Die Schuldlosen - Hammesfahr, Petra

Petra Hammesfahr 

Die Schuldlosen

Roman

Gebundenes Buch
 
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Die Schuldlosen

Am Ostersonntag verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer im Dorf: Janice Heckler ist tot in der Greve gefunden worden, halbnackt und offensichtlich ertränkt. Auf den Täter einigt man sich in Garsdorf schnell: der Nachbar: Alex Junggeburt - als Kind noch von allen bedauert, als Jugendlicher gefürchtet, als Erwachsener verteufelt.

Sechs Jahre später kommt Alex frühzeitig aus der Haft frei. Sein erster Weg führt ihn in die Heimat, zurück an den Ort des Geschehens - in sein Elternhaus. Kaum jemand im Dorf ist darüber glücklich: Die einen fürchten seine Rache, die anderen weitere Gewalttaten. Alex kann es ihnen nicht verdenken, weiß er doch selbst nicht, was damals geschah ...


Produktinformation

  • Verlag: Wunderlich
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 445 S.
  • Seitenzahl: 448
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 155mm x 41mm
  • Gewicht: 648g
  • ISBN-13: 9783805250399
  • ISBN-10: 3805250398
  • Best.Nr.: 34037273
Petra Hammesfahr, geboren 1952, begann mit 17 Jahren zu schreiben, u. a. zahlreiche Kriminalromane. Auszeichnung mit dem Rheinischen Literaturpreis der Stadt Siegburg und dem FrauenKrimiPreis der Stadt Wiesbaden. Ihre Veröffentlichungen - auch Romane - wurden übersetzt und z. T. verfilmt. Sie lebt als freie Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Kerpen bei Köln.

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Kundenbewertungen zu "Die Schuldlosen" von "Petra Hammesfahr"

7 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.1 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Josy aus Weiden am 28.02.2013 ***** ausgezeichnet
Der Ostersonntag ist bei den Dorfbewohnern durch die Nachricht, dass Janice Heckler halbnackt und offensichtlich ertränkt in der Greve gefunden wurde, ein schrecklicher und zugleich trauriger Feiertag. Die Frage nach dem Täter ist für das Dorf sofort klar, es muss der Nachbar Alex Junggeburt gewesen sein. Er hat eine schwere Kindheit hinter sich und wurde von den Einwohnern in Garsdorf als Jugendlicher sehr gefürchtet, als Erwachsener galt er dann als verteufelt. Die Einstimmigkeit der Bürger und die Tatsache, dass Alex sich an seine angebliche Tat auf Grund seines zur Tatzeit hohen Alkoholkonsums nicht mehr erinnern kann, führen dazu, dass er verhaftet wird. Jedoch wird er frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen und kehrt nun nach seinen sechs Jahren Haft wieder in sein Heimathaus zurück, wo er mit Skepsis von den Bewohnern empfangen wird. Nur noch seine platonische Freundin Silvie glaubt immer noch an seine Unschuld. Und bald gibt es auch schon den nächsten Mord im Dorf.
Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter. Es ist bis zum Schluss spanend und für jeden klein Dedektiv das geeignete Buch!

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Bewertung von S.F. aus NIederzier am 07.10.2012 ***** sehr gut
Wieder einmal ein Roman ganz im Stil von Petra Hammesfahr! Wer sie als Autorin kennt und mag, wird auch dieses Buch mögen. Mit ihrer Aussage "ich brauche keine Monster - der Mensch ist Monster genug!" hat sie schon Recht. Petra Hammesfahr kommt in diesem Buch ohne großes Blutvergießen, viele Morde und viel Action aus. In Rückblenden wird die Lebensgeschichte der verschiedenen Personen erzählt und so erklärt sich, wie und warum der Mord geschehen ist und am Ende wird der wahre Täter aufgedeckt. Trotzdem ist das Buch gut und flüssig zu lesen und auch durchaus spannend. Auch wenn mir persönlich ihre früheren Romane wie "Der Puppengräber" oder "Die Sünderin" besser gefallen, ist dieser Roman doch empfehlenswert.

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Bewertung von Adele aus Oberhausen am 21.04.2012 ***** sehr gut
"Die Schuldlosen"
Mit einem exzellenten Cover dem Bild eines kleinen Mädchens in düsterer Umgebung leitet Petra Hammesfahr einen vermeintlichen Krimi ein, der sich anfangs durch die Verwandtschaftsgrade und Namen nicht so flüssig lesen lässt, eher an einen Frauenroman erinnert. Im weiteren Verlauf des Handlungsgeschehens wird das Buch richtig gut, die Spannung hält sich bis zum Ende durchgehend …der Krimi geht weiter!

Erzählt wird die Geschichte einer Dorfgemeinschaft in Grevingen 2010, in der etliche junge Leute seit Kindesbeinen an, auf unterschiedlichste Weise verbandelt sind. In der Vergangenheit führten schon untereinander wechselnde Sexualbeziehungen und das Verlieben mit fehlendem Feedback zu Konflikten. Einige bekamen Alles…andere wenig oder nicht das Erträumte. Dadurch entstehen Missgunst, Hass und Intrigen mit dem dazugehörigen Gerede im kleinen Ort.

Im Zentrum der Szenarien steht der Protagonist „Alex“, eine tragische Figur. Als Kleinkind projiziert seine Mutter durch das Anziehen von Mädchenkleidern in der Öffentlichkeit das Abbild der kleinen vorherig verstorbenen Schwester „Alexandra“ auf ihn.
Im Erwachsenalter wird Alex dann für einen Frauenmord im Dorf aufgrund einer Aussage verurteilt. Nachdem er nach 6 j. Haft in das Dorf zurückkehrt, kommt es daraufhin zu folgeschweren, tragischen Entwicklungen.

Petra Hammesfahr lässt zur Romanfigur Sympathien und Antipathien entstehen…ein schönes Wechselspiel zwischen Schuld und Unschuld…oder Mitschuld?

Review: Eine gute Geschichte, die realistisch wirkt...die einfach so passieren kann. Perfekt gewählt die Verwendung von Rückblenden in die Vergangenheit. Das Cover sieht der Leser am Ende mit ganz anderen Augen wie zu Beginn. Selten habe ich solange über ein Buch noch nachgedacht!...Ein gutes Zeichen…finde ich ... lesenswert!

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Bewertung von Stinkie aus Zölkow am 30.03.2012 ***** sehr gut
Ein doch recht ungewöhnliches Thema toll verpackt!
Eine Mutter, die mit dem Tod ihrer geliebten Tochter nicht fertig wird, zwängt ihren jüngsten Sohn Alex in die Rolle der schmerzlich vermissten Tochter. Dieser nimmt die Rolle an und erträgt der Mutter zu Liebe den Spott der Anderen.
Der Leser ist sich nie ganz sicher, ob und inwieweit diese Tortur dem Jungen in seiner Entwicklung Schaden zufügt. Als dann Morde in dem besinnlichen Dorf geschehen, kann eigentlich nur einer dafür zur Rechenschaft gezogen werden – Alex. Er sitzt seine Zeit ab und wieder auf freiem Fuß zeigt sich sein wahrer Charakter. Aber nicht nur von ihm. Eine weitere doch sehr wichtige Person zeigt sein wahres Gesicht. Das Buch bringt ständig neue Wendungen, die den Leser immer wieder und zwar bis zum Schluss überraschen. Ich war wirklich sehr begeistert und kann es nur empfehlen.

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Bewertung von Nefret am 05.03.2012 ***** sehr gut
Nach sechsjähriger Haft wird Alex vorzeitig aus der JVA entlassen und kehrt in seinen Heimatort zurück. Alex selbst kann sich nicht an die Tat erinnern, dennoch wurde er wegen Mordes an seiner Ex-Freundin verurteilt. Da Alex bei der Urteilsverkündigung seiner damaligen Freundin, die gegen ihn ausgesagt hatte, schwor, sie würde dies noch bereuen, fürchtet sie jetzt seine Rache.

Auch wenn der Klappentext etwas anderes vermuten lässt, handelt es sich bei Petra Hammesfahrs neuestem Roman nicht um einen Thriller. „Die Schuldlosen“ ist viel mehr ein Drama über Menschen, die Schuld auf sich geladen haben.

Im Mittelpunkt steht Alex, der eine schwere Kindheit hinter sich hat. Da seine Mutter nicht über den Tod ihrer Tochter Alexa hinweg kam, musste Alex die Rolle seiner Schwester übernehmen. Die Dorfbewohner sahen alle weg, während Alex von seiner kranken Mutter in Mädchenkleidung gesteckt wurde. Als Jahre später Alex' Ex-Freundin ermordet wird, zweifelt niemand daran, dass Alex, der als zügellos gilt, der Schuldige ist.

Petra Hammesfahr wechselt immer wieder zwischen den Zeitebenen. Neben der Erzählung der Ereignisse Gegenwart, in der Alex nach seinem Gefängnisaufenthalt zurück nach Hause kommt, gibt es Rückblenden in die Vergangenheit. So erhält der Leser einen guten Eindruck von Alex' Leben und Charakter.

Hammesfahr gelingt es gut, ihre Hauptfiguren zu zeichnen. Detailliert beschreibt sie den trüben Alltag von Alex. Ein Großteil der Figuren ist wenig sympathisch, u.a. weil sie es vorziehen, lieber den bequemen Weg zu wählen und wegzuschauen. Das erschreckende dabei ist aber, dass diese Figuren so realistisch sind.

Leider war mir schon sehr schnell klar, wer der Mörder ist. So war das unspektakuläre Ende keine Überraschung für mich.

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Bewertung von Manuela2205 am 28.02.2012 ***** gut
Mit der Hauptperson Alex, der wegen Mordes im Gefängnis war und nun in sein Heimatdorf zurückkehrt, wird man schnell warm. Man fühlt mit ihm mit, wenn er von ehemaligen Freunden angefeindet wird.

In vielen Rückblicken erfährt man Einzelheiten über seine Kindheit und seinen Werdegang bis zu dem Mord, für den er verurteilt wurde. So ist der Großteil der Geschichte mehr ein gut erzähltes Familiendrama, bis der nächste Mord passiert, wieder im Umfeld von Alex Junggeburt. Wie bereits beim ersten Mord werden auch hier teils Anzeichen, teils Zweifel für die Schuld von Alex ausgestreut. Leider ist die ganze Sache sehr durchsichtig, so dass ich mir nach nur einem Drittel des Buches bereits sicher war, was davon zu halten ist und lag auch richtig. Von daher ließ für mich die Spannung zu wünschen übrig.

Solange das Buch als Familiendrama erzählt wird, hat es durchaus Atmosphäre und lässt sich schön und flüssig lesen. Nach dem unvorhergesehenen Mord kommen zwar Krimielemente dazu und die Handlung zieht an, dafür wird die Erzählweise abgehackter und es passieren Petra Hammesfahr kleine Patzer, beispielsweise versorgen sich Polizisten an einer Imbißbude, die wegen Todesfall geschlossen ist.

Alles in allem ist Die Schuldlosen ganz nett zu lesen, aber kein Meisterwerk.

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Bewertung von Die-Rezensentin aus Frechen am 28.02.2012 ***** ausgezeichnet
Ich liebe es !!

Alex Junggeburth, der begehrteste Junggeselle des Dorfes, wird wegen Mordes an der " Dorfmatratze" Janice Heckler zu neun Jahren Knast verurteilt. Nach sechs Jahren wird er wegen guter Führung entlassen und kehrt in sein Dorf zurück. Alex kann sich nicht an die Tat erinnern, da er zu dem Zeitpunkt sturzbesoffen war. Aber es gibt Zeugen und aufgrund deren Aussagen wurde er verurteilt.
Petra Hammesfahr springt immer wieder in die Vergangenheit zurück und dadurch werden erst mal die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Dorfbewohnern klar.
Im Laufe des Buches wird es immer verworrener, also nicht für den Leser, sondern die Lügengeschichten und Lebenslügen der Menschen .
Wem kann man denn nun noch trauen ? Könnte es sein,dass Alex gar nicht der Mörder der Dorfmatratze ist ? Aber es gibt ja Zeugen für den Mord, trotzdem kommt ein Hauch Zweifel an Alex Schuld auf. Doch dann lauert er einem kleinen Mädchen vor der Schule auf ......
Obwohl man sich die meiste Zeit nur im öden Dorfleben wiederfindet, zwischen Kuchenverkauf in der Bäckerei Jentsch und Kleinkindern und einer einzigen Kneipe, versteht es die Autorin , Spannung aufzubauen und zu halten.
Der Schreibstil von Petra Hammesfahr ist wie immer, etwas gediegen. Ich sage es bei jedem Buch dazu : Ich glaube, entweder mag man ihren Stil oder man mag ihn nicht. Und ich liebe ihn......

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