Drei Irre unterm Flachdach - Voss, Bastienne

Bastienne Voss 

Drei Irre unterm Flachdach

Eine Familiengeschichte

Broschiertes Buch
 
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Drei Irre unterm Flachdach

Das Personal wirkt so schräg wie das Ambiente: die Schlager singende Wilma, ihr schrulliger Mann Gustav und deren Enkelin Bastienne hausen in einem aus Teerpappe und Platten zusammengeschusterten Bungalow am Stadtrand Ostberlins. Zu dritt bilden sie eine uneinnehmbare Festung gegen die Tücken des DDR-Alltags in den siebziger- und achtziger Jahren ... Mit tiefgründigem Humor und Liebe, vor allem für den Großvater, erzählt Bastienne Voss ihre eigene Kindheitsgeschichte.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 237 S.
  • Seitenzahl: 237
  • Serie Piper Bd.5226
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 119mm x 21mm
  • Gewicht: 254g
  • ISBN-13: 9783492252263
  • ISBN-10: 3492252265
  • Best.Nr.: 23801762
»Mit leidenschaftlicher Verehrung und dem Mutterwitz einer waschechten Berlinerin schreibt Bastienne Voss über den Ernst der Dinge und weiß von der verfremdenden Wirkung des Humors.« Mannheimer Morgen »Bastienne Voss hat ihren Großeltern und dem komplexen, widersprüchlichen Leben in der DDR ein kleines, feines Denkmal errichtet.« Sächsische Zeitung »Eine wahre Geschichte, die putzmuntere Fiktionen à la Good bye, Lenin! ziemlich müde aussehen läßt.« Süddeutsche Zeitung »Dieses Buch und seine Personen habe ich geliebt. Selber lesen, bitte!« Antje Deistler im WDR »Lustige und makabre Episoden die deutsche Antwort auf David Sedaris.« Petra

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.08.2007

Bullerbü in Blankenburg
Eine tragikomische Kindheit in der DDR
Das Personal wirkt so schräg wie das Ambiente: Wilma, Gustav und Bastienne hausen in einem aus Teerpappe, Alufolie und Platten zusammengeschusterten Ami-Bungalow am Stadtrand Ostberlins. „Drei Irre unterm Flachdach” – das sind Oma, Opa und eine Enkelin, deren frankophone Namens-Mitgift allein schon die treudeutsche DDR-Gemütlichkeit sprengt. Rebellion ist in diesem Haushalt an der Tagesordnung, und oft zielt der Widerstand haarscharf am schieren Wahnsinn vorbei.
Mittlerweile streift Bastienne Voss die vierzig, hat auf labyrinthischen Umwegen den Schauspielerberuf ergriffen, ist eine Weile durch die RTL-Kulissen von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten” gegeistert, danach den Kabarettisten der Berliner „Distel” beigetreten, um schließlich mit dieser knurrigen Liebeserklärung an ihre Kinderstube ins Autorenlager zu wechseln. Nach den ersten zwei, drei Kurzkapiteln mag man sich fragen, was diese Lektüre taugt; aber je weiter Bastiennes Welt wuchert, desto zwingender fesselt der Slapstick des Alltags den Leser. Zumal die Autorin ihre Humoreske nicht auf Sitcom-Niveau verheizt, sondern mit …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Hingerissen zeigt sich Dorion Weickmann von Bastienne Voss' Geschichte ihrer Kindheit in der DDR. Diese verbrachte sie mit ihren ebenso anarchischen wie schrägen Großeltern Wilma und Gustav (der das KZ als Haustyrann verlassen hat) in einem selbstgezimmerten Bungalow am Stadtrand Ostberlins. Einerseits scheint Weickmann diese Kindheit als eine "Kindheit wie aus dem Bilderbuch", wie "Bullerbü in Blankenburg". Andererseits sieht der Rezensent natürlich auch, dass Bastienne Voss oft genug unter ihren sonderbaren Großeltern, die als nicht ganz dicht galten, litt, etwa wenn diese Schulfreunde oder die Westverwandtschaft vergrätzten. Der Witz und der Humor der Schilderungen haben ihm bestens gefallen, vor allem der "Slapstik des Alltags". Dabei attestiert er der Autorin, nicht auf Sitcom-Niveau zu sinken, sondern ihre Geschichte immer auch mit der "Bitterkeit und jener ohnmächtigen Verzweiflung" zu würzen, die Kinder angesichts der Erwachsenenwelt befalle.

© Perlentaucher Medien GmbH
Bastienne Voss, geboren 1968 in Berlin, machte ihr Abitur an der Spezialmusikschule "Gerhard Hauptmann" in Wernigerode. Sie war unter anderem Chefsekretärin im Zentrum für Kunstausstellungen der DDR, bevor sie in den neunziger Jahren eine Schauspielausbildung absolvierte und an der Hochschule "Carl Maria von Weber" in Dresden ein Gesangsstudium aufnahm. Es folgten Engagements in Fernsehserien, an diversen ostdeutschen Bühnen und im Berliner Kabarett DISTEL, wo sie von 1999 bis 2006 arbeitete. "Drei Irre unterm Flachdach" ist ihr erstes Buch.

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