Die Rückkehr der Geschichte - Fischer, Joschka

Joschka Fischer 

Die Rückkehr der Geschichte

Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Mit aktuellem Vorwort

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Die Rückkehr der Geschichte

Wie wird die globale Ordnung im 21. Jahrhundert aussehen? Zum ersten Mal in der Geschichte werden die internationalen Beziehungen von einer einzigen Weltmacht dominiert. Die islamistische Bedrohung, die wirtschaftliche Globalisierung, demographische Entwicklungen und der weltweit enorm steigende Energieverbrauch führen zu völlig neuen Herausforderungen des Staatensystems.
Joschka Fischer fragt nach den Risiken und Chancen für friedliche Kooperation und Gerechtigkeit in den internationalen Beziehungen. Sein beeindruckendes Werk ist ein Plädoyer für die Erneuerung des Westens und eine Reform der Vereinten Nationen.


Produktinformation

  • Verlag: Droemer/Knaur
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 351 S.
  • Seitenzahl: 352
  • Knaur Taschenbücher Bd.77465
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 124mm x 29mm
  • Gewicht: 310g
  • ISBN-13: 9783426774656
  • ISBN-10: 3426774658
  • Best.Nr.: 20752935
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.07.2005

Die alte Unübersichtlichkeit
Joseph Fischers Versuch über eine neue Weltordnung

Joschka Fischer: Die Rückkehr der Geschichte: Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005. 304 Seiten, 19,90 [Euro].

Wenn Joseph Fischer im Herbst aus dem Auswärtigen Amt ausscheiden sollte, mag er sich Zeit nehmen, um Memoiren über seine sieben Jahre als Außenminister zu verfassen oder gar eine Autobiographie über seinen Aufstieg vom Straßenkämpfer zum Chefdiplomaten. Fürs erste hat er dem Selbstanspruch nach jetzt nicht mehr und nicht weniger als einen großen Traktat über eine künftige Weltordnung vorgelegt. Das soll sich hinter dem Titel "Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens" verbergen. Doch gilt für den Autor das, was er selbst dem früheren amerikanischen Präsidenten Bush in seinem jüngsten Buch vorhält: Er spricht über eine neue Weltordnung, liefert für diese aber nicht einmal eine Skizze. Fischer bleibt in der Analyse im Oberflächlichen beziehungsweise Naheliegenden, wodurch der Autor am Ende über ein "Amerika hat die Wahl: …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Als Übung in Apokalyptik hat Michael Naumann Joschkas Fischers "Rückkehr der Geschichte" empfunden, als eine "Bloßlegung" der Sorgen des, so Naumann, intelligentesten Außenministers, den die Bundesrepublik je hatte, von Willy Brandt einmal abgesehen. Die Welt treibt ihrem Ende entgegen - das hat Naumann als grundlegende Erkenntnis des Buches mit nach Hause genommen. Platz für Hoffnung gibt es eigentlich nicht - sieht man einmal von einer Kooperation der USA, eines geeinten Europas und der Vereinten Nationen und einer Trockenlegung des "islamistischen Terrorismus" ab. Trotz des Titels handelt es sich bei Fischers Text nicht um eine geschichtsphilosophische Studie. Der Rezensent hat gelegentlich die "analytische Tiefe und den stilistischen Witz eines Henry Kissinger" vermisst. Alles in allem aber "das ernsthafteste Werk", das ein deutscher Außenpolitiker bislang vorgelegt hat, gespeist von "unermüdlichem Lesefleiß".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.07.2005

„Die globale Durchsetzung des westlichen Modells reicht nicht”
Wolfgang Schäuble stimmt einigen Thesen in Joschka Fischers jüngstem Buch zu, entdeckt aber eine Distanz zu dessen eigener Politik
Im Handbuch des Bundestages heißt der Außenminister „Joseph Fischer”. Als Autor seines jüngsten Buches nennt er sich wieder „Joschka”. Ob sich dahinter die Einsicht verbirgt, dass ein amtierender Außenminister über Außenpolitik notwendigerweise wenig Neues schreiben kann? Daran leidet das Buch, und das wird auch nicht wirklich besser durch den Versuch, den Mangel an Originalität durch eine Vielfalt von Zitaten zu kompensieren. So findet der Leser eher theoretisierende Betrachtungen zur Weltlage als eine authentische Interpretation und Bilanz rot-grüner Außenpolitik.
Dreh- und Angelpunkt für Fischers Betrachtungen ist der 11. September, der eine neue totalitäre Herausforderung markiere. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion sieht Fischer das europäisch geprägte Staatensystem von Souveränität und Gleichgewicht beendet. Die europäische Einigung ziehe daraus die eine Konsequenz, und die Dominanz der USA als alleinige Führungsmacht sei die andere. …

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Joschka Fischer, geboren 1948 in Gerabronn. Seit 1994 Mitglied des Bundestages, seit November 1998 Außenminister der Bundesrepublik Deutschland.

Weitere Titel: "Risiko Deutschland", 1994. "Für einen neuen Gesellschaftsvertrag", 1998. "Mein langer Lauf zu mir selbst", 1999.

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