Schon kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann die
Sowjetunion, sich um Einfluss in den Ländern der sogenannten
Dritten Welt und solchermaßen um Positionsgewinne in ihrem
politischen Ringen mit dem Westen und dessen Vormacht USA zu
bemühen. Antikolonialistische und sowjetsozialistische
Befreiungsrhetorik passten oft gut zusammen, aber der genauere
Blick zeigt, dass die Beziehungen vielschichtiger und wesentlich
vom Eigensinn der jungen, selbständig gewordenen Nationen geprägt
waren. Mit dem Einmarsch in Afghanistan 1979 verspielte die UdSSR
schließlich einen erheblichen Teil des erworbenen
Vertrauenskapitals. Im vorliegenden Band führt ein internationales
Autorenteam mit 14 Beiträgen zu Schlüsselproblemen in ein von der
deutschen Zeitgeschichtsschreibung bislang wenig bearbeitetes,
nichtsdestoweniger aber brisantes Forschungsfeld ein.
Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte
Deutsch
Abmessung: 240mm x 160mm
Gewicht: 485g
ISBN-13: 9783486591538
ISBN-10: 3486591533
Best.Nr.: 26835133
"Der Band bietet einen überzeugenden multiperspektivischen Zugriff, um die historische Prägekraft der Dritten Welt auf die UdSSR und die Entwicklung des Kalten Krieges zu erfassen." Jochen Laufer, OSTEUROPA, 4/2011 "Alles in allem schließt der vorliegende Band also durchaus Lücken in der Zeitgeschichtsschreibung..." Das Historisch-Politische Buch, Heft 2/2011 "Abschließend soll aber betont werden, dass das Buch (...) zu überzeugen vermag und eine interessante und gewinnbringende Lektüre darstellt." Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, Band 1 (2011)
Dr. Andreas Hilger ist Historiker mit den Forschungsschwerpunkten Geschichte der UdSSR und deutsch-sowjetische Beziehungen. Er ist am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Dresden und an der Osteuropäischen Abteilung des Historischen Seminars der Universität Köln tätig.
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