Die vier Leben der Marta Feuchtwanger - Flügge, Manfred

Manfred Flügge 

Die vier Leben der Marta Feuchtwanger

Biographie

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Die vier Leben der Marta Feuchtwanger

Muse, Grande Dame, Ikone des deutschen Exils - Marta Feuchtwanger gehört neben Katia Mann und Alma Mahler-Werfel zu den großen Dichterfrauen des 20. Jahrhunderts. Manfred Flügge zeichnet ein einfühlsames Porträt dieser außergewöhnlichen Frau, die durch ihre Schönheit, ihren selbstbewussten Witz und ihre Lebensklugheit schon die Zeitgenossen faszinierte.

Gestützt auf bisher neu erschlossenes Material wie die intimen Tagebücher Lion Feuchtwangers


Produktinformation

  • Verlag: Aufbau Tb
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 432 S.
  • Seitenzahl: 431
  • Aufbau Taschenbücher Bd.7076
  • Best.Nr. des Verlages: 656/37076
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 116mm x 32mm
  • Gewicht: 448g
  • ISBN-13: 9783746670768
  • ISBN-10: 3746670764
  • Best.Nr.: 27882140

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Voller Wohlwollen äußert sich Oliver Pfohlmann über Manfred Flügges Biografie von Marta Feuchtwanger, die er als brillant geschrieben und gründlich recherchiert preist. Der Rezensent entnimmt der Lebensbeschreibung nicht nur, dass Marta außerordentlich sportlich und couragiert gewesen ist, er stellt sich aufgrund der Beschreibung auch vor, dass die schöne und exotisch aussehende Frau und ihr nur 1,65 Meter große Mann Lion ein ziemlich "seltsames Paar" gewesen sind. Lion Feuchtwanger war als "Womanizer" bekannt, der neben seiner Ehe unzählige Liebschaften unterhielt und sich nicht selten über die Launen seiner Frau beklagte, lässt sich der Rezensent vom Autor unterrichten. Nicht zuletzt, weil Flügge den außerehelichen Aktivitäten Lion Feuchtwangers so viel Aufmerksamkeit schenkt, hat der Rezensent mitunter das Gefühl, er lese eine Lion-Feuchtwanger-Biografie, und er gesteht, dass ihm einiges an der Beziehung des Paares "rätselhaft" bleibt. Trotzdem hält sich der Eindruck, Pfohlmann habe diese Lebensbeschreibung sehr gefesselt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.12.2008

Handstand und Ehestand
Ikone des Exils: Manfred Flügge über Marta Feuchtwanger
Es ist schon merkwürdig mit Marta Feuchtwanger bestellt, etwa gesehen durch die Tagebücher Thomas Manns: Da sind die Feuchtwangers und die Manns im kalifornischen Exil sehr häufig beieinander, da wird zusammen diniert und geluncht und Tee getrunken, zu viert oder in größerer Runde, und über Lion Feuchtwanger fallen immer mal Bemerkungen, teilweise etwas süffisant, was seine Neigung zur Angeberei betrifft. „Gemütliche Prahlerei” notiert Thomas Mann, und sein Sohn Klaus hält fest: Feuchtwanger „spricht ununterbrochen von seinen Auflagen, dem was er isst, verdient u. s. w. Völlig desinteressiert an allem anderen.” Marta Feuchtwanger aber, die immer dabei ist, taucht nur als Anhängsel auf, existiert hier nur im Plural „die Feuchtwangers”.
Das würde man noch verstehen, wenn sie eine graue Maus gewesen wäre, aber das lässt sich von ihrem Äußeren nun wahrlich nicht sagen. Die Bilder, die Manfred Flügge seiner Biographie beigegeben hat, zeigen eine ausgesprochen attraktive Erscheinung; ob mit 19 Jahren oder erheblich später: Immer fiel sie auf, groß – größer …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.12.2008

Wenn Marta wieder strindbergelt

Mein Leben begann, als ich Lion traf: Der Biograph Manfred Flügge erkundet das Leben von Marta Feuchtwanger, der wohl sportlichsten aller Dichtergattinnen.

St. Anton, Arlberg, 30. Januar 1933: Nach einer anstrengenden Skitour erreicht Marta Feuchtwanger endlich eine Hütte. Dort geht es fröhlich zu, schließlich wird mit Hitler jetzt alles besser. Auch Marta soll mitfeiern. Erst gibt sie vor, zu erschöpft zu sein, dann trinkt sie doch mit, aus Angst aufzufallen, liegt nach dem achten Himbeergeist betäubt auf ihrer Pritsche und schämt sich, nicht offen ihre Meinung gesagt zu haben. Mit dieser Szene ließ 2007 Michael Lentz seinen Emigrantenroman "Pazifik Exil" beginnen. Ort und Zeit stimmen; von ihrem jährlichen Skiurlaub konnte die wohl sportlichste aller Dichtergattinnen später nicht einmal der Kriegsausbruch abhalten. Das einzig Fiktive an der Szene ist wohl Martas Mimikry. Sie erscheint wenig überzeugend, so legendär ist die Courage dieser Frau. Schon die Schülerin schrie, nach einer antisemitischen Beleidigung von Klassenkameraden, "ihr Sauchristen!" zurück, um sich in der anschließenden Prügelei prompt als …

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Manfred Flügge, geb. 1946 in Koldin, Dänemark, verbrachte seine Kindheit im Ruhrgebiet, studierte Romanistik und Geschichte in Münster und Lille. Er war von 1976-88 Dozent an der FU Berlin. Heute lebt er als freier Autor in Berlin.

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Kundenbewertungen zu "Die vier Leben der Marta Feuchtwanger"

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Bewertung von dotore aus Leipzig am 20.03.2009 ***** schlecht
Die Darstellung und den Schreibstil von M. Flügge finde ich weder spannend noch brillant geschrieben. Oliver Hilmes "Witwe im Wahn" oder Sibylle Zehle "Minna Wagner" haben m.E. Maßstäbe gesetzt. Manfred Flügge hat eine Fleißarbeit vorgelegt, das war`s dann aber leider auch schon. Das umfangreiche Material wurde eher oberflächlich und mit einiger Redundanz bearbeitet. Schade. Die "Lobpreisungen" der Presse kann ich nicht nachvollziehen. Wie würde wohl Reich-Ranitzki urteilen?

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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