Selbst bei einem Komponisten, der wie Dmitri Schostakowitsch
bereits vor 35 Jahren gestorben ist, muss ein Werkverzeichnis immer
wieder erneuert und auf den jüngsten Stand der Forschung gebracht
werden. Die zweite Auflage dieses Verzeichnisses bezieht nun
vielfältige neue Erkenntnisse der Schostakowitsch-Forschung mit
ein. Im Verlauf weniger Jahre sind zahlreiche bislang unbekannt
gebliebenen Werken Schostakowitschs wiederentdeckt worden - u.a.
der Prolog der 1932 konzipierten satirischen Oper
"Orango", ein Symphonisches Fragment aus dem Jahr 1945
sowie ein unvollendetes Streichquartett aus dem Jahr 1962. Seit dem
Beginn ihres Erscheinens im Jahre 2005 ist eine stattliche Anzahl
von Bänden der sukzessive publizierten DSCH-Gesamtausgabe
herausgekommen. Von den 150 geplanten Bänden liegen inzwischen 33
Bände vor. Damit ist es nun auch möglich geworden, etwa die frühen
Filmmusiken zu "Das Neue Babylon" op. 18 und
"Odna" op. 26 ausführlich zu dokumentieren. Darüber
hinaus konnte eine Vielzahl von bisher unbekannten Details, die
sowohl die Werke selbst als auch Uraufführungsinterpreten und
Besonderheiten der Rezeptionsgeschichte betreffen, dank der
Erforschung und Heranziehens weiterer Sekundärquellen endlich
ausfindig gemacht werden.
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