Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Pädagogik - Der
Lehrer / Pädagoge, einseitig bedruckt, Note: 2,0, Universität zu
Köln (Institut für Vergleichende Bildungsforschung und
Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Reformpädagogik, 21 Quellen
im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In einer Zeit
der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland wird die Frage nach
Bildung und Schule immer lauter. Bildung ist der Schlüssel zu
Wohlstand und sozialer Anerkennung , stellte kürzlich
Bundespräsident Horst Köhler bei seiner Eröffnungsrede des
Weltkongresses der Bildungsinternationalen in Berlin fest. Im
Bericht Bildung in Deutschland werden vier Parameter des
Bildungsbegriffs genannt. Die Leistungsfähigkeit, die individuelle
Entfaltung, die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit und der soziale
Zusammenhang eines Landes sind die wesentlichen Ziele der Bildung.
Wie soll eine Schule am Anfang des 21. Jahrhunderts aussehen? Ist
das viergliedrige Schulsystem noch sinnvoll? Es gibt zahlreiche
Reformansätze in verschiedenen Bundesländern. Ein Entwurf der
nordrhein-westfälischen SPD sieht folgendes u.a. vor: Die
Gemeinschaftsschule nimmt die Kinder nach der Grundschule auf und
ist bis zur Klasse 10 für deren Bildungserfolg verantwortlich. [ ]
In den Klassen 5 und 6 findet für alle Kinder ein gemeinsamer
Unterricht statt. Ab Klasse 7 kann nach gemeinsamer Entscheidung
der Schule, der Schulträger und der Eltern beispielsweise ein
vollständig integrierter Unterricht angeboten werden oder eine
Differenzierung in Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialklassen
erfolgen. Demgegenüber steht z.B. die Schüler Union NRW, die unter
dem Motto Nicht jedem das Gleiche, sondern jedem das Seine! sich
mit der Aktionsseite www.rettet-unsere-schulen.de für den Erhalt
und die Festigung des mehrgliedrigen Schulsystems ausspricht. Die
CDU NRW startete kürzlich ihre größte Kampagne seit der
Bundestagswahl 2005 mit dem Titel Die SPD-Einheitsschule führt ins
Chaos Keine Experimente mit unseren Kindern . Privatschulen
erfreuen sich hingegen immer größerer Beliebtheit. Seit 1992 hat
sich die Zahl der Privatschulen verdoppelt. 873.000 Schüler werden
dort unerrichtet, das entspricht 5,7 Prozent der Gesamtschülerzahl.
Ein Reformmodell, welches seit fast 90 Jahren bestand hat, ist die
Waldorfschule. Die erste Schule dieser Art wurde nach Vorträgen von
Rudolf Steiner vor Arbeitern der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik
in Stuttgart im Jahre 1919 gegründet. Mit der Gründung einer Schule
in Erfurt im Jahr 2006 wurde die 200er-Grenze überschritten und
auch im Jahr 2007 setzte sich der Trend mit der Gründung von fünf
neuen Schulen fort . In Deutschland wurden zu Beginn des letzten
Schuljahres 2006/2007 rund 808.700 Kinder eingeschult , davon 0,8
Prozent in Freien Waldorfschulen.
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