Faszinierender als James Bond: Ein erstaunlicher Einblick in die
geheime Welt der Ost-West-Spionage. Durch gründliche Recherche in
geheimen Stasi-Archiven der CIA, Einsicht in Gerichtsakten und
Interviews mit ehemaligen Akteuren gelang es Kristie Macrakis,
erstmals die Spionagetechniken der Stasi aufzudecken. Im ersten
Teil ihres Buches schildert die Autorin anhand einiger der größten
Spionagefälle - gestohlene Baupläne von Atomreaktoren, Prototypen
von AEG, Strategiepapiere der NATO - die konkreten Arbeitsmethoden
der Stasi während des Kalten Krieges. Im zweiten Teil stehen die
dabei genutzten Technologien, vom Lauschangriff bis zur
Geruchsidentifizierung, im Mittelpunkt. Das Standardwerk zur
deutschen Spionagegeschichte im 20. Jahrhundert. 978-3-7766-2592-9
Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, auch MfS oder
"Stasi" genannt, war einer der effizientesten
Geheimdienste der Geschichte. Es bespitzelte nicht nur Staatsfeinde
im eigenen Land, sondern operierte auch international. Vor allem
westliche Hochtechnologie galt es auf geheimen Wegen für die DDR zu
beschaffen.
Welch raffinierter Methoden sich die Stasi bei ihren Ermittlungen
bediente, legt die Expertin für Spionagegeschichte, Kristie
Macrakis, anhand von außergewöhnlichen Spionagefällen erstmals
umfassen offen. Auf Basis geheimer Akten der Stasi-Archive, von der
CIA beschafften Materials, Gerichtsdokumenten, Interviews mit
ehemaligen Spionen und Ortsbegehungen zeigt sie, wie ausgereift die
angewandten Spionagetechniken waren, welche Geräte im Ausland
gestohlen wurden und welche im eigenen Land mit großem
Einfallsreichtum entwickelt wurden: von Spionagekameras in
Büstenhaltern, Geheimtinte, über tote Briefkästen, Honigfallen bis
hin zu radioaktivem Material, um Gegenständeund Menschen zu
markieren.
Mit detektivischem Spürsinn und wissenschaftlicher Präzision
gelingt es Macrakis letztlich nachzuweisen, dass die Stasi die
Macht von Spionagegeheimnissen zur Lösung von staatsspezifischen
Problemen überschätzte und eine inselartige Spionagekultur schuf,
die schließlich mehr an der Sicherung ihrer eigenen Vorrangstellung
als am Schutz der nationalen Sicherheit interessiert war.