Die Suche nach dem Ich ? Darstellungsweisen des Anderen im französischen Reisebericht des 19. Jahrhunderts am Beispiel
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Französisch -
Literatur, Werke, Note: 1,3, Universität Potsdam (Institut für
Romanistik), Veranstaltung: Französische Reiseberichte im 19.
Jahrhundert, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Seminarthema "Der
französische Reisebericht im 19. Jahrhundert", und mein im
Rahmen dessen ausgearbeitetes Referat zu François-René de
Chateaubriands Reisebericht Itinéraire de Paris à Jérusalem,
dienten als Ausgangspunkt für die Entstehung der vorliegenden
Arbeit. Faszinierend waren dabei mehrere Tatsachen, besonders aber
sie Spezifizität des Reiseberichts als jene Gattung, die eine
"literarisierte Formen der Wahrnehmung des Anderen und Fremden
umfasst". Für Chateaubriand habe ich mich nicht nur aufgrund
des angegebenen Referats entschieden, sondern auch, weil bei der
Recherche zum Thema das Faktum seiner sozialen Herkunft besonders
auffällig war. Dass es sich bei Francois René Vicomte de
Chateaubriand um jemanden handelt, dessen Familie der
"ancienne noblesse de Bretagne" zugehörig war, galt mir
als Anreiz, mehr über ihn und die Beweggründe hinter seiner Reise
in Erfahrung zu bringen. Als weitere Inspiration diente die
Tatsache, dass es sich bei dem Itinéraire ein Stück weit um einen
Gründertext handelt. Dass heißt, Chateaubriand war als reisender
Literat, der "inventeur du voyage tel qu'il sera praqtiqué
au XIXe et au XXe siècle". Seine Reiseberichte zogen eine
Welle von Nachahmern mit sich, und trugen somit - ob im positiven
oder im negativen Sinne sei außenvorgestellt - dazu bei, den
modernen Tourismus zu begründen. Chateaubriand beeinflusste das
Genre des Reiseberichts, und babei insbesonders die Auffassung des
Anderen im Allgemeinen. Der Themenkreis erwies sich als schier
unerschöpflich, und viele sehr interessante Aspekte mussten jedoch
wie so oft unerwähnt bleiben. Vorliegende Arbeit soll in ihrem
ersten Teil einleitend Auskunft über Allgemeines zum Itinéraire,
sowie über die Hintergründe dessen Entstehung geben. Dabei werden
sich Chateaubriands Beweggründe und Ansprüche unter dem Aspekt der
Authentizität anhand der Vorworte zu den ersten Ausgaben erläutert
finden. Der zweite Teil soll der Gattung des Reiseberichts
zugutekommen und einzelne Merkmale in der Tradition des
französischen Reiseberichts des 19. Jahrhunderts beleuchten. In
diesem Sinne sollen auch Programmatik, Stil und Form angerissen
werden, um dann schließlich zu einer Einordnung Chateaubriands in
die Gattung, und hier insbesondere die Reise in der Romantik, und
die Reise als Ich-orientierter Prozess, dargelegt werden. Dabei
wird die Rolle des Orients verstärkt im Vordergrund stehen...
Das Seminarthema Der französische Reisebericht im 19. Jahrhundert ,
und mein im Rahmen dessen ausgearbeitetes Referat zu François-René
de Chateaubriands Reisebericht Itinéraire de Paris à Jérusalem,
dienten als Ausgangspunkt für die Entstehung der vorliegenden
Arbeit.
Faszinierend waren dabei mehrere Tatsachen, besonders aber sie
Spezifizität des Reiseberichts als jene Gattung, die eine
literarisierte Formen der Wahrnehmung des Anderen und Fremden
umfasst . Für Chateaubriand habe ich mich nicht nur aufgrund des
angegebenen Referats entschieden, sondern auch, weil bei der
Recherche zum Thema das Faktum seiner sozialen Herkunft besonders
auffällig war. Dass es sich bei Francois René Vicomte de
Chateaubriand um jemanden handelt, dessen Familie der ancienne
noblesse de Bretagne zugehörig war, galt mir als Anreiz, mehr über
ihn und die Beweggründe hinter seiner Reise in Erfahrung zu
bringen. Als weitere Inspiration diente die Tatsache, dass es sich
bei dem Itinéraire ein Stück weit um einen Gründertext handelt.
Dass heißt, Chateaubriand war als reisender Literat, der inventeur
du voyage tel qu il sera praqtiqué au XIXe et au XXe siècle . Seine
Reiseberichte zogen eine Welle von Nachahmern mit sich, und trugen
somit ob im positiven oder im negativen Sinne sei außenvorgestellt
dazu bei, den modernen Tourismus zu begründen. Chateaubriand
beeinflusste das Genre des Reiseberichts, und babei insbesonders
die Auffassung des Anderen im Allgemeinen. Der Themenkreis erwies
sich als schier unerschöpflich, und viele sehr interessante Aspekte
mussten jedoch wie so oft unerwähnt bleiben.
Vorliegende Arbeit soll in ihrem ersten Teil einleitend Auskunft
über Allgemeines zum Itinéraire, sowie über die Hintergründe dessen
Entstehung geben. Dabei werden sich Chateaubriands Beweggründe und
Ansprüche unter dem Aspekt der Authentizität anhand der Vorworte zu
den ersten Ausgaben erläutert finden. Der zweite Teil soll der
Gattung des Reiseberichts zugutekommen und einzelneMerkmale in der
Tradition des französischen Reiseberichts des 19. Jahrhunderts
beleuchten. In diesem Sinne sollen auch Programmatik, Stil und Form
angerissen werden, um dann schließlich zu einer Einordnung
Chateaubriands in die Gattung, und hier insbesondere die Reise in
der Romantik, und die Reise als Ich-orientierter Prozess, dargelegt
werden. Dabei wird die Rolle des Orients verstärkt im Vordergrund
stehen...
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