Doktor Dolittle und seine Tiere - Lofting, Hugh

Hugh Lofting 

Doktor Dolittle und seine Tiere

Nachw. v. Elke Heidenreich

Broschiertes Buch
 
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Doktor Dolittle und seine Tiere

Doktor Dolittle weiß, wer ein guter Tierarzt sein will, muss die Tiersprache sprechen, damit er den Patienten nicht ein Senfpflaster verschreibt, wenn sie doch eine schöne grüne Brille brauchen. Bald ist der weise und gewitzte Doktor so berühmt, dass man sogar in Afrika nach ihm verlangt. Im Gehrock und Zylinder tritt er seinen Siegeszug um die Welt und in die Herzen der Leser an. Ein Klassiker für jedes Lesealter!

- Mit den Originalillustrationen des Autors

- In der Übersetzung von Gisbert Haefs

- Mit einem Nachwort von Elke Heidenreich


Produktinformation

  • Verlag: Omnibus Tb Bei Bertelsmann
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 143 S. m. Illustr.
  • Seitenzahl: 143
  • Omnibus Taschenbücher Bd.21835
  • Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 18, 5 cm
  • Gewicht: 158g
  • ISBN-13: 9783570218358
  • ISBN-10: 357021835X
  • Best.Nr.: 22837649

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Burkhard Brunn lobt die Neuübersetzung des Kinderbuch-Klassikers aus den 20er Jahren von Gisbert Haefs. Besonders die in den USA als "rassistisch" inkriminierten Passagen habe er treffend übersetzt, "ohne der Political Correctness zu verfallen". Abstriche macht Brunn, was den unübertroffenen "charismatischen Stil" des Autors angeht; aber die Neuübersetzung sei "geschickt" ans Umgangssprachliche herangerückt, der ursprüngliche "Charme des Stils" und Buchs erhalten geblieben. Dazu gehöre auch, daß die Neuauflage wieder das von Lofting gezeichnete Titelcover zeige.

© Perlentaucher Medien GmbH

""Unaufdringlich schwingt eine Ahnung von der ganzen Poesie und dem ganzen Tiefsinn der Welt durch die Atmosphäre des Buchs." Das schrieb ein gewisser Oskar Loerke im Geleitwort zur deutschen Erstausgabe von 1926 und wünschte dem Buch damit, "daß der wohlgelehrte und brave Freund und Arzt der Tiere, Dr. med. Johann Dolittle, aus der kleinen Stadt Puddleby auf der Marsch unsere ganze schmerzlich zerrissene Erde erobern wird". Der Wunsch hat sich erfüllt, und Loerke wusste schon damals warum: "... weil Dr. Dolittle wirklichkeitsfroh ist und mit dem einfachen Zauber der Wahrheit selbst das Phantastische, Tief- und Hintersinnige anschaubar und heiter macht." Aber wie konnte ein so hoher Anspruch gelingen? Nun, dieser wundersame Dr. Dolittle hat sich Eingang in die Herzen von Millionen Kindern verschafft, weil er schlicht und einfach bereit ist, mit größter Achtsamkeit hinzusehen, hinzuhören, zuzupacken. Es ist darum nahe liegend, dass er die Sprache der Tiere lernt, von der weisen, da 183 (oder 184?) Jahre alten Papageiendame Polynesia. Natürlich studiert er ihre Sprache nicht, weil er als Gelehrter gelten will, sondern um die Tiere und die ganze Kreatur besser verstehen zu können, in ihrer Lebendigkeit, in ihren Ängsten, großen Bedrohungen und auch mit ihren kleinen Wehwehchen. Doktor Dolittle merkt darum gleich, dass der alte Ackergaul eine neue Brille braucht, und zwar unbedingt eine grüne. Und er versteht den Hund Jip, zu ihm ganz ohne Geräusche spricht, ja die Nase benutzt, um Fragen zu stellen. Und so packt ihn auch das Mitleid mit den Affen in Afrika, die plötzlich unter einer schlimmen, geheimnisvollen Krankheit leiden. Doch damit beginnt auch schon die spannende Abenteuerreise, deren Verlauf hier natürlich nicht verraten werden darf. Nur so viel: Selbstverständlich kommen alle Lieblingstiere mit nach Afrika, und Tschi-Tschi, der Affe, darf, wenn alle anderen glücklich zurück nach Hause fahren, sogar in seiner alten Heimat bleiben. Gut, dass Doktor Dolittle den Hilferuf durch eine Schwalbe überhaupt mitbekommen hat. Sie kommt im tiefen Winter (als Zugvogel!) aus dem Süden zurück geflogen, mitten hinein in die vergnügliche Vorleserunde, die Doktor Dolittle gerade in seiner Küche veranstaltet hat, natürlich "aus Büchern, die er selbst in der Tiersprache geschrieben hatte". - Besser kann man Kinder mit einem Buch nicht verzaubern und zum Zuhören bringen, darin liegt das ganze Geheimnis dieses Klassikers. Seine Sprache, meinte Loerke, "verlässt niemals den Fassungsbereich der kindlichen Vernunft", doch reicht sie wie die der Erwachsenen "bis an die äußersten Grenzen der sichtbaren und empfindbaren Welt"; aber "sie besitzt ein größeres Vertrauen und nähert sich damit leichter der Ferne, sie wittert in größerer Bereitschaft das Verborgene", weil ihre "tägliche Erfahrung das Staunen ist" ... Dieses Staunen zu bewahren und zu stärken, ist die Leistung solcher Kinderbuchklassiker. (Rezension von Gabriele Hoffmann aus dem Libri-Fachkatalog Harry & Pooh 2008/2009)"
Hugh Lofting wurde 1886 in Maidenhead in England geboren. Nach seinem Studium ließ er sich in den USA nieder, wo er als freier Schriftsteller für verschiedene Zeitungen arbeitete. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Soldat in Frankreich und Flandern. Dort schuf er in Briefen an seine Kinder die Gestalt des Doktor Dolittle, die ihn weltberühmt machen sollte. Aus der Bearbeitung dieser Briefe entstand bereits 1920 sein erstes, von ihm selbst illustriertes Kinderbuch THE STORY OF DOCTOR DOLITTLE, dem noch eine Vielzahl von Dolittle-Abenteuern folgten. Lofting starb 1947 in Santa Monica in Kalifornien.

Leseprobe zu "Doktor Dolittle und seine Tiere"

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Leseprobe zu "Doktor Dolittle und seine Tiere" von Hugh Lofting

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1. Kapitel
Puddleby
Vor vielen Jahren, als unsere Großväter kleine Kinder waren, lebte einmal ein Arzt, der hieß Dolittle - Dr. med. John Dolittle. "Dr. med." bedeutet, dass er ein richtiger Doktor war und eine Menge wusste.
Er lebte in einer kleinen Stadt namens Puddleby auf der Marsch. Vom Sehen kannten ihn alle Leute gut, junge und alte. Und wenn er mit seinem Zylinder die Straße entlang ging, sagte jeder: "Da geht der Herr Doktor! Das ist ein kluger Mann." Und alle Kinder und Hunde kamen angerannt und liefen ihm nach; und es krächzten und nickten sogar die Krähen, die im Kirchturm hausten.
Das Haus am Stadtrand, in dem er wohnte, war sehr klein; aber der Garten war sehr groß, mit einem weiten Rasen und Steinbänken, über die sich Trauerweiden beugten. Seine Schwester, Sarah Dolittle, führte ihm den Haushalt, doch um den Garten kümmerte er sich selbst.
Er mochte Tiere sehr gern und hatte viele verschiedene Haustiere. Außer den Goldfischen im Teich ganz hinten im Garten hatte er Kaninchen in der Speisekammer, weiße Mäuse im Klavier, ein Eichhörnchen im Wäscheschrank und einen Igel im Keller. Er hatte auch eine Kuh mit einem Kalb und ein fünfundzwanzig Jahre altes lahmes Pferd - und Hühner und Tauben und zwei Lämmer und viele andere Tiere. Aber seine Lieblinge waren Dab-Dab die Ente, Jip der Hund, Göb-Göb das Schwein, Polynesia der Papagei und die Eule Tuh-Tuh.
Seine Schwester murrte oft wegen all der Tiere und sagte, sie brächten ihr das Haus in Unordnung. Und als eines Tages eine alte Dame mit Rheuma zum Doktor kam, setzte sie sich auf den Igel, der auf dem Sofa schlief, und dann kam sie nie wieder, sondern fuhr jeden Samstag den ganzen Weg nach Oxenthorpe, das zehn Meilen entfernt lag, um dort einen anderen Arzt aufzusuchen.
Da kam seine Schwester Sarah Dolittle zu ihm und sagte: "John, wie kannst du erwarten, dass kranke Menschen zu dir kommen, wenn du all die Tiere im Haus hast! Ein schöner Arzt, bei dem das Wartezimmer von Igeln und Mäusen wimmelt! Die Tiere haben jetzt schon vier Leute vertrieben.
Gutsherr Jenkins und der Pfarrer sagen, dass sie nie wieder in die Nähe deines Hauses kommen wollen, egal, wie krank sie sind. Wir werden von Tag zu Tag ärmer. Wenn du so weitermachst, mag dich von den feinen Leuten keiner mehr als Arzt haben."
"Die Tiere sind mir sowieso viel lieber als ´feine Leute´ ", sagte der Doktor.
"Das ist doch lächerlich", sagte seine Schwester und ging aus dem Zimmer.
Mit der Zeit schaffte sich der Doktor immer mehr Tiere an; und immer weniger Leute kamen zu ihm. Schließlich blieb keiner mehr übrig - außer dem Katzenfutter-Mann, den keine Art von Tieren störte. Aber der Katzenfutter-Mann war nicht sehr reich und wurde nur einmal im Jahr krank - zu Weihnachten -, und dann gab er dem Doktor ein paar Pennys für eine Flasche Medizin.
Von ein paar Pennys im Jahr kann man nicht leben - nicht einmal damals, lang ist´s her; und wenn Doktor Dolittle nicht etwas Geld in der Sparbüchse aufgehoben hätte, wer weiß, was dann geschehen wäre.
Und dabei liefen ihm immer neue Tiere zu; und es kostete natürlich eine Menge, sie zu füttern. Und das Geld, das er gespart hatte, wurde immer weniger.
Dann verkaufte er das Klavier und ließ die Mäuse in einer Schreibtischschublade wohnen. Aber das Geld, das er dafür bekommen hatte, wurde auch weniger, deshalb verkaufte er seinen braunen Sonntagsanzug, und er wurde immer ärmer. Wenn er jetzt mit seinem Zylinder die Straße entlangging, sagten die Leute: "Da geht John Dolittle, Dr. med.! Früher war er mal der bekannteste Arzt weit und breit. Und seht ihn euch heute an, er hat kein Geld mehr, und seine Strümpfe sind voller Löcher!"
Aber die Hunde und die Katzen und die Kinder kamen immer noch angerannt und folgten ihm durch die Stadt - genauso wie vorher, als er reich war.

Kundenbewertungen zu "Doktor Dolittle und seine Tiere" von "Hugh Lofting"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Christin aus Bad Berka am 05.09.2010 ***** ausgezeichnet
Dr. Dolittle- der Mann, der mit den Tieren spricht. Egal ob Affe Tschi- Tschi Ohrenschmerzen hat, der Hund Jip oder der Papagei Polynesia. Dr. Dolittle versteht alle und hilft allen. Als eines Tages die Schwalbe schlimme Nachrichten aus Afrika heimbringt, dass dort viele Affen sterben, reist Dr. Dolittle mit seinen Tieren auf den anderen Kontinent. Ungeahnt, in welch ein Abenteuer er sich da stürzt.
Ich bin der Meinung, dass das Buch wirklich für jeden geeignet ist. Egal ob Groß oder Klein, Alt oder Jung, Mensch oder Tier. Besonders schön fand ich immer die Passagen, an denen Hugh Lofting die Verständigung zwischen Dr. Dolittle und seinen Tieren zeigt.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 26.02.2008 ***** ausgezeichnet
Ich finde dieses Buch lustig .Besonders gefällt mir, wie der Doktor mit den Tieren umgeht
Das Buch ist leicht verständlich; deswegen ist es gut zum Vorlesen geeignet und ab 8 Jahren. Es sind fantasievolle Geschichten, die auch das Gefühl der Kinder ansprechen wenn sie für Abenteuer und Tiere offen sind.

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