Die toten Gassen von Barcelona - Kremser, Stefanie

Stefanie Kremser 

Die toten Gassen von Barcelona

Krimi. Originalausgabe

Broschiertes Buch
 
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Die toten Gassen von Barcelona

Was Donna Leon für Venedig ist, wird Stefanie Kremser für Barcelona werden. Anna Silber reist nach Barcelona in die Geburtsstadt ihrer Mutter, um dort einen alternativen Reiseführer zu schreiben. Doch schon bei ihrer Ankunft liegt ein toter Mann auf der Straße, und ein kleiner Junge drückt ihr ein Bleistückchen in die Hand, das vielleicht dem Toten - oder dem Mörder? - gehörte. Der Tote ist nicht das einzige Opfer - ein Serientäter scheint umzugehen, doch wo ist das Muster, wo das Motiv? Durch einen Zufall kommt Anna dem Täter auf die Schliche - und gerät dabei selbst in große Gefahr.

Stefanie Kremser, die in Barcelona lebt, hat einen Roman geschrieben, der warmherzig und spannend zugleich von Mord und Verbrechen aber auch von Freundschaft, Loyalität und Liebe erzählt.


Produktinformation

  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 246 S.
  • Seitenzahl: 246
  • KiWi Taschenbücher Nr.1216
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 127mm x 17mm
  • Gewicht: 197g
  • ISBN-13: 9783462043259
  • ISBN-10: 3462043250
  • Best.Nr.: 33360604
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Bislang ist Stefanie Kremser in Deutschland vornehmlich als Drehbuchautorin für den Münchener "Tatort" aufgefallen. Doch zum Glück hat dieser Krimi deutlich mehr zu bieten als deutsche TV-Durchschnittskost. Anna Silber möchte in Barcelona einen alternativen Reiseführer schreiben, doch kaum in der spanischen Metropole eingetroffen, stolpert sie über ihren ersten Toten. Offenbar geht ein Serienmörder um, der immer wieder Annas Weg kreuzt... Ein sehr atmosphärischer Roman, der den Leser auf eine Mörderjagd durch Barcelona mitnehmt und sich dabei aber zu ernst nimmt. Gehobene Unterhaltung für düstere Herbstabende! (am)
Stefanie Kremser, geboren 1967, wuchs in einem deutsch-bolivianischen Elternhaus in São Paulo, Brasilien auf. Im Alter von 20 Jahren zog sie nach Deutschland und studierte Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fernsehen und Film HFF München. Bisher hat sie einen Roman geschrieben "Postkarte aus Copacabana" und mehrere Drehbücher für den Münchner "Tatort" verfasst, die von der Kritik gefeiert wurden. Sie lebt als Autorin in Barcelona und München.

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Kundenbewertungen zu "Die toten Gassen von Barcelona" von "Stefanie Kremser"

10 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.2 von 5 Sterne bei 10 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von anyways aus greifswald am 02.12.2011 ***** ausgezeichnet
Nach dem tragischen Unfalltot ihrer Familie, von dem sie während einer Recherche über ein neues Hotel in Sibui, Rumänien, erfährt ,ist die junge Journalistin Anna Silber nur noch von dem Wunsch geprägt, die Heimatstadt ihrer Mutter, Barcelona, kennenzulernen. Monate später bekommt sie die Gelegenheit für einen etwas „anderen“ Kulturführer über die wunderschöne Stadt zu schreiben. Sie nimmt zu ihrem schwulen Freund Rafael, den sie in Sibui kennen lernte Kontakt auf, und dieser versorgt sie mit Unterkunft und freundschaftlichen Beistand. Aber die Ankunft in Barcelona verläuft nicht so wie geplant, denn ganz in der Nähe ihrer vorübergehenden Unterkunft wurde ein Mann von einem Baugerüst gestoßen. Da Anna Dank ihres Vaters, der Privatermittler war, eine gewisse detektivische Ader hat hilft sie dem Lebensgefährten Rafaels , Quim bei dessen Recherchen. Bald wird dem spanischen Kriminalbeamten Quim und der Journalistin klar das hier ein Serientäter mit einem fatalen Hang zur Schutzheiligen Barcelonas sein Unwesen treibt.



Stefanie Kremser gelingt nicht nur ein guter Krimi mit einem schlüssigen und spannenden Plot sondern sie weckt auf ganz eigene Weise auch das Interesse die Stadt Barcelona zu besuchen. Ihre detailgetreuen Angaben der Architektur und Sehenswürdigkeiten sind stellenweise so gut, dass ich das Gefühl hatte mit ihr durch die Straßen zu laufen. Sie scheut sich aber ebenso wenig auch die Schattenseiten, hier auf extreme Art durch die Motivation des Täters dargestellt, zu beleuchten. Ebenso gefielen mir ihre gesellschaftspolitischen Äußerungen .

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Bewertung von Vorleserin aus Berlin am 19.11.2011 ***** gut
Anna möchte ein Jahr nach dem tragischen Tod ihrer Familie in Barcelona auf den Spuren ihrer Mutter wandeln. Glücklicher Weise hat sie den Auftrag erhalten, einen alternativen Reiseführer über diese Stadt zu schreiben. So hat sie einerseits einen offiziellen Auftrag und andrerseits die Chance, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und sich von der Trauer zu lösen.

Doch kaum in der Stadt ihrer Träume angekommen, stolpert sie über den ersten Toten. In rascher Folge gibt es weitere Morde.

Hier fängt es an, unglaubwürdig zu werden. Die Tatsache, dass eine deutsche Journalistin kriminalistische Zusammenhänge schneller begreift als ein ganzes Ermittler-Team ist schon etwas seltsam. Die Grenz war erreicht, als Anna rein zufällig das Haus des Mörders betritt, wohlgemerkt in Barcelona.

Man kann spüren, dass die Schriftstellerin Barcelona liebt ,was auch angenehm durch das Buch blitzt und ein paar schöne Seiten der Stadt offenbart. Aber entweder ist sie selbst oder einer ihrer Bekannten auf größere Probleme im Immobilienbereich gestoßen – jedenfalls wird dieses Thema sehr vordergründig und langatmig behandelt. Die eigentliche Kriminalgeschichte scheint da nur der Aufhänger zu sein und ist entsprechend dürr gestaltet.

Auch die Liebesgeschichte ist leider etwas konstruiert, aber als Frau geht man da großzügig darüber hinweg.

Positiv erwähnenswert ist auf jeden Fall ihr Schreibstil, die Sätze sind richtig schön gestaltet und verbreiten Lesegenuss.

Im Endergebnis ist das Buch so für zwischendurch lesenswert, als Vorbereitung für einen Barcelona-Aufenthalt nimmt man aber lieber ein Buch von Carlos Ruiz Zafón.

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Bewertung von lenchen_196 aus Bayern am 02.09.2011 ***** gut
Barcelona dreimal anders

Die Stadt Barcelona ist so gut bekannt wie unbekannt. Die freie Journalistin Anna Silber reist nach Barcelona. Ihr Plan A: einen Reiseführer „mal anders“ zu schreiben. Sie will einen der größten Urlaubsorte Europas von einer anderen Seite zeigen. Von der Seite, die dem Urlauber unbekannt ist. „Andere“ Straßen, „andere“ Sehenswürdigkeiten, „andere“ Wohnmöglichkeiten, „andere“ Restaurants und Bars, „andere“ Läden. Von Anfang an geht der Plan schief, weil Anna gerade am ersten Tag, bei der ersten Fahrt zu ihrer Wohnung eine vom Dach „geflogene“ Leiche praktisch vor ihre Füße bekommt. Willst du Barcelona mal anders? Zack! Eine Leiche ist da.

Daraus folgt, ganz spontan, der Plan B: der Mordkommission von Barcelona zu helfen, eine mysteriöse Reihe von Mordfallen aufzuklären. Weil nämlich Anna Silber „zufällig“ ein außergewöhnliches Kriminaltalent hat. Aus der Mischung von den beiden Plänen entsteht eine Geschichte, die Stefanie Kremser bunt und spannend beschreibt.

Es scheint hier drei separate Geschichten zu geben:
1. Alternativer Urlaubsort Barcelona, mit Köchen, die alle Gerichte nur aus Süßigkeiten zubereiten, mit Künstlerinnen, die ihre gesamten Werke aus Filz produzieren, usw.
2. Düstere Stadt Barcelona mit toten Gassen, durch den Kot beschmierten Briefkasten, schäbigen Treppenhäusern, kaputten Aufzügen und vom Leben abgeschnittenen Wohnungen, die zum Wohnen gar nicht mehr passen. Also ein großer Spielplatz der internationalen Immobilienmafia, die sich bemüht, die ganze Stadt zu einem Verkaufsobjekt zu verwandeln.
3. Ein riesiger Tatort, auf dem ein Serienmörder nach unglaublichem Muster kaltblutige Morde „sät“.

Gut ist, dass diese „separaten“ Geschichten, die uns so viel über eine Stadt erzählen (übrigens auf knapp 240 Seiten), am Ende in eine ganzheitliche Geschichte fließen. Bis zu einem bestimmten Punkt könnte man sagen, dass es drei Bücher in einem Band sind, deren Seiten nebeneinander wie Unterlagen oder Löschpapierblätter nebst fragmentarischem Original durchgemischt sind. Und plötzlich wird alles zu einem. Jede Geschichte hat ein eigenes Geheimnis, aber alle Geheimnisse werden letztendlich mit einem einzigen Schlüssel geknackt. Ja, das ist toll.

Nicht besonders gut ist, dass der Mörder, der keine Spur hinterlässt und wie ein unbesiegbares Monster wirkt, im Finale relativ einfach erwischt wird, und zwar von Anna Silber allein. Große Spannung im Vordergrund führt zu einem relativ kleinen Funken bei der Lösung. Eigentlich wollte man etwas Größeres zum Nachtisch.

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Bewertung von Tintenherz aus Kronshagen am 28.08.2011 ***** ausgezeichnet
Morde unter Pinien und Palmen

"Die toten Gassen von Barcelona" von Stefanie Kremser
erschienen im Kiepenheuer & Witsch Verlag, Seitenanzahl: 246


Inhalt:

Anna Silber erhält nach einer Familientragödie den Auftrag, einen Reiseführer über ihre Geburtstadt Barcelona zu schreiben. Bei ihrer Ankunft in der kosmopolitischen Hafenstadt ereignet sich ein Mord. Sie gerät ins Visier des Serienkillers und muss um ihr Leben bangen.


Autorin:

Stefanie Kremser, geboren 1967 in Brasilien, zog mit 20 Jahren nach Deutschland und studierte Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik in München. Sie schrieb den Roman "Postkarte aus Copacabana" und mehrere gefeierte Drehbücher für den Münchener Tatort.
Als Autorin lebt sie in Barcelona und München.


Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Der Schreibstil dieses Krimis ist leicht verständlich und flüssig zu lesen. Nach einigen Stunden konnte ich das Buch leider schon wieder aus den Händen legen.
Die Eindrücke über das malerische Barcelona werden detailliert und liebevoll erzählt. Man erfährt vieles über die Schutzheilige Eulália, die über die Stadt wacht. Auch das Elend dieser Hafenstadt wird ans Tageslicht gebracht. Viele Bewohner kämpfen ums Überleben.
Menschen aller Herren Länder werden ermordet. Auf der Suche nach dem Serienkiller wird das Puzzle gekonnt zusammengesetzt. Die Ermittlungsarbeit der Polizei unter Annas Mithilfe ist gut nachvollziehbar.
Die Spannung durchzieht das gesamte Buch und es kommt absolut keine Langeweile auf.


Fazit:

Ein interessanter und spannungsgeladener Krimi, der auch die Sehnsucht nach Urlaub stillt.

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 22.08.2011 ***** sehr gut
Barcelona ist eine der beliebtesten Städte für Touristen aus aller Welt. Millionen von Menschen besuchen die Mittelmeermetropole jährlich. Aber was macht das mit einer Stadt und ihren Bewohnern? Damit beschäftigt sich Stefanie Kremser in ihrem Krimi "Die toten Gassen von Barcelona". Die unbarmherzig durchgesetzte Aufwertung oder „Gentrifizierung“ attraktiver Stadtteile, horrende Mieten, Korruption und steigende Kriminalität sind die Probleme, die mit dem Massentourismus einhergehen. Und so verbindet die Autorin diese aktuellen Themen mit einem Fall, in dem es genau um dies geht – und außerdem um die Barcelonikische Schutzheilige „Santa Eulàlia de Barcelona“. „Die toten Gasen von Barcelona“ ist ein solider Krimi mit einem sensiblen Blick auf eine Stadt, die aufpassen muss, im Sog des schnellen Geldes ihre Authentizität nicht zu verlieren und zu einer bloßen Kulisse für den Tourismus zu werden.

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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 21.08.2011 ***** sehr gut
Ein zwar kurzer aber dafür durchaus gelungener Krimi im Herzen von Barcelona. Anna braucht nach dem Tod ihrer Eltern eine Auszeit und sucht diese in der Heimat ihrer Mutter – in Barcelona. Dort gerät sie, eine ehemalige Nebenjob-Privatdetektivin, sogleich mitten in die Ermittlungen mehrerer Morde, die der Verlobte ihres Freundes aufzuklären versucht.
Der Krimi ist eine gelungene Mischung aus Krimi und Reiseführer, vermischt mit einer Anklage gegen die Immobilienspekulanten, wegen derer die Stadt immer mehr vom Tourismus eingenommen wird und für die Einheimischen unerschwingliche Mieten produziert, so dass die Stadt baulich immer mehr verkommt und kaum noch vom einheimischen Treiben erfüllt ist.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und informativ ohne zu sehr wie ein trockener Reiseführer zu wirken, die Charaktere sind sympathisch.

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Bewertung von tinabauer aus essingen am 21.08.2011 ***** ausgezeichnet
Eine Hommage an Barcelona, auch wenn Tote die Straßen pflastern. Kremser hat ein unglaubliches Geschick darin, die Straßen und Gassen detailliert zu beschreiben und nebenbei auch noch einen Mord miteinzubringen, ohne das es langweilig oder gar zu nah einem Reiseführer gleichen würde. Ein bisschen Witz hier, eine gute Prise Spannung hier, sympathische Charaktere und eine Heilige, das macht diesen Krimi aus!
Wir sind gespannt, ob Anna das Rätsel mit Quimi lösen wird...

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Bewertung von thoralb aus Sittensen am 19.08.2011 ***** sehr gut
Stefanie Kremsers Buch gehört in die Reihe der erzählerischen Krimis, wie sie auch Hakan Nesser beispielsweise schreibt. Wenn da nicht der Prolog wäre, in dem ein Sohn im Konflikt mit seiner Mutter steht, könnte die Geschichte zunächst auch einfach vom Besuch einer deutschen Journalistin nach Spanien handeln. Das ändert sich freilich bereits im zweiten Kapitel.

Die Hauptfigur Anna Silber reist nach Barcelona, um einen Reiseführer zu schreiben. Dort trifft sie auf ihren alten Bekannten Rafael, einen Journalisten, und dessen Mann Quim, Polizist in der Mordkommission.

Sofort wird dem Leser deutlich, dass dieses Buch etwas Besonderes ist und sich von der üblichen Krimiware unterscheidet. Kremser legt Wert auf das Erzählen. Sie schafft es, mit wenigen Worten einen Einblick in die Stadt Barcelona und das dortige Leben zu geben. So erfährt der Leser neben der Handlung auch allerhand über die spanische Großstadt und ihre Bewohner, die Entwicklung der alten Stadtviertel und die Immobilienspekulanten, die in der Stadt ihr Unwesen treiben. Dabei schwingt ein gesellschaftskritischer Ansatz mit – eine weitere Parallele zum skandinavischen Krimi.

Bereits auf dem Weg vom Flughafen zur Wohnung wird Anna Silber mit einer Leiche konfrontiert. Kurz darauf erfährt sie, dass es in den vergangenen zwei Monaten insgesamt sieben Morde gab. Die Opfer waren Menschen mit unterschiedlichen Nationalitäten und Berufen. Ein Zusammenhang ist nicht erkennbar.

Schritt für Schritt nimmt die Geschichte Fahrt auf. Die Figuren mit ihren unterschiedlichen Berufen gewähren unterschiedliche Blickwinkel; die mysteriösen Morde lassen Spannung aufkommen, wenn sich der Leser fragt: Gibt es eine Verbindung zwischen den Taten? Denn diese scheinen zuerst nichts miteinander zu tun haben. Und nicht zuletzt die örtliche Komponente: Die Stadt gibt der Geschichte eine eigene Stimmung.

Daneben verläuft die Parallel-Handlung mit Mutter und Sohn. Nicht erst seit Psycho ist bekannt, dass eine gestörte Mutter-Sohn-Beziehung fatale Folgen haben kann. So wird klar: Diese Beziehung wird kein gutes Ende nehmen.

Geschickt verbindet Kremser die Schilderung Barcelonas und seiner Bewohner mit der Reihe von Serienmorden, die sich nach und nach aufklären. Gegen Ende wird der Krimi richtig spannend. Zuvor hat er einen erzählerischen Schwerpunkt, der sicher nichts für Thriller-Freunde ist. Anhänger guter Kriminalliteratur kommen jedoch auf ihre Kosten. Besonders wenn sie einen Krimi nicht nur auf den Täter und dessen Verfolgung beschränkt sehen wollen sondern auch von den Figuren und deren Privatleben lesen wollen. Kremser bietet glaubhafte Figuren, einen flüssigen Schreibstil und eine Geschichte mit Anspruch.

Ein gelungener Krimi.

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Bewertung von Ritja aus Deutschland am 28.07.2011 ***** sehr gut
Anna Silber soll einen Reiseführer über Barcelona schreiben. Noch einen, doch sie nimmt sich vor, die bisher unbekannten Ecken von Barcelona zu finden und zu beschreiben. Doch bereits an ihrem Anreisetag wird sie abgelenkt von ihrem Vorhaben, denn direkt vor ihrer (zukünftigen) Haustür liegt ein toter Mann. Rafael (ein guter Freund von ihr) erzählt ihr von den vergangenen Morden, die in binnen kürzester Zeit stattgefunden haben. Annas Neugierde wird geweckt. Zufälligerweise ist gerade Rafaels Freund Quim der zuständige Kommissar in der Mordkommission. Er nimmt ihre Theorien ernst und so rutscht Anna immer mehr in den Strudel aus Morden, Häuserbesetzung und Verfolgung rein. Welche Rolle dabei die Heilige Eulàlia und Oriol Bosch spielen, bleibt hier ein Geheimnis.

Das Buch von Stefanie Kremser hat mir gut gefallen. Der schöne flüssige Schreibstil lädt direkt zum "Durchlesen" ein. Die Charaktere sind symphatisch und man rätselt gern mit Anna & Co. mit, wie es nun in Barcelona weitergeht. Anna ist herrlich erfrischend, vorallem wenn sie von ihrem Essverhalten erzählt. Endlich eine Frau, die mit Genuß isst. Die Beschreibungen von Barcelona fand ich auch recht interessant...fast schon ein kleiner Reiseführer. Insgesamt eine leichte Lektüre für den Sommersonnenliegestuhltag.

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Bewertung von sabatayn76 am 25.07.2011 ***** ausgezeichnet
'Warum habe ich plötzlich Angst? Oder fühlt sich so Einsamkeit an?'

Inhalt:
Anna Silber kehrt zurück zu ihren Ursprüngen - nach Barcelona, wo ihre Mutter geboren wurde und wo Anna selbst nur als Kleinkind zu Besuch war. Sie soll für einen alternativen Reiseführer recherchieren, befindet sich jedoch sehr bald im näheren Umfeld einer Mordermittlung. Bereits sieben Menschen wurden in den vergangenen zwei Monaten umgebracht - völlig unterschiedliche Typen, stets andere Tatwaffen und Szenarien. Doch Anna vermutet sehr bald, dass es einen (bisher ungeahnten) Zusammenhang geben und es sich um die Taten eines einzelnen Täters handeln muss. Und dann gibt es auch bald die achte Leiche....

Mein Eindruck:
'Die toten Gassen von Barcelona' ist ein unterhaltsames, spannendes und stimmungsvolles Buch, das den Leser in die engen Gässchen des Barri Gòtic, in das Jugendstil-Viertel Eixample, ins Künstler- und Touristenviertel der Rambles und in das Hafenviertel Barcelonetta führt. Dabei gelingt der Autorin die Beschreibung der Stadt ausgesprochen gut, so dass diejenigen, die Barcelona kennen, in Erinnerungen schwelgen können, und sich diejenigen, die Barcelona noch nicht besucht haben, die quirlige und geheimnisvolle Stadt sehr gut vorstellen können.
Auch die eigentliche Kriminalgeschichte ist spannend, anschaulich und überzeugend geschildert. Gefallen haben mir zudem die Wechsel zwischen der Geschichte Annas und der (kursiv gedruckten) Geschichte des 'Königs', was den Roman sehr abwechslungsreich macht.

Mein Resümee:
'Die toten Gassen von Barcelona' ist nicht nur ein fesselnder Krimi, sondern auch eine Reisebeschreibung, und bietet neben Gesellschaftskritik auch jede Menge Wissenswertes über die Stadt. Sehr empfehlenswert!

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