Dunkler Wahn - Dorn, Wulf

Wulf Dorn 

Dunkler Wahn

Thriller

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Dunkler Wahn

Sie liebt. Sie lauert. Sie tötet.

Ein Rosenstrauß ohne Absender. Geschenke vor der Haustür. Briefe unter dem Scheibenwischer ... Der Psychiater Jan Forstner wird von einer Unbekannten mit Liebesbezeugungen überhäuft. Anfangs glaubt Jan noch an die harmlose Schwärmerei einer ehemaligen Patientin. Doch dann bittet ihn ein Journalist um Mithilfe im Fall einer geistig gestörten Person und wird kurz darauf ermordet. Jan erkennt, dass er ins Visier einer Wahnsinnigen geraten ist. Und seine Verfolgerin schreckt vor nichts zurück. Seit der Aufdeckung des Fahlenberger Klinikskandals ist der Psychiater Jan Forstner gegen seinen Willen zu einer lokalen Berühmtheit geworden. Deshalb misst er den Geschenken einer unbekannten Verehrerin zunächst auch keine Bedeutung bei. Doch dann wird ein Journalist ermordet, der Jan um Mithilfe in einem mysteriösen Fall gebeten hatte. Ein Fall, der mit einer rätselhaften Frau in Zusammenhang stand.Jan erkennt, dass er ins Visier einer Wahnsinnigen geraten ist, die ein perfides Spiel mit ihm treibt. Doch wer ist die Frau mit den zwei Gesichtern? Die Suche nach der Identität der Mörderin führt den Psychiater in einen Alptraum aus Paranoia und seelischer Grausamkeit, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Und die einzige Person, die ihm helfen könnte, ist zum Schweigen verdammt.



Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 431 S. 220 mm
  • Seitenzahl: 432
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 146mm x 40mm
  • Gewicht: 609g
  • ISBN-13: 9783453267053
  • ISBN-10: 3453267052
  • Best.Nr.: 33333713
"Nur noch eine Seite. Und noch eine. Manche Bücher kann man einfach nicht aus der Hand legen. Dieses zum Beispiel. (...) Nach "Trigger" (soll bald verfilmt werden) und "Kalte Stille" der dritte Puls-Pusher von Wulf Dorn, der die Erwartungen mehr als erfüllt." -- Magazin MYSELF<br/><br/>"Wie seine Vorgänger entwickelt die Geschichte einen unwiderstehlichen Sog und nervenzerreißende Spannung - bis zu einem fulminanten, völlig unerwarteten Ende." -- stern.de<br/><br/>"Auch in 'Dunkler Wahn' zeigt der Autor von Beginn an, dass er ein hervorragender Geschichtenerzähler ist. (...) Diesen Psychothriller sollte man jedenfalls nicht lesen, wenn man allein zu Hause ist." -- www.krimi-couch.de

"Nur noch eine Seite. Und noch eine. Manche Bücher kann man einfach nicht aus der Hand legen. Dieses zum Beispiel. (...) Nach "Trigger" (soll bald verfilmt werden) und 'Kalte Stille' der dritte Puls-Pusher von Wulf Dorn, der die Erwartungen mehr als erfüllt." (Magazin MYSELF)

"Wie seine Vorgänger entwickelt die Geschichte einen unwiderstehlichen Sog und nervenzerreißende Spannung - bis zu einem fulminanten, völlig unerwarteten Ende."

"Wie seine Vorgänger entwickelt die Geschichte einen unwiderstehlichen Sog und nervenzerreißende Spannung - bis zu einem fulminanten, völlig unerwarteten Ende."
Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Seit 1994 ist er in einer psychiatrischen Klinik tätig, wo er in der beruflichen Rehabilitation psychisch kranke Menschen beim Wiedereinstieg ins Arbeitsleben unterstützt. Mit seiner Frau und einer Glückskatze lebt er in der Nähe von Ulm.

Leseprobe zu "Dunkler Wahn" von Wulf Dorn

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Leseprobe zu "Dunkler Wahn" von Wulf Dorn

"67 (S. 289-290)

Der kleine Ort Steinbach lag knapp dreißig Kilometer von Fahlenberg entfernt an der nordöstlichen Grenze des Landkreises. Es war ein idyllisch gelegenes Örtchen, umringt von tannenbedeckten Hügeln, doch an Regentagen wie diesem war von seinem pittoresken Charme nicht viel zu spüren. Außerhalb des Ortes, am Fuß einer kleinen Anhöhe, befand sich das Pflegeheim Pfauenhof, ein großer T-förmiger Gebäudekomplex inmitten einer weitläufigen Grünanlage.

Der Pfauenhof war Mitte der fünfziger Jahre gegründet worden und genoss einen guten Ruf als Einrichtung für altersdemente und schwerbehinderte Menschen. Die Dämmerung hatte bereits eingesetzt, und ein kalter Wind wehte Regenschleier über den Besucherparkplatz. Jan saß auf dem Rücksitz eines dunkelblauen Audis und sah an Stark und seinem Kollegen Erler vorbei auf das Gebäude, das im grauen Zwielicht des frühen Abends etwas Bedrohliches auszustrahlen schien. Doch natürlich war es nicht das Gebäude selbst, von dem die Bedrohung ausging.

Es war Jana. Jan rutschte nervös auf dem Rücksitz hin und her. Knapp zwei Stunden waren vergangen, seit er an der brennenden Pfarrei eingetroffen war. Jan hatte Stark von seinem Telefonat mit Felix Thanner berichtet, und der Hauptkommissar hatte unverzüglich Nachforschungen über Tatjana Harder angestellt. Tatsächlich war eine Frau dieses Namens in Steinbach gemeldet. Ihre Wohnanschrift war die des Pflegeheims. Offensichtlich eine Mitarbeiterin, die in einer der angegliederten Personalwohnungen lebte. Das erklärte auch ihren Zugang zu den Drogen, mit denen sie Carla betäubt hatte.

Des Weiteren hatte man festgestellt, dass zu dem Fuhrpark des Heims auch vier silberfarbene Renaults Twingo gehörten, die von den Pflegekräften des Ambulanzdienstes genutzt wurden. Die vier Wagen standen zu diesem Zeitpunkt nebeneinander am Seiteneingang des Gebäudes. Alles schien zu passen, woraufhin Stark eine SEK-Einheit angefordert hatte, um die gemeingefährliche Frau festzunehmen. Nur für den schlimmsten Fall, wie er betont hatte.

Nach dem, was man über Tatjana Harder wusste, war ihr alles zuzutrauen – erst recht, wenn sie feststellte, dass sie enttarnt war. »Ich bin nach wie vor dagegen.« Erler bedachte Stark und Jan mit einem finsterem Blick. Der Leiter des Spezialeinsatzkommandos war ein drahtiger Mann mit militärischem Kurzhaarschnitt und ernsten Zügen, aus denen Disziplin und langjährige Erfahrung sprachen. Doch nun bereitete es ihm sichtlich Mühe, seine Verärgerung im Zaum zu halten.

»Sie hätten wenigstens nachfragen können, ob sie überhaupt im Haus ist«, fügte er an Stark gewandt hinzu. »Um sie damit zu warnen?«, gab Stark zurück. »Nein, Dr. Forstner hat vollkommen Recht, wir dürfen unseren Wissensvorsprung keinesfalls aufs Spiel setzen. Zum ersten Mal sind wir ihr einen Schritt voraus. Noch weiß sie nicht, dass wir ihren Namen kennen. Aber was meinen Sie, wie schnell es sich herumgesprochen hätte, wenn die Polizei an ihrem Arbeitsplatz nach ihr fragt? Und einer vermeintlichen Privatperson hätte man sicherlich keine Auskunft über eine Mitarbeiterin gegeben. Außerdem wäre es schon ein arger Zufall, wenn sich ausgerechnet heute, kurz nach der Brandstiftung, jemand nach ihr erkundigen würde.«

Erler schien davon nicht überzeugt. »Na und? Wer sagt überhaupt, dass sie nach dem Mord an Thanner wieder hierher zurückgekehrt ist?« »Verstehen Sie denn nicht?«, mischte Jan sich ein. »Tatjana Harder glaubt sich da drin in Sicherheit. Der Pfauenhof ist ihre Tarnung, wenn Sie so wollen. Selbstverständlich wird sie hierher zurückkehren. Sie wird so tun, als sei nichts gewesen, und niemand wird Verdacht schöpfen. Das wird sie jedenfalls glauben, denn bisher hat es ja immer funktioniert. In einem Punkt haben Sie allerdings Recht: Wir wissen nicht, ob sie bereits zurückgekehrt ist.«"

Kundenbewertungen zu "Dunkler Wahn" von "Wulf Dorn"

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Bewertung von goldirs aus RS am 03.05.2012 ***** sehr gut
Sie liebt. Sie lauert. Sie tötet
Inhalt:
Jan Forstner ist Psychiater an der Klinik in Fahlenberg. Ein Rosenstrauß von einer Unbekannten, Liebesbriefe hinter dem Scheibenwischer und das Gefühl beobachtet zu werden geben ihm zu denken. Der anfängliche Gedanke es handelt sich um eine Schwärmerei einer seiner Patientinnen wird bald zur unheimlichen Gewissheit das es sich um eine Stalkerin handelt. Als der Journalist, der Jan um Hilfe gebeten hat, tot in seinem Auto gefunden wird, ahnt er böses. Hängt der Mord an dem Journalisten mit dem plötzlichen Auftreten der Stalkerin zusammen?

Meine Meinung:

Die wechselnde Sichtweise des Autors bildet einen Teil der Spannungslinie. Nicht nur durch seine Ausdrucksweise, sondern auch durch die sehr realistische und detaillierte Darstellung der Handlungen wird der Leser in den Bann gezogen. Der andere Teil dieser Linie wird von kleinen Akzenten gezeichnet, die sich durch teils nebensächlich erscheinende Handlungen ergeben.
Sein abwechslungsreicher Schreibstil zeichnet sich durch klare Worte und Handlungen aus. Ein für mich sehr angenehmer Schreibstil, der sich flüssig liest. Nebenbei erfährt der Leser auch ein wenig medizinisches Wissen. Begriffe wie Erotomanie (Liebeswahn) und durch Traumatisierung hervorgerufene Dissoziation (Abspaltung von Persönlichkeitsanteilen nach schrecklichen Ereignissen). Obwohl Jan Forstner Psychologe ist, schafft er es nicht, den unheimlichen Schatten zu fassen. Wie Gummi rutsch er immer wieder durch seine Finger, und da helfen auch zuerst die Hinweise von dem örtlichen Pfarrer, dem sich die Täterin in ihrer Beichte anvertraut hat, nicht. Irgendwie scheint es mir ein wenig zu schlapp, das es einem renomierten psychologen wie Jan Forstner nicht gelingen will, das Spiel von „Jana“ – so nennt sich die Frau – zu durchschauen.
Auf Grund der detaillierten Darstellung der Ängste einer Stalkerin und Ihren ausgeprägten Vorstellungen fällt es dem Leser leicht ihr Tun nachzuvollziehen.
Insgesamt ist es Wulf Dorn gelungen, den Protagonisten und die weiteren Figuren sehr lebendig werden zu lassen. Seine Figuren sind eben Menschen wie du und ich, etwas was mir sehr gut gefällt. Dadurch hab ich als Leser das Gefühl mitten drin zu sein und nicht im Zuschauerraum zu sitzen.
Also leidet, fürchtet und lebt der Leser mit dem Protagonisten und darf sich auf ein unerwartetes Ende freuen, dass ich so nicht erwartet hätte.

Fazit:
Ich bin begeistert was für gute Krimiautoren wir in Deutschland haben. Es war mein erster Roman von W. Dorn und wird nicht mein letzter sein. Damit bestätigt er meine Vorliebe für Krimis/Thriller aus dem Inland.
Empfehlenswert !!

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