Gesehen und gelesen
Auch für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
(DGzRS) begann mit der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober
1990 eine neue Zeitrechnung – über Nacht kam für die Seenotretter
das See-und Küstengebiet vor Mecklenburg-Vorpommern dazu, das
Einsatzgebiet vergrößerte sich um gut ein Drittel der bisherigen
Fläche in Nord- und Ostsee. Mehr Rettungseinheiten wurden gebraucht
und zudem verlangten spezielle Seegebiete wie zum Beispiel die
flachen Boddengewässer nach neuen Konzepten.
Im letzten Band der Trilogie „Die Seenotkreuzer der DGzRS”
beschäftigen sich die Autoren Sven Claußen und Ulf Kaack mit den
Jahren 1990 bis 2008, die aus schiffsbautechnischer Sicht besonders
spannend sind. Denn neben vielen Verbesserungen im Detail an Bord
der bereits eingesetzten Spezialschiffe machte vor allem die
Indienststellung der Hermann Marwede Schlagzeilen – der mit 42,20
Meter Länge derzeit weltgrößte Rettungskreuzer ist seit Juli 2003
auf Helgoland stationiert und wacht über die Deutsche Bucht. Auch
die neue 20-Meter-Klasse, die in diesen Wochen in Dienst gestellt
wird, weist international beachtet völlig neue Wege bei …