Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann - Böll, Heinrich

Heinrich Böll 

Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann

Erzählung. Mit e. Nachw.: Zehn Jahre später

Broschiertes Buch
 
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Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann

Katharina Blum ist eine junge hübsche Haushälterin, die sich eine kleine Eigentumswohnung und einen Volkswagen leisten kann. Sie hat ein heiter-bescheidenes Wesen und wird, weil sie Zudringlichkeiten der Männer verabscheut, in ihrer Umgebung die »Nonne« genannt. Diese Frau verliebt sich spontan in einen jungen Mann, einen von der Polizei gesuchten radikalen Rechtsbrecher. Sie verhilft ihm zur Flucht und gerät in den Mittelpunkt der Sensationsmache einer großen Boulevardzeitung...


Produktinformation

  • Verlag: DTV
  • 2009
  • 46. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 145 S.
  • Seitenzahl: 160
  • dtv Taschenbücher Bd.1150
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 122mm x 16mm
  • Gewicht: 175g
  • ISBN-13: 9783423011501
  • ISBN-10: 3423011505
  • Best.Nr.: 01018860
»Das Netz von Beziehungen, in welches Böll diese Menschen verstrickt, das labile Gebäude von Abhängigkeiten, das er mit stillem Humor und sprühendem Witz nach und nach sichtbar werden lässt, erscheinen keinen Augenblick als ›Konstruktion‹. In der abgerundeten, ausgeglichenen Form dieser auf knappstem Raum entwickelten brillanten Komposition bewährt sich ein großer Erzähler.« (Neue Zürcher Zeitung)

"Das Netz von Beziehungen, in welches Böll diese Menschen verstrickt, das labile Gebäude von Abhängigkeiten, das er mit stillem Humor und sprühendem Witz nach und nach sichtbar werden lässt, erscheinen keinen Augenblick als Konstruktion . In der abgerundeten, ausgeglichenen Form dieser auf knappstem Raum entwickelten brillanten Komposition bewährt sich ein großer Erzähler."
Neue Zürcher Zeitung

»Das Netz von Beziehungen, in welches Böll diese Menschen verstrickt, das labile Gebäude von Abhängigkeiten, das er mit stillem Humor und sprühendem Witz nach und nach sichtbar werden lässt, erscheinen keinen Augenblick als >Konstruktion<. In der abgerundeten, ausgeglichenen Form dieser auf knappstem Raum entwickelten brillanten Komposition bewährt sich ein großer Erzähler.« Neue Zürcher Zeitung

"Das Netz von Beziehungen, in welches Böll diese Menschen verstrickt, das labile Gebäude von Abhängigkeiten, das er mit stillem Humor und sprühendem Witz nach und nach sichtbar werden lässt, erscheinen keinen Augenblick als 'Konstruktion'. In der abgerundeten, ausgeglichenen Form dieser auf knappstem Raum entwickelten brillanten Komposition bewährt sich ein großer Erzähler." (Neue Zürcher Zeitung)
Heinrich Böll, geb. am 21. Dezember 1917 in Köln, gest. am 16. Juli 1985 in Langenbroich, war Sohn eines Tischlers und Holzbildhauers, in dessen Hause in Köln ab 1933 Zusammenkünfte verbotener katholischer Jugendverbände stattfanden. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Er desertierte 1944 und kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire 'Die schwarzen Schafe' mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u.a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger). Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen das Grauen des Krieges und seiner Folgen, polemisierte er gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte er sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den 60er und 70er Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare 'Nachrüstung'. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock (Reisen in die UdSSR und CSSR). Der 1974 aus der UdSSR deportierte Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift 'L 76. Demokratie und Sozialismus' heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971-74). Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Georg-Büchner-Preis (1967), den Literatur-Nobelpreis (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).

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Bewertung von Vorlesefreund aus 16562 Hohen Neuendorf am 18.08.2010 ***** ausgezeichnet
Ein Buch, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Das Thema heute hochaktuell.
Menschen können durch die Medien vernichtet werden. Eine unbescholtene Frau gerät
in die Klauen der Presse und wird systematisch "fertiggemacht"
Das Buch ist inbesondere Jugendlichen zu empfehlen aber auch ältere Jahrgänge werden
fasziniert und erschrocken sein.

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Bewertung von Polar aus Aachen am 11.10.2008 ***** sehr gut
Literatur vermag sich einzumischen. Es gibt Bücher, die verblassen, je weiter ihr Erscheinungsdatum zurückliegt. Wer sich an die Wirkung von Heinrich Bölls Roman bei der Veröffentlichung erinnert, an den Hass, der ihm entgegenschlug, sieht sich zurzeit vergeblich nach einer deutschen Literatur um, die eine ähnliche gesellschaftliche Aussprache findet. Die Geschichte der Katherina Blum, die ins Räderwerk bundesrepublikanischer Terroristenhatz, Bombenhysterie, Presse und Politik gerät, ist sicher aus der genauen Beobachtung des deutschen Herbstes, der Paranoia geschrieben worden. Die Striche darin sind grob gezeichnet. Böll nimmt Partei, klagt an, setzt sich gegen Vorverurteilung und den Verlust von Bürgerrechten ein. Die Erzählung erscheint aus heutiger Sicht, wie ein Rückblick, eine Erinnerung. Dies spricht nicht unbedingt gegen sie. Zumal wenn man die Wucht mit einbezieht, mit der darüber diskutiert wurde, was man darf und was man nicht darf. Böll hat sicher eindrucksvollere Erzählungen, sprachlich verfeinerte Momente geschrieben, doch er war ein Autor, der sich das Recht herausnahm, über das zu schreiben, was ihm auf der Seele lag. Das sollte man immer wieder mal hervorkramen und lesen.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 28.12.2007 ***** ausgezeichnet
Wir haben das Buch als Klassenlektüre. Sehr realitätsnah erzählt und die Kritik an die Medien ist absolut gerechtfertigt. Ich finde den Kern der Aussage und die Erzählweise gut aber es ist mir an manchen Stellen etwas zu langatmig.
Trotzdem empfehlenswert !

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Bewertung von Nina Schöttl aus Pettendorf am 27.05.2002 ***** ausgezeichnet
Dieses Taschenbuch musste ich über die Ferien von der Schule aus lesen. Ich dachte, wenn ich die ersten Tage anfangen würde, hätte ich es bestimmt bis zum Schulbeginn durch. Es stellte sich jedoch heraus, dass das Buch nicht einfach so zum Weglegen geschrieben wurde, sondern man sollte sich Gedanken über die heutigen Medien machen und was sie alles anrichten können. Besondere Kritik wird meiner Meinung nach zu Recht an der Bild-Zeitung geübt. Die unschuldige Katharina wird ihres Lebens nicht mehr froh durch die übertriebenen Schlagzeilen. Ihren einzigen Ausweg sieht sie darin den Reporter umzubringen. Pflichtlektüre für jeden, der auf oberflächliche Zeitungsmeldungen alles setzt.

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Bewertung von Stephan aus Bad Essen am 13.02.2002 ***** ausgezeichnet
Heinrich Böll setzt in diesem Buch kritisch mit dem Boulevardjournalismus und seine Folgen auseinander. Ein Buch, über das man sich Gedanken machen muss.

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