Dri Chinisin - Hommer, Sascha

Sascha Hommer 

Dri Chinisin

Nach Erzähl. v. Brigitte Kronauer
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Dri Chinisin

»Nun musste alles auf eine Karte gesetzt werden.« - »Die schreckliche Trauer, die von ihnen ausging.« - »Dro cho no son...« - »Ich darf mich nicht verraten!« - »Tsitt tsitt, tsött tsött, plöck plock, plock plöck.« - »Die Berge aber!« Sechs Sätze aus sechs Erzählungen der »Büchner«-Preisträgerin Brigitte Kronauer, die Sascha Hommer in Bildgeschichten übersetzt hat. Sie handeln von der Magie von Anfang und Ende. Von kindlichen Geheimwelten, eleganten Damen, tropfender Melancholie und dem befremdlichen Vorgang, der Wahrnehmung heißt. DRI CHINISIN ist ein eindrucksvoller Beleg der Möglichkeiten, die dem Zusammenspiel von Literatur und Comic innewohnen.


Produktinformation

  • Verlag: Reprodukt
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. o. Pag. SW-Comics. 210 mm
  • Seitenzahl: 80
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 167mm x 13mm
  • Gewicht: 245g
  • ISBN-13: 9783941099739
  • ISBN-10: 3941099736
  • Best.Nr.: 32664176

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Ole Frahm bricht in seiner durchweg hochgestimmten Kritik zu Sascha Hommers Comic-Adaption von Erzählungen Brigitte Kronauers einmal mehr eine Lanze für die graphische Literatur. Immer noch werde dem Comic Banalität und Kindlichkeit vorgeworfen, glaubt der Rezensent und findet, dass das vorliegende Buch geradezu vorbildlich einen "neuen Raum zwischen Schrift und Bild" öffnet. Wie Kronauers Erzählungen bewahren auch die Zeichnungen ihre Rätselhaftigkeit, ohne in Geraune umzuschlagen, lobt der Rezensent. Insbesondere in den aus kindlicher Perspektive erzählten Geschichten dringe etwas Unheimliches ein, dass Autorin und Zeichner bei aller präzisen Beobachtung in Andeutungen beließen, so Frahm fasziniert. Er findet Hommers Zeichenstil, der mit Rasterpunkten und schematisch-geometrischen Formen mit schraffierenden Überlagerungen arbeitet und damit wirkungsvoll jede Einfühlung in das Geschehen verhindert, sehr dazu angetan, dem Leser ein "intellektuelles" Vergnügen zu verschaffen, wie er betont.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.04.2011

Die schrecklichen Umzüge der verwöhnten Kinder
Zur Abwechslung mal eine gelungene Adaption: Sascha Hommers Graphic-Novel-Album „Dri Chinisin“ nach sechs Geschichten von Brigitte Kronauer
Das Adaptionsfieber geht um. Was im Film seit langem gang und gäbe ist, sorgt momentan im Theater für Aufsehen: Kaum ein deutscher Roman aus dem Literaturkanon, der nicht als bühnentauglich erachtet, kaum ein Bestseller, der nicht schon kurz nach Erscheinen dramatisiert werden würde. Und seit der Begriff der Graphic Novel den Comic der Belletristik angenähert hat, hat auch in der sogenannten Neunten Kunst die Bearbeitung bekannter Stoffe zugenommen. Ob freilich auf die jüngsten Graphic-Novel-Versionen von Franz Kafkas „Verwandlung“, Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ oder Ray Bradburys „Fahrenheit 451“ dasselbe zutrifft, was der Autor und Dramaturg John von Düffel von Theateradaptionen behauptet, sie seien ein „Versuch der Selbstverständigung über gemeinsame Lektüreerfahrungen, gemeinsame Werte, gemeinsame Bildungsauffassungen“, scheint mehr als fraglich. Zu oft drängt sich der Verdacht auf, dass hier nur im Fahrwasser eines …

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Sascha Hommer, 1979 lebt als Comiczeichner in Hamburg.

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