Die Schwingen des Todes - Kellerman, Faye

Faye Kellerman 

Die Schwingen des Todes

Krimi

Übers. v. Heinrich Koop u. Franca Fritz
Broschiertes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
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Die Schwingen des Todes

Ein neuer Fall für Peter Decker und Rina Lazarus

Peter Decker von der Polizei in Los Angeles steht vor einem besonders schwierigen Fall: Ein Mitglied seiner Familie ist in einem schäbigen Hotel in Manhattan ermordet worden. Nur zögernd begibt sich Decker mit seiner Frau Rina Lazarus auf Spurensuche ins winterliche New York. Inmitten jener Verwüstung, die die Anschläge vom 11. September hinterlassen haben, stößt das Ermittlerpaar auf unerwarteten Widerstand. Denn nicht nur die New Yorker Polizei, sondern auch die jüdisch-orthodoxe Familie des Mordopfers vermauert sich hinter eisiger Ablehnung. So muss Decker den zweifelhaften Hinweisen eines Mafia-Abkömmlings folgen und gelangt prompt in ein gefährliches Geflecht aus Drogen, gewaschenem Geld und dunklen Geheimnissen.


Produktinformation

  • Verlag: Btb
  • 2008
  • Sonderausg.
  • Ausstattung/Bilder: Sonderausg. 2008. 415 S.
  • Seitenzahl: 415
  • btb Bd.73820
  • Deutsch
  • Abmessung: 19 cm
  • Gewicht: 335g
  • ISBN-13: 9783442738205
  • ISBN-10: 3442738202
  • Best.Nr.: 23327341
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Drogen, Geldwäsche, Huren, Mord - die orthodoxen Juden Manhattans lassen nichts aus. Hätte dieses Buch nicht Faye Kellerman geschrieben, dürfte man es zu Recht antisemitisch nennen. Damit nicht genug, ist der Plot sehr verworren: Peter Decker, Lieutenant bei der Polizei in Los Angeles, wird von seiner Familie um Unterstützung gebeten. Der Schwager seines Halbbruders Jonathan wurde in einem schäbigen Hotel in Manhattan erschossen aufgefunden. Bei seinen Ermittlungen grenzen Decker die Juden mehr und mehr aus. Warum? Decker und seine Frau Rina Lazarus ermitteln. Heftige Prügeleien mit einem Mafiaboss stehen bei Kellerman für Action. Das fesselt wenig. Nervtötend sind sowohl die verwickelten verwandtschaftlichen Beziehungen als auch die vielen jüdischen Vokabeln, die Nicht-Juden nicht verstehen können. Wer auf detailgenaue Beobachtung und langatmige Dialoge Wert legt, wird hier gut bedient. Hochspannungs-Junkies lesen lieber Werke des Gatten: Jonathan Kellerman. Er ist der wahre Meister des Thrill. (sab)

"Faye Kellermans Romane sind eine gekonnte Mischung aus hartgesottenem Realismus, Romantik und feiner menschenfreundlicher Ironie."<br />(DIE ZEIT)

"Faye Kellermans Romane sind eine gekonnte Mischung aus hartgesottenem Realismus, Romantik und feiner menschenfreundlicher Ironie."

Kein Zweifel: Faye Kellerman schreibt die besten amerikanischen cop novels!
Bevor Faye Kellerman als Schriftstellerin mit ihren Kriminalromanen international und auch in Deutschland riesige Erfolge feierte, war sie Zahnärztin mit einer besonderen Liebe zur Musik. Sie lebt zusammen mit ihren Kindern und ihrem Mann, dem Psychologen und Bestsellerautor Jonathan Kellerman, in Los Angeles.

Leseprobe zu "Die Schwingen des Todes" von Faye Kellerman

25 (S. 239-240)

Rina wollte sich ihre Verärgerung nicht anmerken lassen, zumindest nicht vor Jonathan, doch innerlich drehte sich ihr der Magen um vor Angst und Sorge. Es war absolut leichtsinnig von Peter, in New York zu bleiben, obwohl er dort ganz eindeutig jemandem im Weg war. Eigentlich waren sie beide jemandem im Weg. Doch vielleicht stimmte das nicht ganz: Als sie die Geschehnisse dieses Nachmittags noch einmal Revue passieren ließ, schien es ihr immer wahrscheinlicher, dass der Schütze es auf Donatti abgesehen haben musste und nicht auf sie.

Vielleicht war sie einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen, oder - was durchaus denkbar schien - Donatti war ihr wie beim ersten Mal gefolgt, wodurch sie dann ins Visier des Schützen geriet. Oder er wusste etwas, was sie nicht wusste, und hatte sie beobachtet... »Ich weiß, ich weiß«, brummte Decker, »das war zu knapp.« »Warum hast du so lange gebraucht?« Rina konnte ihren Ärger nur mühsam verbergen. »Ich hab mich verzettelt«, gab er zu, »es tut mir wirklich Leid.« »In einer Viertelstunde sind wir da«, beruhigte Jonathan sie, »ihr schafft es.« »Wann kommst du nach, Daddy?« Vor fünf Minuten hatte Hannah dasselbe gefragt. »Am Freitag, Schatz«, erwiderte Decker. »Versprochen?«

»Versprochen.« Die Kleine nickte, wirkte aber immer noch traurig. »Ich verspreche es dir, Hannah Rosie«, wiederholte er. »Du darfst auf meinem Schoß sitzen, wenn ich den Kiddusch bete.« »Beim Kiddusch steht man«, korrigierte ihn Hannah. »Danach«, versicherte er, »beim Essen.« »Und da darf ich die ganze Zeit auf deinem Schoß sitzen?« »Nicht die ganze, aber die meiste.« Hannah sah ratlos zu ihrer Mutter. Rina nahm ihre Hand: »Er kommt, Hannah, er muss nur noch ein paar Sachen...« »Ja, ja, ich weiß schon«, unterbrach sie das Mädchen, »hoffentlich backt Oma etwas mit mir.« »Bestimmt.« »Ich mag Omas Kekse so gern.« »Die sind wirklich klasse.« »Wir sind da.« Jonathan studierte die Anzeigetafeln der Parkdecks, aber es war fast alles voll. »Die Parkplatzsuche wird schwierig.« »Lass uns einfach hier raus«, schlug Rina vor, »wir schaffen das schon.«

»Mit dem schweren Koffer?«, wandte Peter ein. »Ja«, entgegnete Rina, »dort vorn kannst du halten, Jonathan.« Peter merkte, wie verärgert sie war. »Ich helfe dir...« »Ich brauch keine Hilfe.« Rina versuchte mit normaler Stimme zu sprechen. »Ich will nur, dass mit dir alles okay ist.« »Das ist es.« »Du siehst aber nicht so aus.« Rina schwieg. Jonathan lenkte den Wagen an den Straßenrand. Rina stieg aus und öffnete die Heckklappe. Peter war neben ihr und griff nach dem Koffer. »Ich kann das allein!« Er hielt sie am Arm: »Bitte, Rina, sei nicht so stur. Du weißt, ich liebe dich. Bitte!« Sie gab nach und berührte sanft sein Auge. »Tut es sehr weh?« »Nicht halb so weh wie dein Zorn.« Sie küsste ihn zärtlich. »Ich liebe dich doch. Genau wie deine Kinder. Deine Eltern. Und dein Bruder... deine Geschwister. Viele Menschen hängen an dir.«

»Das hab ich nicht vergessen«, Peter hievte zuerst den Koffer und dann die Reisetasche aus dem Auto, »ich mach schon keine Dummheiten. « »Ich hoffe, du meinst es ernst. Deine Erklärung für dein blaues Auge kommt mir spanisch vor.« »Du glaubst, ich belüge dich?« »Vielleicht.« Rina rollte den Koffer zum Eingang und zeigte dem Sicherheitsbeamten ihre Flugtickets. Peter hob seine Tochter hoch und nahm sie fest in die Arme. »Ich hab dich lieb, Kleines.« »Ich dich auch.« Sie küsste ihn auf die Wange. »Du fehlst mir bestimmt. « »Pass gut auf deine Mama auf.« »Ich dachte, sie passt auf mich auf.« »Na, dann passt doch gegenseitig auf euch auf.« »Okay.«

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