Die romantischen Jahre - Ingendaay, Paul

Paul Ingendaay 

Die romantischen Jahre

Roman

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Die romantischen Jahre

Paul Ingendaays mitreißend erzählter Roman zeigt, dass nicht jeder, der die Liebe sucht, sie auch versteht.

In gewisser Weise sind die Frauen, die er gekannt hat, wie große Versprechen, die das Leben nicht erfüllen wollte. Ob das auch für Angela gilt, die seinetwegen ihren wohlhabenden Mann betrügt, muss Marko Theunissen erst noch herausfinden. Nur ein unverbesserlicher Romantiker würde sich überhaupt auf die Beziehung mit einer Kundin einlassen. Und seit wann sind Versicherungsvertreter Romantiker? Während ein hinterhältiger Kollege ihn mit seiner Affäre zu erpressen versucht, führt Marko Theunissen zugleich die älteste Schlacht der Menschheitsgeschichte: den Kampf mit der eigenen Familie.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 466 S.
  • Seitenzahl: 480
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 139mm x 46mm
  • Gewicht: 661g
  • ISBN-13: 9783492054744
  • ISBN-10: 3492054749
  • Best.Nr.: 33353123
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.09.2011

PAUL INGENDAAY, Feuilletonkorrespondent dieser Zeitung mit Sitz in Madrid, hat die Geschichte des Internatszöglings Marko Theunissen aus seinem ersten, mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichneten Roman "Warum du mich verlassen hast" von 2006 mit philosophischem Witz fortgeschrieben. Aus dem wahrheitssuchenden Klosterschüler ist zwanzig Jahre später ein gemäßigt idealistischer Versicherungsvertreter in der Provinz geworden, der die Affären seines Lebens ebenso an sich vorüberziehen lässt wie die Schweinereien seines Berufsstandes und die alltäglichen Katastrophen einer zerbrechenden Familie. Bis ein Kollege ihn erpresst. Bis sein Vater krank wird und die Hilfe der Familie braucht. Am Ende gibt es Hoffnung, und wenn nicht das, dann die ordnungsgemäße Ablage: Das Leben ist ein mittelschwerer Schadensfall. (Paul Ingendaay: "Die romantischen Jahre". Roman. Piper Verlag, München 2011. 470 S., geb., 19,99 [Euro].)

F.A.Z.

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kulturnews - RezensionBesprechung
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(c) bunkverlag
Wer hätte das gedacht: Marko Theunissen, bekannt aus Paul Ingendaays Debütroman "Warum du mich verlassen hast", ist Versicherungsvertreter geworden. Dieser belesene Junge, der sich durch die Internatsjahre quälte, von den eigenen Eltern hintergangen, von den katholischen Erziehern schikaniert und schließlich rausgeschmissen wurde: Dieser belesene Junge schmeißt sein Literaturstudium kurz vor dem Abschluss hin und verkauft fortan Versicherungen an niederrheinische Bauern. Doch FAZ-Korrespondent und Autor Paul Ingendaay lässt seinen Helden dort nicht allein. Mit viel subtilem Humor schildert er, wie sogar noch Regionalvertreter der Rheinischen Versicherungsgruppe vertrauenswürdiger wirken als die Literaturprofessoren, bei denen Held Theunissen studierte. Kaum im Ländlichen angekommen, lässt Ingendaay seinen Helden eine Liebschaft mit einer verheirateten Frau eingehen. Abgesehen von dieser Eskapade besticht der Roman vor allem durch unzählig viele Rückblenden: alle mit einer so enormen emotionalen Dichte geschrieben, dass die Gegenwart recht blass wirkt im Vergleich. "Die romantischen Jahre" sind so eher eine Aufarbeitung der Vergangenheit als ein Leben in der Gegenwart. So lange zumindest, bis Marko Theunissen sowohl privat als auch beruflich auf einen Showdown zusteuert. (jw)

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Ein auktorialer Erzähler, das wäre die Lösung aller Probleme, die Meike Fessmann mit diesem Familienoman von Paul Ingendaay hat. Leider halst Ingendaay seiner Hauptfigur zu viel auf, mutet ihr etwa eine Biografie zu, die Fessmann nicht glaubhaft erscheint. Der bundesrepublikanische Realismus der Geschichte jedoch, meint sie, fordert ebendies. Mit einem auktorialen Erzähler, erläutert die Rezensentin, fiele auch der enervierende Pennälerton weg, der zur (seit ihrem ersten Auftritt in Ingendaays Debütroman) gereiften Hauptfigur nicht passen mag. Die zentralen Stellen des Romans, in denen es um nicht eingelöste Glücksversprechen geht, kämen laut Fessman auf diese Weise viel besser zur Geltung.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.12.2011

In der Bestandsagentur des Glücks
Paul Ingendaay verkuppelt in seinem Roman „Die romantischen Jahre“ die Liebe und das Versicherungswesen
Wie die Literatur für einen sprachbegabten Jungen, den die Eltern ins Internat abgeschoben haben, zur Rettung wird, kann man sich leicht vorstellen. „Warum du mich verlassen hast“, der erste Roman des seit vielen Jahren als FAZ-Korrespondent in Madrid lebenden Literaturkritikers Paul Ingendaay, spielte in einem katholischen Knabeninternat am Niederrhein und trug autobiographische Züge, die der Autor durch allerlei literarischen Schabernack lustvoll camouflierte (von „Don Quijote“ über „Robinson Crusoe“ bis zu „Der Name der Rose“ war alles vertreten). Sein neuer Roman, der das Personal wieder aufgreift und sich nun auf die mittlerweile auseinandergebrochene Familie Theunissen konzentriert, macht gewissermaßen die Wette aufs Gegenteil: Kann man sich vorstellen, dass aus dem strebsamen Marko, der mit sechzehn wegen allzu großer Wahrheitsliebe vom Internat geflogen und auf dem Kölner Gymnasium sofort wieder zum Klassenbesten aufgestiegen ist, nach langen Jahren des Studiums der Anglistik, Germanistik und …

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"Wenig Romantik, aber viel Witz, kluge Beobachtungen und einfach ein wunderbar satirischer Roman. Die knapp 500 Seiten lesen sich fast von allein." Brigitte "Als Leser wüsste man nur zu gern, wie es mit diesem Marko Theunissen weitergeht. Mit seinen ebenso klugen wie verqueren Einsichten wächst er einem rasch ans Herz und macht Die romantischen Jahre zu einem wunderbaren Lesevergnügen." Deutsche Welle "Wie erdichten wir uns unser Leben, wenn wir anderen davon erzählen oder wenn wir still vor uns selbst Rechenschaft ablegen? Und lassen sich die Teile bergen, die unter Trümmern liegen? Über all das sinniert Paul Ingendaay in pointierter, unaufdringlicher Poesie." Hamburger Abendblatt "Ingendaay erzählt das wundervoll. Er ist einer, der Menschen zu beobachten weiß und die meisten von ihnen mag, sich selbst aber nicht zu wichtig nimmt. Er zeigt Gespür für Würde und Würdelosigkeit, und genau dort mischt sein Erzähler sich mit feinem Witz und ruhiger, fester Hand ein und ändert den Gang der Dinge. Unheroisch zwar, aber wirksam. Ein Held unserer Zeit: ein halbwegs anständiger Versicherungsvertreter." Sächsische Zeitung "Die romantischen Jahre ist eine ebenso warmherzige wie witzige Analyse der Jahre, in denen alles möglich scheint. ( ) ein wunderbares Lesevergnügen." Deutsche Welle "Herzzerreißend ist der Charakter, den der Kölner Autor Paul Ingendaay gezeichnet hat, mit interessanten An- und Einsichten." Hörzu "Ingendaay erzählt das wundervoll. Er ist einer, der Menschen zu beobachten weiß und die meisten von ihnen mag, sich selbst aber nicht zu wichtig nimmt. Er zeigt Gespür für Würde und Würdelosigkeit, und genau dort mischt sein Erzähler sich mit feinem Witz und ruhiger, fester Hand ein." Sächsische Zeitung "Ein großartiger Roman über viele verpaßte Gelegenheiten." Schweizer Familie

»Wenig Romantik, aber viel Witz, kluge Beobachtungen - und einfach ein wunderbar satirischer Roman. Die knapp 500 Seiten lesen sich fast von allein.« Brigitte  »Als Leser wüsste man nur zu gern, wie es mit diesem Marko Theunissen weitergeht. Mit seinen ebenso klugen wie verqueren Einsichten wächst er einem rasch ans Herz und macht >Die romantischen Jahre< zu einem wunderbaren Lesevergnügen.« Deutsche Welle »Wie erdichten wir uns unser Leben, wenn wir anderen davon erzählen oder wenn wir still vor uns selbst Rechenschaft ablegen? Und lassen sich die Teile bergen, die unter Trümmern liegen? Über all das sinniert Paul Ingendaay in pointierter, unaufdringlicher Poesie.« Hamburger Abendblatt »Ingendaay erzählt das wundervoll. Er ist einer, der Menschen zu beobachten weiß und die meisten von ihnen mag, sich selbst aber nicht zu wichtig nimmt. Er zeigt Gespür für Würde und Würdelosigkeit, und genau dort mischt sein Erzähler sich mit feinem Witz und ruhiger, fester Hand ein und ändert den Gang der Dinge. Unheroisch zwar, aber wirksam. Ein Held unserer Zeit: ein halbwegs anständiger Versicherungsvertreter.« Sächsische Zeitung »Die romantischen Jahre ist eine ebenso warmherzige wie witzige Analyse der Jahre, in denen alles möglich scheint. (...) ...ein wunderbares Lesevergnügen.« Deutsche Welle »Herzzerreißend ist der Charakter, den der Kölner Autor Paul Ingendaay gezeichnet hat, mit interessanten An- und Einsichten.« Hörzu »Ingendaay erzählt das wundervoll. Er ist einer, der Menschen zu beobachten weiß und die meisten von ihnen mag, sich selbst aber nicht zu wichtig nimmt. Er zeigt Gespür für Würde und Würdelosigkeit, und genau dort mischt sein Erzähler sich mit feinem Witz und ruhiger, fester Hand ein.« Sächsische Zeitung »Ein großartiger Roman über viele verpaßte Gelegenheiten.« Schweizer Familie »Die romantischen Jahre ist eine heiter-melancholische Lektüre über einen, der auszog, die Welt zu erobern, und nur bis Kleinhoek kam.« Buchjournal »(...) ein gedankenreiches, manchmal weises Buch.« Augsburger Allgemeine »Welch freudiges Wiedersehen mit Versicherungsvertreter Marko Theunissen. Nach seinen Erkenntnissen in Warum du mich verlassen hast folgt nun Die romantischen Jahre. Erneut gelingt Paul Ingendaay eine schöne Lesegeschichte originell, urkomisch und exzellent formuliert.« Braunschweiger Zeitung »(...) ein fabelhaft erzählter, feinhumoriger Roman über Freundschaft, über die Fallstricke der Liebe und über Familie.« Osnabrücker Zeitung »Paul Ingendaay (...) entwickelt die Geschichte seines Romans als inneren Monolog des Versicherungsvertreters Marko Theunissen, als raffiniertes Ineinander von aktuellen Ereignissen und Erinnerungen. Und er schafft es, sich auf der Höhe modernen Erzählens zu bewegen, ohne je angestrengt oder bemüht zu wirken.« Wiener Zeitung »Paul Ingendaay präsentiert uns einen geradezu liebenswert gezeichneten Verlierer. Federleicht changiert der Roman zwischen Tragik, Komik, Tiefsinn und Unterhaltung.« Neue Westfälische

»Wenig Romantik, aber viel Witz, kluge Beobachtungen - und einfach ein wunderbar satirischer Roman. Die knapp 500 Seiten lesen sich fast von allein.« Brigitte  »Als Leser wüsste man nur zu gern, wie es mit diesem Marko Theunissen weitergeht. Mit seinen ebenso klugen wie verqueren Einsichten wächst er einem rasch ans Herz und macht >Die romantischen Jahre< zu einem wunderbaren Lesevergnügen.« Deutsche Welle »Wie erdichten wir uns unser Leben, wenn wir anderen davon erzählen oder wenn wir still vor uns selbst Rechenschaft ablegen? Und lassen sich die Teile bergen, die unter Trümmern liegen? Über all das sinniert Paul Ingendaay in pointierter, unaufdringlicher Poesie.« Hamburger Abendblatt »Ingendaay erzählt das wundervoll. Er ist einer, der Menschen zu beobachten weiß und die meisten von ihnen mag, sich selbst aber nicht zu wichtig nimmt. Er zeigt Gespür für Würde und Würdelosigkeit, und genau dort mischt sein Erzähler sich mit feinem Witz und ruhiger, fester Hand ein und ändert den Gang der Dinge. Unheroisch zwar, aber wirksam. Ein Held unserer Zeit: ein halbwegs anständiger Versicherungsvertreter.« Sächsische Zeitung »Die romantischen Jahre ist eine ebenso warmherzige wie witzige Analyse der Jahre, in denen alles möglich scheint. (...) ...ein wunderbares Lesevergnügen.« Deutsche Welle »Herzzerreißend ist der Charakter, den der Kölner Autor Paul Ingendaay gezeichnet hat, mit interessanten An- und Einsichten.« Hörzu »Ingendaay erzählt das wundervoll. Er ist einer, der Menschen zu beobachten weiß und die meisten von ihnen mag, sich selbst aber nicht zu wichtig nimmt. Er zeigt Gespür für Würde und Würdelosigkeit, und genau dort mischt sein Erzähler sich mit feinem Witz und ruhiger, fester Hand ein.« Sächsische Zeitung »Ein großartiger Roman über viele verpaßte Gelegenheiten.« Schweizer Familie »Die romantischen Jahre ist eine heiter-melancholische Lektüre über einen, der auszog, die Welt zu erobern, und nur bis Kleinhoek kam.« Buchjournal »(...) ein gedankenreiches, manchmal weises Buch.« Augsburger Allgemeine »Welch freudiges Wiedersehen mit Versicherungsvertreter Marko Theunissen. Nach seinen Erkenntnissen in Warum du mich verlassen hast folgt nun Die romantischen Jahre. Erneut gelingt Paul Ingendaay eine schöne Lesegeschichte originell, urkomisch und exzellent formuliert.« Braunschweiger Zeitung »(...) ein fabelhaft erzählter, feinhumoriger Roman über Freundschaft, über die Fallstricke der Liebe und über Familie.« Osnabrücker Zeitung »Paul Ingendaay (...) entwickelt die Geschichte seines Romans als inneren Monolog des Versicherungsvertreters Marko Theunissen, als raffiniertes Ineinander von aktuellen Ereignissen und Erinnerungen. Und er schafft es, sich auf der Höhe modernen Erzählens zu bewegen, ohne je angestrengt oder bemüht zu wirken.« Wiener Zeitung
Paul Ingendaay, 1961 in Köln geboren, studierte Anglistik und Hispanistik in Köln, Dublin und München. 1997 wurde er mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik, 2006 mit dem Aspekte-Preis ausgezeichnet. Er lebt als Kulturkorrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" mit seiner Familie in Madrid.

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