Die Ukraine zwischen Selbstbestimmung und Fremdherrschaft 1917-22
Kaum ein anderes europäisches Land hat zu Ende des Ersten
Weltkrieges eine derart facettenreiche Geschichte wie die Ukraine.
Zwischen den Zwängen des zerfallenden Russischen Reiches, den
Mittelmächten, die große Gebiete besetzten, und einer starken, aber
zersplitterten Unabhängigkeitsbewegung, suchte der neue Staat einen
Platz Europa und fand ihn letztlich doch nicht. Zu stark waren der
Druck aus und die Bindungen nach St. Petersburg bzw. Moskau, zu
schwach die internationale Unterstützung. 1922 ging die Ukraine in
der Sowjetunion auf.
Erstmals versucht mit dieser Studie ein internationales
Historikerteam mit Materialien aus Archiven in Moskau, St.
Petersburg, Kiew, Warschau, Wien, London, Paris, Bern, Prag,
Washington und aus den deutschen Archiven ein neues und
faszinierendes Bild zu zeichnen. Dabei wurde auch ein bisher kaum
bearbeitetes Thema aufgebrochen: Die vielfach rücksichtslose
Besatzung der Ukraine durch deutsche und österreichischungarische
Truppen 1918 und ihre Auswirkungen und Folgen. Ein Land zwischen
Ost- und Zentraleuropa, von beiden Gravitationen angezogen und doch
die Wiege Russlands Ukraine: Quo vadis?
Autoren
Wolfram Dornik (Graz),
Georgiy Kasianov (Kiew),
Hannes Leidinger (Wien),
Peter Lieb (Sandhurst),
Alekseij Miller (Moskau und Budapest),
Bogdan Musial (Allfeld/Lein und Warschau)
und Vasyl Rasevy (Lemberg)
Mag. et Dr. phil. Wolfram Dornik, geboren 1978 in Feldbach, 1997 - 2003 Studium der Geschichte und eines Fächerbündels (Medien und internationale Beziehungen) sowie Doktorat Geschichte an der Universität Wien, seit 2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung.
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