Personen: Eine Frau, namenlos, ein Mann, namenlos: das Paar
schlechthin. Sie treffen sich im spanischen Aranjuez, um über die
Liebe zu reden, die erste Liebe, darüber, was Mann und Frau fühlen,
wenn sie miteinander sind. Sie reden darüber, wie man über die
Liebe redet. Und wer über die Liebe redet, der redet unweigerlich
von der Natur, von der Geschichte von dem, was dem Leben Sinn
verleiht.
"Und wieder ein Sommer. Und wieder ein schöner Sommertag. Und
wieder eine Frau und ein Mann an einem Tisch im Freien, unter dem
Himmel. Ein Garten. Eine Terrasse. Unsichtbare, nur hörbare Bäume,
mehr Ahnung als Gegenwart, in einem sachten Sommerwind, welcher,
von Zeit zu Zeit, die Szenerie rhythmisiert. Der Tisch ist ein
Gartentisch, ziemlich groß, und Mann und Frau sitzen sich da im
Abstand gegenüber. Die beiden sind unauffällig sommerlich
gekleidet, die Frau eher hell, der Mann eher dunkel, zeitlos der
eine wie die andere."
Literatur I Da ist wieder eine Handkedroge aus einer Wolke gefallen, aus einem wolkenlosen Himmel sonderbarerweise herausgefallen auf die Leser und also auf uns, und diesmal heißt sie "Die schönen Tage von Aranjuez" und ist ein Sommerdialog und also ein Gespräch zwischen einer Frau und einem Mann im Sommer, und sie sprechen über die Liebe und wie sie beginnen kann und wie viele Lieben möglich sind und wie man sie nennen und beschreiben kann und ob das Wort Vögeln wohl ein mögliches Wort sein kann für eine Windbraut und einen Luftmann, der ein Dichter ist und bleibt, und wie die Stille in die Welt gekommen ist, das fragt er sich, in diese Welt in diesem Sommer, und warum trotzdem immer einer reden muss, wenn sogar die Schwalben ausgeschrillt haben für einen Moment und nur das Knistern der Libellenflügel von weit her an unser Ohr noch dringt und sich in diesem tief versenkt, für immer. Oder so. (Suhrkamp, 70 Seiten, 12,99 Euro auf Papier oder 11,99 Euro in der Kindle-Version, inklusive drahtloser Lieferung über Amazon Whispernet)
»Deutschland kann sich glücklich schätzen, solch einen großartigen (Theater-)Autor zu haben, wie Peter Handke es ist. Die schönen Tage von Aranjuez verspricht eine wundervolle Lektüre, die ans Herz geht und dieses leichter macht.«
»Deutschland kann sich glücklich schätzen, solch einen großartigen (Theater-)Autor zu haben, wie Peter Handke es ist. Die schönen Tage von Aranjuez verspricht eine wundervolle Lektüre, die ans Herz geht und dieses leichter macht.«
Peter Handke, geb. am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten). Die Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich; der Vater, ein Deutscher, war in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Kärnten gekommen. Zwischen 1954 und 1959 besucht er das Gymnasium in Tanzenberg und das dazugehörige Internat. Nach dem Abitur im Jahr 1961 studiert er in Graz Jura. Im März 1966, Peter Handke hat sein Studium vor der letzten und abschließenden Prüfung abgebrochen, erscheint sein erster Roman Die Hornissen. Im selben Jahr 1966 erfolgt die Inszenierung seines inzwischen legendären Theaterstücks Publikumsbeschimpfung in Frankfurt in der Regie von Claus Peymann. Seitdem hat er mehr als dreißig Erzählungen und Prosawerke verfasst. Darüber hinaus hat Peter Handke viele Prosawerke und Stücke von Schriftsteller-Kollegen ins Deutsche übertragen. Sein Werk wurde mit zahlreichen internationalen Preisen geehrt. Die Formenvielfalt, die Themenwechsel, die Verwendung unterschiedlichster Gattungen (auch als Lyriker, Essayist, Drehbuchautor und Regisseur ist Peter Handke aufgetreten) erklärte er selbst 2007 mit den Worten 'Ein Künstler ist nur dann ein exemplarischer Mensch, wenn man an seinen Werken erkennen kann, wie das Leben verläuft. Er muß durch drei, vier, zeitweise qualvolle Verwandlungen gehen.'
Ein Marktplatz-Angebot für "Die schönen Tage von Aranjuez" für EUR 12,20
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