Die Zeitenläufer - Der Rächer von Athen - Tielmann, Christian

Christian Tielmann 

Die Zeitenläufer - Der Rächer von Athen

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Die Zeitenläufer - Der Rächer von Athen

Im Sog der Zeit - atemlose Spannung garantiert
Die Zeitenläufer Henrik, Lenz, Fenne, Silvester und Cornelia greifen ein! Im geheimen Auftrag ihrer Lehrmeisterin reisen sie durch die Jahrhunderte und verändern den Lauf der Weltgeschichte.
Athen, 461 v. Chr.
Die junge Attische Demokratie ist in Gefahr. Ephialtes, ihr glühendster Verfechter, wurde ermordet, und der junge Perikles könnte das nächste Opfer sein. Fieberhaft suchen die Zeitenläufer Henrik, Lenz, Fenne, Silvester und Cornelia nach Hinweisen. Als sie auf den Namen Aristodikos aus Tanagra stoßen, meinen sie schon, den Mörder gefunden zu haben. Doch Aristodikos gibt es gar nicht! Schlimmer noch
Der Mörder muss aus Perikles'engstem Vertrautenkreis stammen ...
- Geschichte hautnah erleben
- Authentischer historischer Hintergrund eingebettet in eine rasante Geschichte
- Nachwort mit geschichtlichen Fakten und Hintergrundinformationen
- Mit Kartenmaterial im Anhang


Produktinformation

  • Verlag: Cbj
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 148 S. m. Illustr. v. Michael Bayer.
  • Seitenzahl: 148
  • Die Zeitenläufer Bd.4
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 22 cm
  • Gewicht: 335g
  • ISBN-13: 9783570133842
  • ISBN-10: 3570133842
  • Best.Nr.: 23334199
"Eine neue Reihe, die auf originelle Weise eine Abenteuer- und zeitübergreifende Freundschaftsgeschichte mit Wissensvermittlung kombiniert." Bulletin Jugend & Literatur

"Eine neue Reihe, die auf originelle Weise eine Abenteuer- und zeitübergreifende Freundschaftsgeschichte mit Wissensvermittlung kombiniert." Bulletin Jugend & Literatur
Christian Tielmann, geb. 1971, studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Hamburg. Heute lebt er in Köln und lehrt an der Universität Hamburg. Seit 1999 schreibt er für verschiedene Verlage Kinder- und Jugendbücher. Die Geschichten hinter der Geschichte haben ihn schon immer fasziniert.

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Niemand konnte ihr ansehen, von wann sie kam.

"Hallo, Fenne!" Lenz saß auf der Holzbank am Tisch im Garten. Die Hausaufgaben waren erledigt, seine Eltern hatten das Haus gerade verlassen, um zu einer Theaterprobe zu rennen - der ganze schöne freie Nachmittag lag vor ihm, die Sonne schien, und jetzt kam auch noch seine Freundin aus dem Mittelalter zu Besuch. Dieser Dienstagnachmittag war perfekt.

"Was auch immer du tust - mach eine Pause!" Das rothaarige Mädchen trat an den Tisch.

Es konnte ihr wirklich niemand ansehen, dass sie gerade aus dem Mittelalter durch ein Zeitloch zu Lenz ins einundzwanzigste Jahrhundert gereist war: Fenne hatte die alten Turnschuhe von Lenz an den Füßen, ihre Beine steckten in einer Jeans und darüber trug sie ein T-Shirt. Sie sah einfach aus wie ein ganz normales, ziemlich hübsches Mädchen aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert, das mitten in Köln einen Klassenkameraden besuchte. Aber das war nicht der Fall.

Das schmale, niedrige, uralte Fachwerkhaus in der Kettengasse, in dem Lenz mit seinen Eltern lebte, hatte nämlich ein Geheimnis: In seinem Keller befand sich ein Zeitloch! Lenz und sein Freund Henrik hatten es irgendwann zufällig entdeckt. Durch dieses Loch war es ihnen möglich, in die Vergangenheit zu Fenne zu reisen - und es war Fenne möglich, zu Lenz in die Zukunft zu kommen.

"Willst du wieder Eis essen gehen?", fragte Lenz. Alle mögen Eis. Aber Fenne aus dem Mittelalter war fast in Ohnmacht gefallen, als Lenz ihr das erste Mal in ihrem Leben eine Kugel gekauft hatte.

Fennes blaue Augen leuchteten und schienen: "Ja! Unbedingt! Komme, was da wolle!" zu sagen, aber Fennes Mund sagte: "Geht nicht. Wir haben keine Zeit."

Sie reichte Lenz einen Brief. Seine Hände begannen zu zittern. Der Brief war versiegelt. Und dieses Siegel kannte Lenz: Es war ein großes W - das Zeichen der Alten Wöhr.

"Ich hoffe, du weißt die Antwort auf ihre Frage." Fennes Miene verfinsterte sich, als sie auf den Brief sah. "Sonst haben wir nämlich echt ein Problem."

Lenz brach das Siegel auf, faltete das Papier auseinander und las die knappen Zeilen. Er las sie wieder und wieder. Und er traute seinen Augen kaum. Denn das, was er da las, war nicht nur eine Nummer größer als alles, was sie bisher erlebt hatten. Es war mindestens zwei Nummern zu groß. Hier ging es um ...

Lenz schluckte.

Wie in einem rasanten Film sausten vor seinem inneren Auge die Abenteuer vorbei, die er mit Fenne, Henrik, Silvester und Cornelia erlebt hatte. Sie waren Zeitenläufer, Kinder, die so klein, leicht und jung waren, dass sie durch Zeitlöcher in verschiedene Zeiten der Weltgeschichte reisen konnten. Im Auftrag der Alten Wöhr hatten sie schon mehr als eine Zeitreise unternommen. Ungefährlich war es eigentlich nie gewesen, aber hier und jetzt ging es um .

"Mord!", hörte Lenz sich selbst sagen.

Er rieb sich die Augen. Aber es blieb dabei - die Alte Wöhr suchte einen Mörder:

Lieber Lenz!

Ich benötige eure Hilfe in einem nicht ganz ungefährlichen Fall. Im Jahre 461 v. Chr. wurde in Athen ein griechischer Staatsmann namens Ephialtes ermordet. Es ist von größter Wichtigkeit, dass wir schnell erfahren, wer der Mörder war. Sammle alles, was Du über diesen Mord in Erfahrung bringen kannst, und bring es mir. Fenne und Henrik werden Dir helfen.

Bis gleich! Wöhr

Lenz sah Fenne an. "Ich habe diesen Namen >Ephialtes< noch nie gehört." Er lief durch den Garten auf das Haus zu. "Aber wir können ja mal im Lexikon nachschlagen."

Sie gingen durch den schmalen Flur, stiegen die Treppe hinauf ins erste Stockwerk des Hauses und betraten das kleine Studierzimmer von Lenz' Eltern. Lenz zog direkt das knallrote Lexikon heraus, in dem alles über die alten Griechen stehen sollte. Er fand tatsächlich einen Eintrag.

"Hast du den Mörder?", fragte Fenne.

"Nicht direkt." Lenz setzte sich und legte das dicke Buch vor sich auf den kleinen Tisch. "Ephialtes", las er vor. "Griechischer Staatsmann, radikaler Demokrat. Gegner von Kimon. 461 ermordet."

Fenne schüttelte den Kopf. "Tolles Buch! Das ist alles nichts Neues für uns! - Selbst von diesem Kimon hat die Alte Wöhr schon gehört."

Lenz seufzte und klappte das Buch zu. "Wenn es noch jemanden gibt, der mehr weiß, dann ist es..." Er sah hinüber zu Fenne, die mit dem Rücken zum Fenster stand. Und dann sagten sie beide gleichzeitig den Spitznamen von Lenz' Onkel:

"Doktor Mo."

Lenz seufzte. "Aber der wird eine Gegenleistung erwarten."

Fennes Augen begannen zu leuchten, als würde sie sich auf mindestens drei Kugeln Erdbeereis freuen. Sie strich sich eine ihrer roten Haarsträhnen hinters Ohr und lächelte. "Da mach dir mal keine Sorgen. Für den Fall habe ich vorgesorgt."

Doktor Mo war definitiv ein ziemlich verrückter Kauz. Er hatte fast nie Geld, und wenn doch, steckte er es sofort in eine abenteuerliche Forschungsreise. Denn nichts interessierte Doktor Mo so sehr wie die Geschichte der Menschheit. Je älter, desto besser. In Ägypten hatte er die halbe Wüste umgegraben, aber außer ein paar alten Sandalen so gut wie nichts gefunden. Er wohnte nicht weit von der Kettengasse, blieb aber am liebsten für sich. Wenn Lenz allerdings mit Fenne und Henrik auftauchte, dann ließ Doktor Mo alles stehen und liegen. Denn dass die drei Kinder Zeitenläufer waren, hatten sie ihm vor einiger Zeit anvertraut. Und bei Doktor Mo war dieses Geheimnis sicher aufgehoben. Denn selbst wenn er es herumerzählt hätte: Lenz' Onkel hatte schon so viele verrückte Theorien aufgestellt, dass ihm sowieso kein Mensch mehr glaubte.

Auf dem Weg zu Doktor Mo machten Lenz und Fenne noch einen Umweg, um Henrik zu Hause aufzugabeln. Der Junge mit dem strahlendsten Lächeln in der Geschichte der Menschheit überschüttete sie mit Fragen: "Wie lautet unser Auftrag? Wo sollen wir hin? Welche Zeit? Welcher Ort? Fliegen wir wieder mit Lenz' verrücktem Onkel irgendwohin? Sind Cornelia und Silvester auch dabei?"

Henrik tat immer so, als wären sie regelrechte Geheimagenten. Und normalerweise war Henrik auch keines ihrer Abenteuer abenteuerlich genug. Als Lenz ihm allerdings sagte: "Wir suchen einen Mörder", da wurde selbst Henrik schweigsam.

Kurz darauf stiefelten die drei die ausgetretenen Stufen hinauf in den fünften Stock und traten durch die stets unverschlossene Tür in Dr. Mos Wohnung. Lenz' Onkel saß an einem seiner drei Schreibtische, hatte den

Kopf zwischen Bergen von Büchern vergraben und sah kaum auf, als Lenz und seine Freunde hereinkamen. Aber es war genauso, wie Lenz gedacht hatte. Als Fenne leise "Hallo!" sagte, interessierte sich Doktor Mo plötzlich nicht mehr für seine Bücher. Stattdessen begann er sofort, das Mädchen aus dem Mittelalter mit Fragen zu löchern: "Hast du eigentlich in deiner Zeit mal einen Wikinger in Köln gesehen?", fragte er. "Ich meine, einen echten? Habt ihr Überfälle erlebt? Könnte es sein, dass in einem alten Seitenarm vom Rhein ein Wikingerboot liegt? Ich überlege gerade, ob ich da eine Ausgrabung organisieren soll. Es ist sehr interessant, wenn man sich nämlich mal den Verlauf des Rheins genauer ansieht, dann fällt auf, dass."

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Niemand konnte ihr ansehen, von wann sie kam.

"Hallo, Fenne!" Lenz saß auf der Holzbank am Tisch im Garten. Die Hausaufgaben waren erledigt, seine Eltern hatten das Haus gerade verlassen, um zu einer Theaterprobe zu rennen - der ganze schöne freie Nachmittag lag vor ihm, die Sonne schien, und jetzt kam auch noch seine Freundin aus dem Mittelalter zu Besuch. Dieser Dienstagnachmittag war perfekt.

"Was auch immer du tust - mach eine Pause!" Das rothaarige Mädchen trat an den Tisch.

Es konnte ihr wirklich niemand ansehen, dass sie gerade aus dem Mittelalter durch ein Zeitloch zu Lenz ins einundzwanzigste Jahrhundert gereist war: Fenne hatte die alten Turnschuhe von Lenz an den Füßen, ihre Beine steckten in einer Jeans und darüber trug sie ein T-Shirt. Sie sah einfach aus wie ein ganz normales, ziemlich hübsches Mädchen aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert, das mitten in Köln einen Klassenkameraden besuchte. Aber das war nicht der Fall.

Das schmale, niedrige, uralte Fachwerkhaus in der Kettengasse, in dem Lenz mit seinen Eltern lebte, hatte nämlich ein Geheimnis: In seinem Keller befand sich ein Zeitloch! Lenz und sein Freund Henrik hatten es irgendwann zufällig entdeckt. Durch dieses Loch war es ihnen möglich, in die Vergangenheit zu Fenne zu reisen - und es war Fenne möglich, zu Lenz in die Zukunft zu kommen.

"Willst du wieder Eis essen gehen?", fragte Lenz. Alle mögen Eis. Aber Fenne aus dem Mittelalter war fast in Ohnmacht gefallen, als Lenz ihr das erste Mal in ihrem Leben eine Kugel gekauft hatte.

Fennes blaue Augen leuchteten und schienen: "Ja! Unbedingt! Komme, was da wolle!" zu sagen, aber Fennes Mund sagte: "Geht nicht. Wir haben keine Zeit."

Sie reichte Lenz einen Brief. Seine Hände begannen zu zittern. Der Brief war versiegelt. Und dieses Siegel kannte Lenz: Es war ein großes W - das Zeichen der Alten Wöhr.

"Ich hoffe, du weißt die Antwort auf ihre Frage." Fennes Miene verfinsterte sich, als sie auf den Brief sah. "Sonst haben wir nämlich echt ein Problem."

Lenz brach das Siegel auf, faltete das Papier auseinander und las die knappen Zeilen. Er las sie wieder und wieder. Und er traute seinen Augen kaum. Denn das, was er da las, war nicht nur eine Nummer größer als alles, was sie bisher erlebt hatten. Es war mindestens zwei Nummern zu groß. Hier ging es um ...

Lenz schluckte.

Wie in einem rasanten Film sausten vor seinem inneren Auge die Abenteuer vorbei, die er mit Fenne, Henrik, Silvester und Cornelia erlebt hatte. Sie waren Zeitenläufer, Kinder, die so klein, leicht und jung waren, dass sie durch Zeitlöcher in verschiedene Zeiten der Weltgeschichte reisen konnten. Im Auftrag der Alten Wöhr hatten sie schon mehr als eine Zeitreise unternommen. Ungefährlich war es eigentlich nie gewesen, aber hier und jetzt ging es um .

"Mord!", hörte Lenz sich selbst sagen.

Er rieb sich die Augen. Aber es blieb dabei - die Alte Wöhr suchte einen Mörder:

Lieber Lenz!

Ich benötige eure Hilfe in einem nicht ganz ungefährlichen Fall. Im Jahre 461 v. Chr. wurde in Athen ein griechischer Staatsmann namens Ephialtes ermordet. Es ist von größter Wichtigkeit, dass wir schnell erfahren, wer der Mörder war. Sammle alles, was Du über diesen Mord in Erfahrung bringen kannst, und bring es mir. Fenne und Henrik werden Dir helfen.

Bis gleich! Wöhr

Lenz sah Fenne an. "Ich habe diesen Namen >Ephialtes< noch nie gehört." Er lief durch den Garten auf das Haus zu. "Aber wir können ja mal im Lexikon nachschlagen."

Sie gingen durch den schmalen Flur, stiegen die Treppe hinauf ins erste Stockwerk des Hauses und betraten das kleine Studierzimmer von Lenz' Eltern. Lenz zog direkt das knallrote Lexikon heraus, in dem alles über die alten Griechen stehen sollte. Er fand tatsächlich einen Eintrag.

"Hast du den Mörder?", fragte Fenne.

"Nicht direkt." Lenz setzte sich und legte das dicke Buch vor sich auf den kleinen Tisch. "Ephialtes", las er vor. "Griechischer Staatsmann, radikaler Demokrat. Gegner von Kimon. 461 ermordet."

Fenne schüttelte den Kopf. "Tolles Buch! Das ist alles nichts Neues für uns! - Selbst von diesem Kimon hat die Alte Wöhr schon gehört."

Lenz seufzte und klappte das Buch zu. "Wenn es noch jemanden gibt, der mehr weiß, dann ist es..." Er sah hinüber zu Fenne, die mit dem Rücken zum Fenster stand. Und dann sagten sie beide gleichzeitig den Spitznamen von Lenz' Onkel:

"Doktor Mo."

Lenz seufzte. "Aber der wird eine Gegenleistung erwarten."

Fennes Augen begannen zu leuchten, als würde sie sich auf mindestens drei Kugeln Erdbeereis freuen. Sie strich sich eine ihrer roten Haarsträhnen hinters Ohr und lächelte. "Da mach dir mal keine Sorgen. Für den Fall habe ich vorgesorgt."

Doktor Mo war definitiv ein ziemlich verrückter Kauz. Er hatte fast nie Geld, und wenn doch, steckte er es sofort in eine abenteuerliche Forschungsreise. Denn nichts interessierte Doktor Mo so sehr wie die Geschichte der Menschheit. Je älter, desto besser. In Ägypten hatte er die halbe Wüste umgegraben, aber außer ein paar alten Sandalen so gut wie nichts gefunden. Er wohnte nicht weit von der Kettengasse, blieb aber am liebsten für sich. Wenn Lenz allerdings mit Fenne und Henrik auftauchte, dann ließ Doktor Mo alles stehen und liegen. Denn dass die drei Kinder Zeitenläufer waren, hatten sie ihm vor einiger Zeit anvertraut. Und bei Doktor Mo war dieses Geheimnis sicher aufgehoben. Denn selbst wenn er es herumerzählt hätte: Lenz' Onkel hatte schon so viele verrückte Theorien aufgestellt, dass ihm sowieso kein Mensch mehr glaubte.

Auf dem Weg zu Doktor Mo machten Lenz und Fenne noch einen Umweg, um Henrik zu Hause aufzugabeln. Der Junge mit dem strahlendsten Lächeln in der Geschichte der Menschheit überschüttete sie mit Fragen: "Wie lautet unser Auftrag? Wo sollen wir hin? Welche Zeit? Welcher Ort? Fliegen wir wieder mit Lenz' verrücktem Onkel irgendwohin? Sind Cornelia und Silvester auch dabei?"

Henrik tat immer so, als wären sie regelrechte Geheimagenten. Und normalerweise war Henrik auch keines ihrer Abenteuer abenteuerlich genug. Als Lenz ihm allerdings sagte: "Wir suchen einen Mörder", da wurde selbst Henrik schweigsam.

Kurz darauf stiefelten die drei die ausgetretenen Stufen hinauf in den fünften Stock und traten durch die stets unverschlossene Tür in Dr. Mos Wohnung. Lenz' Onkel saß an einem seiner drei Schreibtische, hatte den

Kopf zwischen Bergen von Büchern vergraben und sah kaum auf, als Lenz und seine Freunde hereinkamen. Aber es war genauso, wie Lenz gedacht hatte. Als Fenne leise "Hallo!" sagte, interessierte sich Doktor Mo plötzlich nicht mehr für seine Bücher. Stattdessen begann er sofort, das Mädchen aus dem Mittelalter mit Fragen zu löchern: "Hast du eigentlich in deiner Zeit mal einen Wikinger in Köln gesehen?", fragte er. "Ich meine, einen echten? Habt ihr Überfälle erlebt? Könnte es sein, dass in einem alten Seitenarm vom Rhein ein Wikingerboot liegt? Ich überlege gerade, ob ich da eine Ausgrabung organisieren soll. Es ist sehr interessant, wenn man sich nämlich mal den Verlauf des Rheins genauer ansieht, dann fällt auf, dass."

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