Dunkle Materie - Shalev, Aner

Aner Shalev 

Dunkle Materie

Roman

Aus d. Hebr. v. Mirjam Pressler
Gebundenes Buch
 
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Dunkle Materie

Ein Verkehrsunfall entzündet eine transatlantische Liebesaffäre zwischen einem verheirateten israelischen Diplomaten in New York und einer jungen Studentin in Jerusalem. Mit dieser Geschichte einer unmöglichen Liebe ergründet Shalev die Gesetze der Anziehung und zeigt, warum Liebe nicht immer im Himmel gemacht wird.

Adam, israelischer Diplomat in New York, fährt während eines Besuchs in Jerusalem eine Joggerin an. Eva. Russische Emigrantin und Studentin der Astrophysik. Sie ist nur leicht verletzt. Doch Adam besteht darauf, sie ins Krankenhaus zu bringen. Sie sehen sich wieder, und was als pflichtschuldige Fürsorge begann, wird zu fataler erotischer Anziehung. Eine Amour fou, die Adams geordnetes Leben als verheirateter Mann aus den Fugen geraten lässt. Nach seiner Rückkehr nach New York schreiben er und Eva sich E-Mails, dringlich und begierig, die Bindung wird immer enger und intimer. Schließlich kommt Eva nach New York, und sie treffen sich heimlich in einem Hotel am Washington Square. Betrug, Begehren und eine transatlantische E-Mail-Romanze, Shalev hat einen ungewöhnlichen Roman geschrieben, der den Leser sofort gefangen nimmt. Als Mathematiker und Schriftsteller gelingt es ihm, Fiktion mit allegorischen Bildern aus der Welt der Astrophysik zu verschränken. Er vermisst so punktgenau die Gefühle und das Begehren seiner Figuren, er erkundet die Gesetze der Anziehung und Abstoßung, die Gesetze der Liebe.


Produktinformation

  • Verlag: Berlin Verlag
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 286 S.
  • Seitenzahl: 286
  • Deutsch
  • Abmessung: 22 cm
  • Gewicht: 455g
  • ISBN-13: 9783827006462
  • ISBN-10: 3827006465
  • Best.Nr.: 22804407
"Unaufhaltsam wird der Leser in dunkle Materie gezogen, die Schwerkraft wird außer Kraft gesetzt!" - The Jerusalem Report.

"Unaufhaltsam wird der Leser in dunkle Materie gezogen, die Schwerkraft wird außer Kraft gesetzt!"(The Jerusalem Report)

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Ingeborg Harms beschränkt sich in ihrer Rezension dieses Romans im Wesentlichen auf die Nacherzählung. Angelegt ist das Buch vom Autor, der ein Mathematikprofessor ist, auf die Darstellung einer Beziehungsasymmetrie. Einander begegnen bei einem Unfall im Straßenverkehr der in New York lebende, aber in der Heimat urlaubende israelische Diplomat Adam (!) und die Astrophysikstudentin Eva (!). Sie lernen sich kennen und lieben und begreifen zugleich, dass es in beider Vorgeschichten bereits indirekte Liebesverknüpfungen gab. Im weiteren Verlauf wechseln sie, als Adam nach New York zurückkehrt, E-Mails. Eva will Offenheit und bekennt eine Affäre, von denen Adam freilich zahlreiche hat - ohne dies zu gestehen. Auch die schwarze Materie im Weltraum, von der es sehr viel mehr gibt, als die Schulweisheit glaubte, spielt, wie offenbar so manches in diesem Buch, ihre sehr symbolische Rolle. Mit sichtlichem, aber kaum explizit gemachtem Wohlwollen deutet Harms den Roman als "Parabel über die Paralleluniversen von Mann und Frau".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.11.2007

Liebe in Zeiten leerer Akkus
Wenn die Schreibkultur niederkommt, gebiert sie Nullsätze: An Aner Shalevs Roman „Dunkle Materie” lässt sich ablesen, warum die elektronische Post nicht literaturfähig ist
Die E-Mail schafft es nimmermehr, eine eigene Literaturgattung hervorzubringen, so wie dies dem Brief im 18. Jahrhundert gelang, zur Zeit der Empfindsamkeit. Im Briefroman konnten die Schreiber ihr Gefühlsleben offenlegen, sprachlich opulent, differenziert in der Argumentation – eine eigenständige Gesprächs- und Seelenkultur. Den E-Mail-Roman hingegen wird es nicht geben.
Aner Shalevs neuestes Buch – das insgesamt dritte des israelischen Mathematikers – zeigt eindrücklich, warum das noch junge Medium der E-Mail nicht literaturfähig ist. Zumindest dann nicht, wenn man es zwischen zwei Buchdeckel presst. „Dunkle Materie” erzählt die Liebe zwischen dem israelischen Diplomaten Adam und der russischen Astrophysikerin Eva. Die beiden haben sich in Jerusalem kennengelernt, wo die junge Dozentin lehrt. Er fuhr sie mit dem Auto an – ein leichter Zusammenstoß mit gravierenden Folgen. Er ist verheiratet, lebt in New York, und bis Eva ihn für eine …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.02.2008

Unser konservatives Unbewusstes

Mann und Frau passen vielleicht zusammen, aber sie sind Paralleluniversen, zwischen denen dunkle Materie steht, die alle Wahrheit aufsaugt: Aner Shalevs Parabel auf vertrackte Beziehungen.

Von Ingeborg Harms

Dunkle Materie" ist auf den ersten Blick eine schlichte Seitensprunggeschichte, im buchstäblichen Sinne: Ein israelischer Diplomat fährt auf dem Heimaturlaub eine Joggerin an. Ein aggressiver Hintermann und ein ungeschicktes Ausweichmanöver, die Erklärung des Unfalls scheint einfach. Adam fährt Eva ins nächste Krankenhaus, wo Röntgenaufnahmen ergeben, dass ihre Knochen heil geblieben sind. Der Unfall verwandelt sich in einen Glücksfall für die biblischen Protagonisten, sie sind von der ersten Minute an ineinander verliebt. Doch während sie sich näherkommen und am Rande der Wüste mit einer Flasche Wodka auf den guten Ausgang anstoßen, entdecken sie, dass sie gemeinsame Bekannte haben, ja, dass sie über Liebespartner, die ihrerseits eine Affäre hatten, längst biographisch miteinander verstrickt sind.

Eva reagiert mit einem Weinkrampf, was zunächst übertrieben scheint. Doch am Ende behält …

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»Aner Shalevs Roman lässt den Leser nicht los. Auch dann nicht, wenn man das Buch zugeschlagen hat.«

»Aner Shalevs Roman lässt den Leser nicht los. Auch dann nicht, wenn man das Buch zugeschlagen hat.«
Aner Shalev wurde 1958 im Kibbuz Kinneret geboren. Er studierte Mathematik und Philosophie an der Hebrew University of Jerusalem, an der er heute lehrt.

Kundenbewertungen zu "Dunkle Materie" von "Aner Shalev"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
***** gut
 
(1)
***** weniger gut
***** schlecht
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Bewertung von Mia am 04.04.2009 ***** gut
Die Thematik des Buchs (Affäre) ist keine neue, aber die Herangehensweis ist doch anders, als in den meiste Büchern mit diesem Thema!
Ein großer Teil des Buches ist in Briefform, was meiner Meinung nach eine willkommene Abwechslung zum typischen Erzählen ist.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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