katja Kullmann die Generation Ally erklärt. Inzwischen hat sich die Welt mehrmals überschlagen: In der Gesellschaft geben Wirtschaftskrisen, Flexibilisierung, Erosion der Mittelschicht den Takt vor. Auf der persönlichen Ebene stellen sich die Fragen konkret: Bin ich noch bereit, meine Ideale zu verraten, um meinen sozialen Status zu halten? Was ist der Ausweg, wenn mein individualisiertes Lebenskonzept in die Sackgasse führt? - Da helfen Coolness, Ironie oder Flucht in Lifestyle-Marotten nicht weiter. Scharfsichtig und unterhaltsam zeichnet Katja Kullmann den emotionalen Klimawandel innerhalb ihrer Generation nach. Und sie zeigt, wie vermeintlich alte Werte mit neuem...


Produktinformation

  • Verlag: Eichborn
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 255 S.
  • Seitenzahl: 255
  • Best.Nr. des Verlages: 006535
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 150mm x 28mm
  • Gewicht: 437g
  • ISBN-13: 9783821865355
  • ISBN-10: 3821865350
  • Best.Nr.: 32653103
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.08.2011

Die Berliner Republik
Über die finanziellen Nöte der kreativen Klasse

Sie wollten nicht wie ihre Eltern leben. Keinen Beruf erlernen, der nur dem Zweck dient, Geld zu verdienen. Um damit eine Familie zu ernähren, ein Reihenendhaus abzubezahlen, ein ansehnliches Auto vor der Tür zu parken. Sie studierten nicht Betriebswirtschaft oder Maschinenbau oder Medizin, sondern lieber Kommunikationswissenschaften oder Literatur oder Anglistik oder alles zusammen. Was sie wollten, war ein Beruf, in dem Hierarchien und Geld keine große Rolle spielen, persönliche Interessen und Kreativität dafür eine umso größere. Die Sache mit den Hierarchien und den Interessen und der Kreativität hat so weit auch geklappt - die mit dem Geld leider nicht.

In ihrem Buch "Echtleben" beschreibt die Autorin Katja Kullmann das Leben und besonders die Finanznöte der kreativen Klasse. Es geht um Menschen zwischen Mitte Dreißig und Mitte Vierzig, "fortgeschrittene Erwachsene", die sich nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium als freiberufliche Autoren oder Designer in der Kreativwirtschaft von Projekt zu Projekt hangeln, die mal stattliche Summen verdienen, mal …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Ja, die Boheme ist auch nicht mehr, was sie mal war. Frei will sie sein, das Risio des Scheiterns aber lieber nicht tragen, spottet der hier rezensierende Unternehmensberater und Journalist Jan Füchtjohann über die von Katja Kullmann porträtierten verarmten Kreativen aus der Generation der 30- bis 45-Jährigen. Ihn nervt das Gejammer. Außerdem habe Kullmann oberflächlich recherchiert und argumentiere mit wenig intellektueller Schärfe: Füchtjohann vergleicht das Buch mit einer "wütend zusammengerollten Frauenzeitschrift". Da haben Ingo Niermann ("Minusvisionen: Unternehmer ohne Geld") und Rafael Horzon ("Das Weisse Buch") Gehaltvolleres zum Thema beigetragen, findet er.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.07.2011

Traurige Tagelöhner
Hier spricht das Kreativprekariat: Katja Kullmanns „Echtleben“
Das Chaos ist blassblau und sieht auf den ersten Blick wie ein Tapetenmuster aus. Auf den zweiten Blick erkennt man Umrisse: ein Vintage-Fahrrad, ein It-Bag, ein ausgelatschter Turnschuh, dazu ein Gehirn, Computerkürzel, Sprechblasen. Mitten ins Chaos hat jemand ein kreisrundes Loch geschnitten. Sehr aufgeräumt und in den Farben der aktuellen Regierungskoalition steht da: „Katja Kullman: Echtleben. Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben“.
Haltung in der Wirrnis, Ordnung im Chaos, das echte Leben im Falschen: Das verspricht das Buch (Eichborn Verlag, 17,95 Euro) schon von außen. Und die Botschaft kommt an: Im Zeit- Magazin wurde die Autorin sofort einfühlsam befragt, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung befand der designierte neue Feuilletonchef des Hauptblattes, Nils Minkmar, dies sei ein „wichtiges soziologisches, politisches Buch“, das die „Alles wird gut-Rhetorik“ der Merkeljahre widerlege. Das ist doch mal was.
Dabei ist „Echtleben“ zunächst einmal nur ein weiteres Generationen-Buch: Wir, schreibt …

Weiter lesen

"ECHTLEBEN ist ein wichtiges soziologisches, politisches Buch, das man immer amüsiert liest und das manchmal zum Lachen reizt, obwohl es eigentlich eine traurige Geschichte erzählt. (...) Mit poetischer Genaugikeit erzählt. (...) Es ist ein die ,Alles-wird-gut-Rhetorik der Merkel-Jahre widerlegendes Buch, das die individuellen Kosten eines politischen Schwindels vorrechnet." -- Nils Minkmar, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung , 19.6.2011<br/><br/>"Kullmann hat ihre Analyse der Arbeitswelt für die etwas angegrauten ,Neuen Erwachsenen wie einen soziologischen Thriller geschrieben. Sie schont sich in ihrer geschliffen formulierten Ursachenforschung selbst am wenigsten. (...) Sowohl in der Methode, als auch stilistisch hebt sich das Buch wohltuend von den üblichen, oftmals unerträglichen Lifestyle-Theoretikern aus der Zukunftsforscher-Zunft ab. Kullmanns ECHTLEBEN ist echt, weil selbst erlebt, aus nächster Nähe beobachtet, dann messerscharf analysiert und in große, oft beängstigende Zusammenhänge gesetzt." -- profil , 6. Juni 2011<br/><br/>"Das Nervende an Generationenbüchern ist ja, dass sie eine Generation ausrufen (Umhängetasche / X / Golf). Umso interessanter ist es, dass ausgerechnet ein Buch, das erst gar nicht den Versuch unternimmt, solch ein ,Wir zu behaupten, einem verbreiteten Lebensgefühl so nahekommt." -- KulturSPIEGEL, 30. Mai 2011<br/><br/>"Ein ebenso kluger wie eigenwilliger Faktencheck des neuen Kapitalismus und seiner Kulturen - amüsant... "Diesmal kein Generationen-Buch, eher ein Epochen-Buch: punktgenau und vergnüglich, die deutsche Antwort auf Stéphane Hessel, nur jünger, konkreter, origineller." -- Luzia Braun, ZDF Aspekte, Juni 2011<br/><br/>"Eine gelungene Gesellschaftskritik über eine Generation, die eigentlich am Drücker sein sollte, die aber immer wieder erfährt, dass sie nicht gebraucht wird." -- Margarete Kreuzer, RBB Stilbruch, 9. Juni 2011

"Unter erfolgreichen freien Kulturschaffenden [...] zieht die soziale Herkunft eine harte Grenze, sie schafft eine Zwei-Klassen-Bohème, wie Kullmann in ihrem sehr gelungenen Buch eindringlich analysiert."(Alexander Schimmelbusch, Die Welt, 13. Juli 2011)"ECHTLEBEN ist ein wichtiges soziologisches, politisches Buch, das man immer amüsiert liest und das manchmal zum Lachen reizt, obwohl es eigentlich eine traurige Geschichte erzählt. (...) Mit poetischer Genaugikeit erzählt. (...) Es ist ein die ,Alles-wird-gut-Rhetorik der Merkel-Jahre widerlegendes Buch, das die individuellen Kosten eines politischen Schwindels vorrechnet."(Nils Minkmar, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung , 19. Juni 2011)"Kullmann hat ihre Analyse der Arbeitswelt für die etwas angegrauten ,Neuen Erwachsenen wie einen soziologischen Thriller geschrieben. Sie schont sich in ihrer geschliffen formulierten Ursachenforschung selbst am wenigsten. (...) Sowohl in der Methode, als auch stilistisch hebt sich das Buch wohltuend von den üblichen, oftmals unerträglichen Lifestyle-Theoretikern aus der Zukunftsforscher-Zunft ab. Kullmanns ECHTLEBEN ist echt, weil selbst erlebt, aus nächster Nähe beobachtet, dann messerscharf analysiert und in große, oft beängstigende Zusammenhänge gesetzt." (Angelika Hager, profil , 6. Juni 2011) "Das Nervende an Generationenbüchern ist ja, dass sie eine Generation ausrufen (Umhängetasche / X / Golf). Umso interessanter ist es, dass ausgerechnet ein Buch, das erst gar nicht den Versuch unternimmt, solch ein ,Wir zu behaupten, einem verbreiteten Lebensgefühl so nahekommt."(KulturSPIEGEL, 30. Mai 2011) "Ein ebenso kluger wie eigenwilliger Faktencheck des neuen Kapitalismus und seiner..."Diesmal kein Generationen-Buch, eher ein Epochen-Buch: punktgenau und vergnüglich, die deutsche Antwort auf Stéphane Hessel, nur jünger, konkreter, origineller." (Luzia Braun, ZDF Aspekte, Juni 2011)"Eine gelungene Gesellschaftskritik über eine Generation, die eigentlich am Drücker sein sollte, die aber immer wieder erfährt, dass sie nicht gebraucht wird."(Margarete Kreuzer, RBB Stilbruch, 9. Juni 2011)"... ein wunderbar humorvoll und intelligent formulierter Weckruf an das Kreativ-Prekariat ..."(Julia Eikmann, dradio, 20. Juli 2011)

"Unter erfolgreichen freien Kulturschaffenden (...) zieht die soziale Herkunft eine harte Grenze, sie schafft eine Zwei-Klassen-Bohème, wie Kullmann in ihrem sehr gelungenen Buch eindringlich analysiert."(Alexander Schimmelbusch, Die Welt, 13. Juli 2011) "ECHTLEBEN ist ein wichtiges soziologisches, politisches Buch, das man immer amüsiert liest und das manchmal zum Lachen reizt, obwohl es eigentlich eine traurige Geschichte erzählt. (...) Mit poetischer Genaugikeit erzählt. (...) Es ist ein die ,Alles-wird-gut-Rhetorik der Merkel-Jahre widerlegendes Buch, das die individuellen Kosten eines politischen Schwindels vorrechnet."(Nils Minkmar, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung , 19. Juni 2011) "Kullmann hat ihre Analyse der Arbeitswelt für die etwas angegrauten ,Neuen Erwachsenen wie einen soziologischen Thriller geschrieben. Sie schont sich in ihrer geschliffen formulierten Ursachenforschung selbst am wenigsten. (...) Sowohl in der Methode, als auch stilistisch hebt sich das Buch wohltuend von den üblichen, oftmals unerträglichen Lifestyle-Theoretikern aus der Zukunftsforscher-Zunft ab. Kullmanns ECHTLEBEN ist echt, weil selbst erlebt, aus nächster Nähe beobachtet, dann messerscharf analysiert und in große, oft beängstigende Zusammenhänge gesetzt." (Angelika Hager, profil , 6. Juni 2011) "Das Nervende an Generationenbüchern ist ja, dass sie eine Generation ausrufen (Umhängetasche / X / Golf). Umso interessanter ist es, dass ausgerechnet ein Buch, das erst gar nicht den Versuch unternimmt, solch ein ,Wir zu behaupten, einem verbreiteten Lebensgefühl so nahekommt."(KulturSPIEGEL, 30. Mai 2011) "Ein ebenso kluger wie eigenwilliger Faktencheck des neuen Kapitalismus und seiner... "Diesmal kein Generationen-Buch, eher ein Epochen-Buch: punktgenau und vergnüglich, die deutsche Antwort auf Stéphane Hessel, nur jünger, konkreter, origineller." (Luzia Braun, ZDF Aspekte, Juni 2011) "Eine gelungene Gesellschaftskritik über eine Generation, die eigentlich am Drücker sein sollte, die aber immer wieder erfährt, dass sie nicht gebraucht wird."(Margarete Kreuzer, RBB Stilbruch, 9. Juni 2011) "... ein wunderbar humorvoll und intelligent formulierter Weckruf an das Kreativ-Prekariat ..."(Julia Eikmann, dradio, 20. Juli 2011)
Katja Kullmann, geboren 1970, Journalistin und Buchautorin. Von der Soziologie-Studentin wurde sie zur Bestsellerautorin - und von da zur mäßig bezahlten Freelancerin mit Hartz-IV-Erfahrung. Dann kletterte sie auf einen festen Chefposten - und ging bald freiwillig zurück in die Kleinstunternehmerexistenz. Im Eichborn Verlag erschien Generation Ally (2002), ausgezeichnet mit dem Deutschen Bücherpreis 2003 für das beste Sachbuch. www.katjakullmann.de

6 Marktplatz-Angebote für "Echtleben" ab EUR 12,99

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 12,99 0,00 Kreditkarte, offene Rechnung AHA-BUCH GmbH 99,6% ansehen
wie neu 13,00 1,10 Banküberweisung buecherwurm_mz 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 13,39 1,10 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung tahana 100,0% ansehen
14,00 1,90 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung Antiquariat Wolfgang Rüger 99,8% ansehen
wie neu 14,06 3,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, moneybookers, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Steinberger Hof 99,7% ansehen
wie neu 17,23 0,00 Banküberweisung robo-buch 97,6% ansehen
Mehr von