Du süße sanfte Mörderin - Glaesener, Helga

Helga Glaesener 

Du süße sanfte Mörderin

Roman

Broschiertes Buch
 
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Du süße sanfte Mörderin

Der Bau einer Brücke treibt die bedeutende Stadt Quedlinburg und das vornehme Domstift in eine wahrhaft mörderische Fehde. Die junge Schreiberin Alena riskiert Kopf und Kragen - und die Liebe -, um zu verhindern, dass ihr Leben und das der Domfrauen zerstört wird.
Eine packende Kriminalgeschichte von der Meisterin des spannenden Historienkrimis.


Produktinformation

  • Verlag: List TB.
  • 2002
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 429 S.
  • Seitenzahl: 429
  • List Taschenbücher Nr.60148
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 123mm x 25mm
  • Gewicht: 362g
  • ISBN-13: 9783548601489
  • ISBN-10: 3548601480
  • Best.Nr.: 09806023
Aufruhr hinter Klostermauern<br /> "Du süße sanfte Mörderin, warum willst du mich töten" lauten die Anfangszeilen eines Minnegedichtes, das bei der Klosterschülerin Gertrud gefunden wird. Verständlicherweise ist die Äbtissin Sophie nicht sehr erbaut über diesen Fund, sie hat schon genug Ärger am Hals. Man schreibt das Jahr 1222 und in Deutschland herrschen nicht gerade geordnete Verhältnisse. Kaiser Friedrich II. weilt meist in Sizilien, sein regierender Sohn Heinrich ist noch ein Kind und die deutschen Fürsten machen was sie wollen. Die Kanonissen des Domstiftes Quedlinburg haben große Mühe, die ihnen zustehenden Steuern und Abgaben aus der Stadt und den umliegenden Gütern einzutreiben. Zum Glück verfügen sie über eine rechenkundige Schreiberin, die Baumeisterswitwe Alena, die zusammen mit ihrer behinderten Tochter Lisabeth im Kloster lebt.<br /> Ein ehrgeiziges Bauprojekt schafft Feinde<br /> Doch die pragmatische Alena gerät außer sich, als ihr der neue <em>maestro di geometria</em> Maarten von seinen Plänen berichtet. Er will eine Brücke über den Sumpf vor der Stiftsburg bauen, ein ehrgeiziges Projekt, über dessen Ausführung ihr eigener Mann gestorben ist. Und den Auftrag dazu erteilte Maarten ausgerechnet der reiche Kürschner Erasmus auf seinem Totenbett, den Alena für den Tod ihres Mannes verantwortlich macht. Trotzig beginnt sie, Maartens Arbeiter für einen Spitalbau abzuwerben. Gleichzeitig versucht noch jemand, den Brückenbau mit Waffengewalt zu sabotieren. Und auch im Kloster geschehen höchst merkwürdige Dinge: obszöne Zeichnungen kursieren unter den Zöglingen, die Pröpstin wird mit einem Leuchter im Unterleib gefunden und die alte Dekanin stirbt unerwartet nach einem peinlichen Auftritt im Kapitelsaal. Als Alena endlich den Zusammenhang zwischen allen Ereignissen begreift, schweben sie und ihr Töchterchen bereits in höchster Gefahr ... <br /> Ein spannender Kriminalfall aus der Stauferzeit<br /> Die Mathematikerin Helga Glaesener hat bereits mehrere erfolgreiche historische Kriminalromane verfasst. Wie in <em>Die Safranhändlerin</em> und <em>Die Rechenkünstlerin</em> steht auch in <em>Du süße sanfte Mörderin</em> eine junge mutige Frau im Mittelpunkt des Geschehens, das den Leser diesmal in das Quedlinburg der späten Stauferzeit führt. Sauber recherchierte Fakten und spannende Fiktion gehen eine gelungene Symbiose ein und nebenbei lernt man eine Menge über mittelalterliche Baukunst und Geometrie. Ein niveauvoller Mittelalter-Krimi, den man mit Genuss lesen kann. (Dr. Erika Weigele-Ismael)

'Ein mitreißendes, spritzig geschriebenes und bis zu den letzten Seiten spannendes Werk der Erfolgsautorin.' RHEIN-ZEITUNG
Helga Glaesener, geb. 1955 in Niedersachsen, studierte in Hannover Mathematik. 1990 begann die Mutter von fünf Kindern mit dem Schreiben historischer Romane, von denen gleich das Debüt zum Besteller avancierte. Sie lebt in Oldenburg.

Leseprobe zu "Du süße sanfte Mörderin" von Helga Glaesener

"1. Kapitel
Die warmen Schafslederschuhe, der Mantel, die Kladde mit den Kopien der Stiftsurkunden... Alena zögerte. Es war einer von diesen Tagen. Irgendetwas würde schief gehen. Sie spürte das wie einen schlechten Geruch. Etwas würde schief gehen. Beunruhigt sah sie sich in ihrem Zimmer um.
Durch das kleine Fenster hörte sie die Pröpstin Bertrade, die im Hof mit den Stalljungen schalt und ihnen Langsamkeit und Faulheit vorwarf. Sie wurde dabei nicht laut. Ihre weinerliche Stimme sickerte dahin wie ein klebriger Strom von Worten. Ein Strom von Worten, der seine Quelle in einem klebrigen Strom von ewig gleichen Gedanken hatte, und manchmal konnte dieser Stumpfsinn einen verrückt machen.
Alena warf einen raschen Blick durch die Fensteröffnung. Die Pröpstin saß bereits auf ihrem Schimmel. Sie war umgeben von zwei Stallburschen und dem uralten, gelbgesichtigen Stallmeister, der in unerschütterlicher Demut zu jedem ihrer Worte nickte. Es war Ende März. Die Frühlingsonne hatte den Hof d er Stiftsburg in gleißendes Licht getaucht und warf leuchtende Kringel an die Wände des Kanonissenhauses und auf die Bleidächer des Doms, der mit seinen beiden Türmen die Burggebäude überragte. Auf dem Rand des Hofbrunnens hatte sich ein Zeisig niedergelassen, der piepsend über die Steine hopste. Es herrschte eine Stimmung, die zur Fröhlichkeit einlud. Aber Bertrade schien dagegen immun. Wahrscheinlich ärgerte sie sich, weil sie keine Lust hatte, sich mit dem Quedlinburger Stadtvorsteher anzulegen, und sicher auch, weil sie warten musste. Alena hörte, wie sie gereizt ihren Namen rief.
Also. Schuhe, Mantel, Kladde. Etwas fehlte. Alena sah sich eilig in ihrem Zimmerchen um, was keinen Aufwand erforderte, denn es war ein Zwergenkämmerchen, in dem ihr Bett, eine Truhe und ein Tisch mit Schemel allen Platz ausfüllten.
Der Hase. Lisabeth hatte ihren bemalten Holzhasen auf der Bettdecke liegen lassen. Ohne Häschen würde sie den Vormittag mit Heulen zubringen,..."

Kundenbewertungen zu "Du süße sanfte Mörderin" von "Helga Glaesener"

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Bewertung von Alex am 15.02.2002 ***** ausgezeichnet
Ein extrem spannendes Buch das einen hinter die Kulissen eines Brückenbaus im Mittelalter sehen lässt. Es zeigt was für Intirgen gesponnen werden und was man alles dafür tut um an sein Ziel zu kommen. Klasse!

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