Exzerpt aus dem Jahr 1996 im Fachbereich Archäologie, -, Sprache:
Deutsch, Abstract: Die Bronzezeit vor mehr als 2000 bis 800 v. Chr.
gilt als die erste und längere der Metallzeiten in Europa. In
dieser Zeit wurden Werkzeuge, Waffen und Schmuck aus Bronze
hergestellt. In einigen Gebieten hatte die Bronzezeit eine andere
Zeitdauer. So begann sie in Süddeutschland schon vor etwa 2300 v.
Chr. und endete um 800 v. Chr. In Norddeutschland dagegen währte
sie von etwa 1600 bis 500 v. Chr.
Zu den in Deutschland verbreiteten Kulturen der Bronzezeit gehört
die Urnenfelder-Kultur vor etwa 1300/1200 bis 800 v. Chr. Sie gilt
in Europa als eine der wichtigsten Kulturen der Spätbronzezeit und
vermochte sich vom nördlichen Balkan über die Donauländer bis zur
Oberrheinregion auszubreiten. In Deutschland war sie in
Baden-Württemberg, Bayern, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Hessen,
Teilen Nordrhein-Westfalens (Niederrheinische Bucht) und südlich
des Thüringer Waldes heimisch.
Der Begriff Urnenfelder-Kultur fußt darauf, daß damals die Toten
auf Scheiterhaufen verbrannt und danach häufig ihre Asche
beziehungsweise Knochenreste in tönerne Urnen geschüttet und in
Brandgräbern beigesetzt wurden. Gelegentlich bildeten die
Brandgräber ausgedehnte Urnenfelder mit Dutzenden oder Hunderten
von Bestattungen.
Der Text über die Urnenfelder-Kultur stammt aus dem vergriffenen
Buch Deutschland in der Bronzezeit (1996) des Wiesbadener
Wissenschaftsautors Ernst Probst in alter deutscher Rechtschreibung
und entspricht dem damaligen Wissensstand. Weitere Kulturen der
Bronzezeit aus Deutschland werden ebenfalls in Einzelpublikationen
vorgestellt.
Ernst Probst, geboren am 20. Januar 1946 in Neunburg/Oberpfalz. Er wurde zunächst Journalist in Nürnberg, Bayreuth und Mainz, später Buchautor und schließlich Verleger. Er schrieb für Zeitungen, Zeitschriften und Nachrichtenagenturen und verfasste mehr als 25 Bücher.
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