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Die unmögliche Gemeinschaft
Maurice Blanchot, die Gruppe der rue Saint-Benoît und die Idee einer internationalen Zeitschrift um 1960
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Kulturverlag Kadmos
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 162 S.
- Seitenzahl: 163
- Kaleidogramme Bd.45
- Deutsch
- Abmessung: 229mm x 153mm x 13mm
- Gewicht: 280g
- ISBN-13: 9783865990846
- ISBN-10: 3865990843
- Best.Nr.: 25730635
Produktbeschreibung zu "Die unmögliche Gemeinschaft"
Beschreibung
Roman Schmidt rekonstruiert die in Deutschland wenig bekannte Geschichte der letztlich namenlos gebliebenen »Revue Internationale« vor dem Hintergrund der Veränderungen im intellektuellen Feld in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre. Dabei entsteht nicht nur eine Studie zu einem der radikalsten publizistischen Konzepte des 20. Jahrhunderts, sondern auch ein privilegierter Einblick in die Pariser nichtorthodoxe Linke zur Zeit des Algerienkriegs.
12.08.2009
Bewegtes Denken
Einer Zeitschrift, von der sich zu Recht sagen lässt, ihre
Programmatik erinnere an publizistische Experimente der deutschen
Frühromantik, wird man kein langes Leben zutrauen. Im Fall des
Projekts jener internationalen Zeitschrift, das Anfang der
sechziger Jahre in Paris angestoßen wurde, war man noch
konsequenter: Es gedieh nur bis zu einer mageren Nullnummer. Denn
so hoch waren die in der Gruppe um Dionys Mascolo, Maurice
Blanchot, Louis-René des Forêts und andere gehegten Erwartungen an
einen wiedererweckten Kommunismus des Geistes im Medium
"wesentlich kollektiven" literarischen Austauschs, dass
es darüber zu keinem halbwegs tragfähigen Grundriss kam. Was der
Verleger Siegfried Unseld in einem Brief an den auf deutscher Seite
beteiligten Uwe Johnson als schlicht komisch beschrieb, dass man
nämlich ein Gefäß konstruieren wolle, ohne den Inhalt zu kennen -
genau darin steckte der utopische Funke, um den es den Parisern
ging: Nicht bloß eine weitere Zeitschrift war eben zu gründen,
sondern eine "Bewegung des Denkens zu schaffen und
aufrechtzuerhalten", wie Mascolo Hans Magnus Enzensberger
wissen ließ. Warum dieser Funke nicht zündete, …
Autorenporträt zu "Roman Schmidt"
Roman Schmidt, geb. 1980, hat Kommunikationswissenschaft, Politologie und Philosophie in Berlin und Lyon studiert, lebt in Paris. Er arbeitet für transnationale Publikationsprojekte (Eurozine, Lettre International, Sens public) und schreibt an einer Dissertation zur Mediengeschichte der Grenzüberschreitung. An der Maison des Sciences de lHomme Paris-Nord gibt er die multilinguale Zeitschrift »Crosswords« heraus.
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