Earthsong, dtsch. Ausg. - Edmaier, Bernhard

Bernhard Edmaier 

Earthsong, dtsch. Ausg.

Texte v. Angelika Jung-Hüttl
Gebundenes Buch
 
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Earthsong, dtsch. Ausg.

Noch gibt es von Menschenhand unberührte Gegenden auf der Erde. Dort herrscht die Natur, und natürliche Erscheinungen prägen die Landschaft. Vor allem aus der Luft fotografiert, enthüllt der faszinierende Anblick von Vulkanen, Gletschern, Korallenriffen, Merresküsten und Flüssen die filigranen wie imposanten Muster, welche geologische Kräfte und die Vegetation auf der Erdkruste hinterlassen haben. In seinen Bildern fängt Bernhard Edmaier die atemberaubende Schönheit dieser unberührten Landstriche ein und dokumentiert Phänomene, die nur Augenblicke, aber auch Jahrmillionen währen können.


Produktinformation

  • Verlag: Phaidon, Berlin
  • 2007
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 232 S. m. zahlr. Farbfotos auf Taf.
  • Seitenzahl: 232
  • Deutsch
  • Abmessung: 36 cm
  • Gewicht: 2607g
  • ISBN-13: 9780714894249
  • ISBN-10: 0714894249
  • Best.Nr.: 12959085
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.01.2005

Gefrorene Meere, trostlose Wüsten, grollende Vulkane
Die Fotografien Bernhard Edmaiers sind streng geologische Darstellungen der sich stets wandelnden Erde - und doch ist man versucht, diese Naturabbildungen als Seelenlandschaften zu lesen / Von Freddy Langer

Earthsong? Das klingt nach Songlines und nach Lied der Erde. Nach Mythischem und Mystischem. Ein wenig nach Esoterik und ein wenig nach der düsteren Musik von Gustav Mahler. Dabei hatte für Bernhard Edmaier, dessen grandiose Aufnahmen aus dem Himmel nun unter ebendiesem Titel als kiloschweres Buch erschienen sind, alles ganz anders begonnen. Fern jeglicher spiritueller Erfahrungen und poetischer Hoffnungen, vielmehr ganz und gar prosaisch: mit Verdrossenheit.

Edmaier hatte Bauwesen und Geologie studiert und sich über die miserablen Abbildungen in den Lehrbüchern geärgert. Das kann man besser machen, sagte er sich und meinte damit, daß er es besser machen könne. Fast augenblicklich begann er zu fotografieren und komponierte fortan aus der Ferne, was er aus der Nähe hätte untersuchen sollen. Für seine Diplomarbeit "Murentätigkeit in den Ostalpen und anthropogene Ursachen" mußte er …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Absolut begeistert schwelgt Rezensent Freddy Langer in den "grandiosen" Fotografien dieses "kiloschweren" Bildbandes, die seiner Ansicht nach eher moderner Kunst als Naturbildern gleichen. Der Fotograf Bernhard Edmaier präsentiert dem Rezensenten die Welt in kühnen Ansichten. Seinen Informationen zufolge fotografiert Edmaier sie lotrecht aus Flugzeugen und Hubschraubern heraus, wodurch der Horizont verschwinde und die Landschaften nur noch auf Farben und Formen reduziert seien und für den Rezensenten so voller Abgründe und elementarer Spannungen sind. Oft sei die Landschaft auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen, lesen wir. Bilder weitverzweigter Canyons sehen für Langer beispielsweise zunächst wie "Stillleben mit Austernschalen" aus. Immer wieder kippen die Fotografien in seinen Augen zwischen aufgewühlter Emotion und nüchterner Dokumentation. Manchmal würden Landschaften dabei auch zu Seelenlandschaften. Auch liege über den darauf dokumentierten Spuren der ungestümen Kraft einer rastlosen Natur stets ein Hauch von Poesie.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.01.2005

Menschenlose Luftbilder: Bernhard Edmaiers „Earthsong”
Mehr als sechs Milliarden Menschen tummeln sich derzeit auf unserem Planeten. Sie haben sich die Erde untertan gemacht, sie beackert, bebaut und begradigt, haben ihre Regenwälder abgeholzt und ihre Rohstoffe geplündert. Sie sind die Herren der Welt - und doch haben sie die Natur nicht in ihrer Gewalt. Kontinentalplatten verschieben sich, Vulkane speien, Taifune und Tsunamis toben - die Erde ist mehr als das, was der Mensch in den 150 000 Jahren seiner Existenz daraus gemacht hat. 4,6 Milliarden Jahre alt, ist sie ein einzigartiges Rätsel- und Wunderwerk. Sie gehorcht tektonischen Kräften und hat ihre eigenen Gesetze.
Diese Ur- und Naturgewalt unseres Planeten feiert der Bildband „Earthsong” von Bernhard Edmaier in aller Schönheit (Phaidon Verlag, Berlin 2004. 230 Seiten, 59,95 Euro). Der Münchner Fotograf und ehemalige Geologe versammelt atemberaubende Luftaufnahmen von Regionen, die von Menschenhand weitgehend unberührt geblieben sind. In vier Kapiteln entwirft Edmaier, unterstützt von den Bildlegenden der Wissenschaftsjournalistin Angelika Jung-Hüttl, eine beeindruckende Morphologie der vier …

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Angelika Jung-Hüttl ist Diplomgeologin, promovierte Wissenschaftshistorikerin und Publizistin. Sie arbeitet für die Süddeutsche Zeitung, die Berliner Zeitung und verschiedene Magazine und hat mit ihrem Lebenspartner, dem Fotografen Bernhard Edmaier, zahlreiche Bildbände veröffentlicht.

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